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Feuchte Wände trocken legen

26.03.2019

Abbröckelnder Putz, Salzausblühungen, Schimmelbefall – dies alles sind deutliche Anzeichen, dass es feuchte Wände im Eigenheim gibt. Doch erst der Profi kann den Feuchtegehalt genau messen und den Schadensumfang feststellen.

Mit einer Inketionscreme lassen sich Querschnittsabdichtungen realisieren. Die eingebrachte  Horizontalsperre verhindert die weitere Durchfeuchtung der Wände nach oben. Foto: Saint-Gobain Weber.
Mit der Injektionscreme „weber.tec 946“ lassen sich Querschnittsabdichtungen im drucklosen Mauerwerkinjektionsverfahren realisieren. Die eingebrachte Horizontalsperre stoppt den kapillaren Feuchteverlauf und verhindert die weitere Wand-Durchfeuchtung. Saint-Gobain Weber

Feuchte Wände verursachen Schäden an der Bausubstanz

Plötzlich auftretende Wassermassen wie etwa durch Starkregen oder Überschwemmungen sind ein offensichtlicher Grund für nasse und feuchte Wände. Weitaus häufiger ist die kontinuierliche Bedrohung, die von der ständig im Erdreich enthaltenen Feuchtigkeit ausgeht. Diese Feuchtigkeit dringt in das Mauerwerk ein und steigt – wenn sie nicht rechtzeitig gestoppt wird – über das Kapillarsystem hoch und verursacht Schäden an der Bausubstanz.

Treten feuchte Stellen oder Schimmelpilze auf, ist eine genaue Analyse erforderlich, um die Ursache dafür aufzuspüren und auszuschalten.

Wenn geklärt ist, ob letztlich eine Abdichtung gegen Bodenfeuchte, gegen nicht stauendes Wasser oder von außen drückendes Wasser eingesetzt werden soll, geht es an die Sanierung. Eine Abdichtung des 
Gebäudes kann sowohl von außen als auch von innen erfolgen.

Mechanische Verfahren

Eine absolut dichte Sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit wird mit mechanischen Verfahren wie dem Einbringen von Edelstahl oder dem Maueraustausch erzielt. Diese Sperren durchtrennen die feinen Kapillaren und stoppen dauerhaft den Wassertransport. 

Das HW-Edelstahlverfahren gegen feuchte Wände hat gegenüber anderen 
mechanischen Verfahren den großen Vorteil, dass das Mauertrennen und Abdichten in einem Arbeitsgang durchgeführt wird, ohne die Mauer zu öffnen.Es gibt verschiedene Möglichkeiten, aufsteigende Feuchtigkeit zu beseitigen. Das HW-Edelstahlverfahren hat gegenüber anderen mechanischen Verfahren den großen Vorteil, dass das Mauertrennen und Abdichten in einem Arbeitsgang durchgeführt wird, ohne die Mauer zu öffnen. Es ist die sicherste Methode, da während des Einbaus der Kraftfluss in der Mauer nie unterbrochen wird. Habböck & Weinzierl

Eine Innenabdichtung ist weniger arbeitsintensiv und unabhängig von den äußeren Gegebenheiten. Die Betriebe aus dem bundesweiten Sanierungsnetzwerk Getifix zum Beispiel nutzen Systemlösungen, die entwickelt wurden, um höchsten Feuchtigkeits- und Druckwasserbelastungen standzuhalten. Die Profis arbeiten mit Spezialsperren für die horizontale Abdichtung: Mit Hilfe eines hochwertigen Gels wird verhindert, dass Feuchtigkeit durch den Baukörper drückt und aufsteigt.

Sanierplatten gegen feuchte Wände

Auch Sanierputze kommen für die Instandsetzung von feuchte- und salzgeschädigten Wänden und Mauerwerk zum Einsatz. Bewährt haben sich darüber hinaus mehrkomponentige Plattensysteme aus Kalziumsilikat. Sie kompensieren die Feuchte- und Salzbelastung in den Wänden und im Mauerwerk noch umfassender und bannen zusätzlich die Kondensations- und Schimmelpilzgefahr.

Eine schnelle, effektive Lösung für feuchte Wände in Wohnräumen sind Sanierplatten. Foto: epr/RemmersEine schnelle, effektive Lösung für das Schimmelproblem in Wohnräumen sind die Sanierplatten. Sie punkten durch ihr geringes Gewicht sowie eine starke Saugfähigkeit und tragen effektiv zur Beseitigung von Feuchteschäden bei. epr/Remmers

Fakt ist, dass bei einer mangelhaften Außenabdichtung die erdberührten Bauteile unzureichend vor Wasserbelastung geschützt sind. Wer also den Aufwand nicht scheut: Am besten wird hier die Außenwand freigelegt und mit einem geeigneten System abgedichtet.

(aus der Zeitschrift Althaus modernisieren 12/1-2019)

 

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