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10 elastische Bodenbeläge

04.09.2018

Elastische Bodenbeläge werden in immer unterschiedlicheren Erscheinungsformen angeboten. Das betrifft die Materialien, den Produktaufbau, die Formatvarianten wie auch die Verlegeweisen.

elastischer Bodenbelag.

Die Meister Design-Varianten life und pro bestehen bis hin zur Trägerplatte aus PVC-freiem Kunststoff. Beide sind wasserfest. Life wird geklickt und ist als 130-cm-Kurzdiele und Großfliese erhältlich, pro – nur als Diele – ist extradünn und wird vollflächig verklebt. Die 18 Dekore umfassen klassische Eiche-Nachbildungen ebenso wie trendige Vintage-Oberflächen. Foto: Meisterwerke

Mit der Zunahme an unterschiedlichen Lösungen für die Bodenbeläge wird der Markt immer unübersichtlicher. Ein klassischer elastischer Bodenbelag ist beispielsweise Linoleum. Auch dieses Produkt besteht aus einer Vielzahl von Ausgangsstoffen. Leinöl, Harze, Trockenstoffe, Holz- und Korkmehl, Kalksteinpulver, Weiß- und Buntpigmente sowie Jutegewebe sind die Rohstoffe für Linoleum. Am Ende eines ausgeklügelten Produktionsprozesses steht der klassische Bodenbelag, der durch Intarsien oder Friese individuell gestaltet werden kann. Bei den Bodenbelägen im privaten Bereich spielt Linoleum allerdings kaum mehr eine Rolle, allenfalls als Produkt Linoleum-Fertigparkett. Fast schon immer waren PVC-Böden ein günstigeres Konkurrenzprodukt, oft sogar mit Vorteilen in der Materialeigenschaft.

Neben den althergebrachten PVC-Böden gibt es bereits lange auch sogenannte CV-Beläge. Cushioned Vinyls sind geschäumte PVC-Produkte, meist mit strukturierter Oberfläche und „weichem“ Gehkomfort. Ein besonderes Produkt ist weiterhin der Kautschukbodenbelag. Allerdings sind diese Bodenbeläge heute kaum mehr aus Natur-, sondern aus Synthesekautschuk. Beliebt sind Korkböden – als Korkparkett (massive oder furnierte Fliesen) oder Korkfertigparkett (Kork auf Trägermaterial im Dielen- oder Fliesenformat). Allerdings weniger mit der natürlichen Kork­optik, sondern mehrheitlich bedruckt mit einer Dessinierung in Holz-, Naturstein, Fliesen- Fantasie- oder Betonoptik. 

Moderne Drucktechnik hat dazu geführt, dass man einem Boden kaum mehr ansehen kann, was sich unter der sichtbaren Oberfläche befindet. Dazu kommt das Problem, dass die Hersteller nicht nur permanent neue Materialzusammensetzungen und -aufbauten entwickeln. Sie erfinden ständig neue, teils nicht gerade aufschlussreiche Bezeichnungen für ihre Produkte. So handelt es sich bei den sogenannten Designbelägen meist einfach um mehrschichtige (Multylayer) PVC-Böden, bei LVT-Böden (Luxury Vinyl Tiles) um hochwertige Bodenfliesen aus PVC. Es werden inzwischen sogar „Vinylböden ohne Vinyl“ beworben!

Wer also wissen will, was er sich wirklich mit einem Boden ins Haus holt, sollte sich intensiv im Fachhandel erkundigen und neben den bunten Broschüren auch die technischen Merkblätter durchlesen.

(aus der Zeitschrift: Bauen & Renovieren 9-10/18)

Bildergalerie zu den Bodenbelägen

Bei Classen Greenvinyl handelt es sich um elastische, PVC-freie Vinylböden. Das Easy-Loc-System erlaubt ein kleberfreies Verlegen der 3,8 bzw. 4 Millimeter dicken Bodenelemente. Sie werden auf Basis eines umweltgerechten Polymergemisches hergestellt und tragen den Blauen Engel. Foto: Classen
Ein Korkboden im Landhausdielen-Look: Haro Corcett  Arteo XL, Eiche Duna strukturiert. Es sind noch weitere  Dekoroptiken der Elemente (195 mm x 1235 mm x 11 mm) zu haben. Verlegt wird schwimmend per Klick-Verbindung. Foto: Haro
Die in unterschiedlichen Größen erhältlichen Vinylplatten und -planken Senso Clic Premium von Gerflor gibt es in Holz- und Steinoptik. Der wasserfeste Belag wird mit dem Teppichmesser zugeschnitten. Wie beim Puzzle legt man die Einzelteile mittels „Fall Down"-System von oben ineinander. Ein Verkleben ist in der Regel nicht notwendig. Foto: Gerflor
Der wasserfeste Korkboden von Amorim – Wicanders hydrocork – kann in allen Räumen verlegt werden, auch in Feucht­räumen wie Küchen oder Badezimmer. Sieben Holzdekore im modernen Dielenmaß von 19,5 Zentimetern sind die neueste Erweiterung der Kollektion. Wie alle Wicanders-Bodenbeläge hat auch er durch die Mittellage aus Kork-Granulatgemisch einen angenehmen Geh- und Stehkomfort. Dank der Aufbauhöhe von sechs Millimeter (Nutzschicht 0,55 mm) ist er auch für Renovierungen geeignet. Foto: Amorim
Die wasserfesten Varianten der Meister Design-Böden sind laut Herstellerangaben für Badezimmer bestens geeignet, alle Varianten des neuen Bodenkonzeptes sind mit dem Blauen Engel ausgezeichnet und „Made in Germany".  Foto: Meisterwerke
Wie der Name sagt, werden die Elemente des LVT-Bodenbelages Loose-Lay Collection lose verlegt. Mit der von Selit entwickelten Project Floors-Verlegeunterlage bekommen sie Verbesserungen in Sachen Bodenhaftung und Trittschalldämmung. Foto: Project-floors
Hier ein Beispiel aus der Kategorie Expressive Floors von Moduleo. Der Vinylböden mit natürlichen Dessins verfügt über eine fühlbare Reliefbedruckung. Erhältlich als Dielen- und Fliesenformate. Foto: Moduleo
Expona Domestic ist ein heterogener (vielschichtig aufgebauter) PVC-Designboden. Hier ein ganz neues Design in Betonboden-Optik. Foto: Objectflor
Wineo 400 gibt es in drei Verlegevarianten: zum Kleben  (2 mm dick), zum Klicken (4,5 mm dick) und als Multi-Layer zum Klicken (9 mm dick) mit integrierter Dämmmatte zur Optimierung der Raumakustik. Foto: Wineo
Tilo Pro+ Klebesheets mit nur 1,5 - 2 Millimeter Aufbauhöhe zeichnen sich durch hundertprozentige Wasserfestigkeit aus. Sie können durch den Fachhandwerker vollflächig verklebt und bei richtiger Verarbeitung über bestehende Bodenbeläge gelegt werden. Foto: Tilo


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