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Widerstand gegen Einbrecher

15.01.2015

Wie eine aktuelle Untersuchung rund um das Haus zeigt, machen es viele Haus- und Wohnungsbesitzer den Tätern noch immer viel zu einfach. Dass sich der Blick auf die zentralen Einbruchs-Gefahrenpunkte lohnt, belegen viele Studien: Rund 50 Prozent der Einbrecher gelangen über die Terrassentür ins Haus. Platz 2 bilden die Fenster, die über 35 Prozent der 
Täter bevorzugen. Rund 
12 Prozent der Täter – und damit Platz 3 – wählen die Haustüre als Einstiegspunkt.

Was es für die Täter in der Praxis einfach macht:

Mechanische Aufschiebsicherungen sorgen dafür, dass Garagentore sich verriegeln und praktisch aufhebelsicher sind. Hörmann

Oftmals sind Fenster gekippt oder die Haustüre wurde nur unverschlossen zugezogen! „Ein wirksamer Einbruchschutz beginnt oftmals nicht mit mehr Schlössern, sondern zunächst einmal im Kopf“, erklärt Ulf Meyberg, Sicherheitsexperte bei Atral-Secal. Dass viele Risiken verhaltensbedingt verursacht werden, zeigt die „Hitliste“ der weiteren Gefahrenpunkte.

Was nützt die beste mechanische Absicherung der Haustüre, wenn Gartenmöbel auf der Terrasse gestapelt werden und dem Täter damit eine ideale Einstiegsmöglichkeit ins wenig gesicherte Obergeschoss bieten? So finden sich auf dem 4. Platz der Einbruchs-Gefahrenpunkte auch „mobile Kletterhilfen“ rund um das Haus. Hierzu zählen neben Gartenmöbeln auch leicht zugängliche Mülltonnen, Pflanzkübel und andere Gerätschaften. Den 5. Platz bilden „immobile“ Gefahrenpunkte in der unmittelbaren Nähe des Hauses. Was vielen Hausbesitzern nicht auffällt: Größere Bäume und Sichtschutzwände bilden für Einbrecher oftmals eine unsichtbare 
Leiter. Das gleiche gilt für Rankhilfen an Pergolas und Hauswänden.

Sicherheit beginnt folglich bei Fenstern und Fenstertüren:

Sie müssen stabil und belastbar sein. Wichtig sind die ordentliche Befestigung der Scheibe im Fensterflügel, hochwertige Beschläge und widerstandsfähige Schließeinrichtungen. „Dazu kommt die Montage des Fensters im Mauerwerk. Sie muss nach den gültigen Regeln der Technik erfolgen“, bekräftigt Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des Branchenverbandes Fenster + Fassade (VFF). Auf einige wesentliche Punkte sollten Bauherren oder Modernisierer achten: Wenn Fenster mit dem Rahmen verschraubte Schließbleche, aufhebelsichere Pilzkopfzapfen in mehreren Ecken und einen drehgehemmten Griff mit Aufbohrschutz besitzen, gelten sie als sicher. Wie sicher sie letztendlich sind, richtet sich dabei nach der Zugriffszeit und dem verwendeten Einbruchwerkzeug. 

Auch Haussteuerungssysteme mit Bewegungs-, Öffnungsmeldern und Überwachungskameras erhöhen die Sicherheit. Somfy

„Im Grundsatz geht es um die Zeit: Je länger der Einbrecher braucht, umso größer ist das Risiko, entdeckt zu werden. Er wendet sich dann lieber einem Objekt zu, in das er leichter eindringen kann“, erklärt Tschorn. Wer mehr Sicherheit wünscht und Werte zu schützen hat, sollte sich nach der sogenannten Resistance Class richten (früher WK für Widerstandsklasse). Für den Privatgebrauch würden sich dann Fenster und Fenstertüren mindestens der Resistance Class 2 – kurz RC2 – anbieten. 

Wem dies noch nicht genügt, kann höhere Sicherheitsklassen wählen oder sollte auf zusätzliche elektronische Helfer zurückgreifen: Dazu zählt die Einbindung in ein modernes Alarmanlagensystem, das sowohl die Gewaltanwendung von außen, als auch versehentlich offen gelassene Fenster und Fenstertüren meldet. Auch die Haustür sollte beim Thema Sicherheit nicht außer Acht gelassen werden. Hier helfen stabile Materialien, aufbohrsichere Schlösser und massive Sicherheitsverriegelungen sowie verdeckt liegende Drehbänder und automatisch verriegelnde Mehrfachschlösser.

Ergänzung zur mechanischen Absicherung:

Als Ergänzung zur mechanischen Absicherung von Türen und Fenstern, bieten Einbruchmeldeanlagen den bestmöglichen Schutz. Dank Funkalarmtechnik muss es gar nicht so weit kommen. Je nach Bedarf kann die Alarmierung über eine Sirene und/oder einen stillen Alarm erfolgen – beispielsweise um einen Wachdienst zu rufen.

Wenn es um eine einfache Nachrüstung geht, sind Funkalarmanlagen eine gute Wahl. Durch die kabellose Funktechnik erfolgt die Montage schnell und ohne  viel Schmutz. Und sogar 
eine Erweiterung sowie 
Demontage und Mitnahme der Technik ist – beispielsweise bei einem Umbau oder Umzug – problemlos möglich. So sind Sie und Ihr Haus gut geschützt.

Sicherheitstipps

- Keine Experimente: Türen immer abschließen, einfaches Zuziehen 
reicht nicht.
- In Sicherheitstechnik investieren, beispielsweise in spezielle Schlösser für Fenster und Türen.
- Außenbereiche bei Dunkelheit beleuchten, Leuchten mit Bewegungsmeldern installieren.

- Anwesenheit signalisieren: Rollläden tagsüber hochziehen und nachts schließen.

- Bei Abwesenheit vorsorgen: Den Briefkasten leeren lassen, Licht und Rollläden durch Zeitschaltuhren steuern.

- Geprüfte und zertifizierte Alarmanlagen bieten zusätzliche Sicherheit.