renovieren.de Renovieren, Modernisieren, Sanieren
Newsletter

10 Tipps fürs Badezimmer

01.10.2018

Im beinah privatesten Raum des Hauses haben Funktionalität und Wohlfühlambiente gleichermaßen hohe Priorität. Damit für beides gesorgt ist, hier unsere 10 Must-haves fürs persönliche Badezimmer.

Eine Badewanne darf in einem Badezimmer nicht fehlen. Foto: Burgbad

Auch Farben und Materialien strukturieren einen Raum. Besonders für kleinere Bäder sollten helle Oberflächen gewählt werden, da diese den Raum optisch vergrößern. www.burgbad.de

1. Mass nehmen

Bei der Badezimmer-Gestaltung ist vorausschauende Planung besonders wichtig. Es sollte bedacht werden, wer das Bad künftig nutzt, ob es im Alltag mehreren Personen gleichzeitig Platz bieten muss, Wellness-Charakter haben oder bereits altengerecht gestaltet sein soll. Wichtig beim barrierefreien Bad ist vor allem die Größe: Hier ist ein Bewegungsradius von mindestens 1,20, besser 1,50 x 1,50 m vorzusehen. Um ein Bad angenehm gliedern zu können, sollte es nie zu schlauchförmig sein. Harmonische Grundrissproportionen folgen dem goldenen Schnitt, also grob dem Verhältnis 5:3. Mit Wandscheiben, Raumtrennern und Regalen können dann Funktionsbereiche eingeteilt werden.

2. Flexibel sein

Es muss keine großzügig angelegte und komfortabel ausgestattete Wellness-Oase sein, es reicht auch ein kleines Duschbad: Doch ein zweites Badezimmer ist als zusätzliche Ausweichmöglichkeit im stressigen Familienalltag Gold wert. Spätestens, wenn die Kinder im Schulalter sind und alle gleichzeitig das Haus verlassen, entspannt es den morgendlichen Trubel enorm – und trägt so zum Familienfrieden bei. Auch wenn Gäste, die z.B. über Nacht bleiben, dieses nutzen können, bietet das Zusatzbad für Bewohner wie Gäste mehr Privatsphäre.   

3. Wie neu geboren fühlen

Duschen sind echte Energietankstellen. Bodengleiche Ausführungen sind dabei schon fast Standard – und auf jeden Fall, da sie Stolperfallen vermeiden, vorzuziehen. Die bodengleiche Duschfläche lässt sich nahezu exakt auf die Fliesenfarbe im Badezimmer abstimmen, was den Raum durch den fließenden Übergang des Bodens noch ein bisschen größer wirken lässt. Dazu noch eine innovative Thermostatarmatur und die passende Duschbrause, aus der das Wasser wie Regen fällt und fertig ist die Relax-Oase. Eine ausgeklügelte Technologie verwandelt z.B. den Duschstrahl in Tausende Mikrotropfen, die den Körper samtweich umhüllen und den Spritzeffekt verringern – ein Vorteil gerade bei offenen Duschen.

4. Im Badezimmer abtauchen

Richtig gut abschalten und Geist und Seele zur Ruhe kommen lassen kann man auch während eines warmen Schaumbads. Tatsächlich hilft das Baden im warmen Wasser beim Abbau von Stresshormonen und fördert so Wohlbefinden und Gesundheit. Dabei gibt es Badewannen heute in unterschiedlichsten Materialien, Formen und Ausführungen: rund, oval, eckig, an die Wand gelehnt oder ins Podest eingelassen, mit farbigem Funktionsstoff überzogen oder aus filigranem Mineralwerkstoff. Wer von einem frei stehenden Modell träumt, braucht ein mindestens 12 Quadratmeter großes Bad, damit die Badewanne bequem Platz darin hat.

5. Erfrischen

Ob zum Zähne putzen, Hände oder Gesicht waschen: Der Waschtisch ist der meist genutzte Nassbereich im Badezimmer.

Waschbecken mit edler Armatur. Foto: Kermag

Rund, eckig, oval, als Aufsatz-, Einbau- und Unterbauvariante: Die „VariForm“-Waschtischkeramiken verfügen über einen schlanken Rand, ein softes Becken sowie über eine komfortable Tiefe. www.keramag.de

Daher gilt es neben Design, Form und Größe des Waschbeckens sich auch für eine favorisierte Einbauart, zum Beispiel als Aufsatz- oder Einbauwaschtisch, zu entscheiden. Bei den Wasserspendern liegen neben zeitlos eleganten Modellen auch extravagante Varianten in Roségold, Messing und gebürsteter Bronze im Trend. Hierzu harmonieren dunkler Stein, Marmor oder Beton.

