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Atmende Wände

09.01.2011

Dächer und Wände stehen im ständigen Kontakt mit der Außenwelt und spielen eine entscheidende Rolle bei der Erhaltung eines gesunden Raumklimas.

Foto: <strong><a href="http://www.baubiologie.de" target="_blank">Institut für Baubiologie und Ökologie Neubeuern (IBN)</a></strong>Baubiologen vergleichen ein Haus häufig mit einem lebendigen Organismus, der nachhaltig, energieeffizient und aus natürlichen Materialien sein sollte.

Doch ganz gleich wie poröse der Wandaufbau auch sein mag: Die Luftdruckdifferenz zwischen der Außen- und Innenluft ist nie groß genug, als dass ein nennenswerter Luftaustausch durch die Außenwände befördert werden könnte. Eine Wand atmet nicht.

Dafür sollten Außenwände etwas viel Wichtigeres können, als zu atmen: Wasser nach Außen transportieren. Wände sollten stets so gestaltet sein, dass kein Tauwasser entsteht.

Baumaterialien, die Feuchtigkeit besonders gut abtransportieren können, bieten hierfür einen doppelten Schutz. Sie sorgen dafür, dass Wasser nicht in der Wand eingeschlossen wird.

Das funktioniert natürlich nur dann, wenn Tapete, Putz oder Farbe zu einem hohen Grad wasserdampfdurchlässig sind.

Viele natürliche Baumaterialien können große Mengen an Wasserdampf aufnehmen, z.B. Vollholz, Ziegelwände oder Gipsplatten. Auch nachträglich eingebaute Holzverschalungen oder ein Lehmputz wirken sich positiv aus.

Für den Wandanstrich eignen sich Silikat-, Kalk- oder Lehmfarben. Diese Materialien können auch Gerüche und Giftstoffe absorbieren und so zu einem gesunden Raumklima beitragen.

Mehr zu diesem Thema gibt es beim Institut für Baubiologie + Oekologie Neubeuern (IBN).

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