6. Gestaltung zum geniessen

Individuelle, abgestimmte Wand- und Bodengestaltung verleiht dem Badezimmer Persönlichkeit und Charakter. Dabei sollte nicht nur die Optik ansprechen, sondern Materialien auch haptisch überzeugen. Außerdem sind bei der Materialwahl Wasserresistenz und Pflegeleichtigkeit obligatorisch. Während Holz eher warm wirkt, muten Glas und Metall kühler an. Wer sein Bad mit Farbe auffrischen möchte, kann z.B. gut mit der Dreiklang-Methode arbeiten und neben 60 Prozent Weiß, zwei zusätzliche Nuancen zu 30 und 10 Prozent einsetzen.

7. Anschauen...

... und verstauen. Mag er auf den ersten Blick auch etwas altmodisch scheinen, ein Spiegelschrank vereint so viele Vorzüge, dass er einfach immer im Trend liegt: Neben reichlich Stauraum für all die kleinen Dinge, die schnell zur Hand, aber auch dezent untergebracht sein sollen, schenkt er mit tadelloser Beleuchtung auch ein angenehmes Spiegelbild – für jede Tätigkeit, zu jeder Tageszeit. Wem das nicht genug ist, der setzt zusätzlich auf einen Kosmetikspiegel mit Mehrfachvergrößerung, LED-Technologie, vertikaler und horizontaler Ausrichtung. So kann das kosmetische Pflegeprogramm im Sitzen oder Stehen, auf jeden Fall ganz bequem im Badezimmer ausgeführt werden.

8. In Licht baden

Licht und Beleuchtung sind maßgeblich für Sicherheit, Komfort und Wohlbefinden. Wenn möglich sollte daher ausreichend Tageslicht ins Badezimmer scheinen. Neben der Grund- und Funktionsbeleuchtung sorgen dimmbare, akzentuierende und indirekte Beleuchtung für das gewünschte Wohlfühlambiente.

Gute Beleuchtung ist das A und O im Badezimmer. Bild: Keuco

Mit Ober-, Wand- und  Waschtischbeleuchtung setzt der Plan-LED-Lichtspiegel das Bad gekonnt in Szene. Der Rahmen aus silber-eloxiertem Aluminium bietet zudem eine praktische Ablage. Auf Wunsch schützt die Spiegelheizung vorm Beschlagen. www.keuco.de

Auch farbige Lichtakzente, z.B. als LED-Streifen an Badewanne oder Waschbecken, schaffen eine stimmungsvolle Atmosphäre. Dabei sind alle Lichtquellen einzeln oder auch gemeinsam schaltbar, Helligkeits- und Lichtfarbenregler ermöglichen vorprogrammiertes Licht je nach Bedarf, Tageszeit und Anwendungswunsch. 

9. Wohlfühlen im Wellness-Bad

Badezimmer sollen nicht nur funktional, sondern auch gemütlich sein. Um als Rückzugsräume mit wahrem Entschleunigungspotenzial aufwarten zu können, ziehen zunehmend auch Möbel und Accessoires wie Teppiche, Sessel und Kissen ins Badezimmer ein. Besonders praktisch, wenn das Mobiliar flexibel mehrere Funktionen erfüllt – z.B. als gleichzeitiger Bestandteil des Waschplatzes, als Raumteiler oder Stauraum. Letzterer trägt erhebliches Wohlfühlpotenzial. Denn ein ordentlicher Raum hilft beim Entspannen: Alles, was herumsteht, lenkt ab. Daher verschwinden Cremes, Fön und Bürsten am besten in einem dafür vorgesehenen Schrank.

10. Schön Entspannen

Wer ausreichend Platz hat, sogar Sauna, Pool oder Dampfbad vorzusehen, kann sich zu Hause einen richtigen privaten Spa-Bereich einrichten. Fürs Saunieren bietet es sich an, wenn ein Außenbereich – eine geschützte Terrasse oder Balkon – zum Abkühlen direkt zugänglich oder in der Nähe ist. Auch eine kleine Ruhezone in Form eines gemütlichen Sessels, einer Liege oder Bank, sei es im Badezimmer integriert, auf der Galerie oder im angrenzenden Schlafzimmer, ist empfehlenswert. Je nach Platz und Größe ist es selbstverständlich auch denkbar, dass der Wellnessbereich nach draußen, in den Garten erweitert wird.

(aus der Zeitschrift bauen. 8/9-2018)

Schlagwörter: 


anzeigen