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Veranda oder Terrasse anbauen: Tipps und Informationen

13.01.2016

Der nachträgliche Anbau einer Terrasse oder Veranda mit oder ohne Balkon bedeutet für Hausbesitzer die Aufwertung ihrer Immobilie. Überdachte Terrassen und Veranden erweitern den Wohnraum, bieten Schutz vor Witterungseinflüssen und geben einem Haus eine ganz persönliche Note. Sie lassen sich mit ausgewählten Möbeln wohnlich einrichten und verschaffen eine ganz neue Wohnqualität.

Eine Veranda vor dem Haus sorgt für einen gemütlichen Eindruck und schütz gleichzeitig vor Einblicken. (Foto: pixabay.com © ErikaWittlieb (CC0 Public Domain))

Bauherren, die über den Anbau einer Terrasse oder Veranda nachdenken, müssen einiges beachten. Es gibt einige konstruktionsbezogene Voraussetzungen, die zu erfüllen sind und auch baurechtliche Vorschriften fordern Berücksichtigung. Welche Unterschiede bestehen zwischen Terrassen, Veranden und Dachterrassen? Welche unterschiedlichen Bodenbeläge sind geeignet und in welcher Form lassen sich Terrassenüberdachung realisieren? Der vorliegende Ratgeber beantwortet die meistgestellten Fragen zum Thema Anbau einer Terrasse oder Veranda in den nachfolgenden FAQs.

1. Ist der nachträgliche Anbau von Veranda oder Terrasse genehmigungspflichtig?

Der erste Weg geht für Bauherren zum örtlichen Bauamt bzw. zur örtlich zuständigen Bauaufsichtsbehörde. Das ist die sicherste Möglichkeit, um verbindlich alle Informationen zu erhalten, die für eine ggf. einzuholende Genehmigung erforderlich sind. Diese Punkte spielen bei dem Bauvorhaben eine Rolle:

  • Denkmalschutz
  • Veränderungsschutz
  • Nachbarschutz bzw. Abstandsflächen
  • Größe des Anbaus
  • Lage der Immobilie (Innenbereich oder Außenbereich des Bebauungsplans)

Die Vorschriften variieren in Abhängigkeit vom Bundesland. Während beispielsweise das Andübeln einer Holzveranda in dem einen Bundesland genehmigungspflichtig ist, braucht es im anderen Bundesland hierzu keine Genehmigung. Deshalb gilt generell: Erst beim zuständigen Bauamt nachfragen, dann in die Planung einsteigen.

2. Welcher Anbau passt zur Immobilie?

Welcher Anbau optisch am besten zur Bestandsimmobilie passt, hängt von der individuellen Situation ab. Ob Pultdach oder Flachdach – der Anbau sollte im Idealfall farblich und vom Material her zum vorhandenen Haus passen. Ob mit Holz oder Metall angebaut wird, spielt nicht nur optisch eine Rolle. Auch die Aspekte Pflege und Haltbarkeit sind Argumente, sich für oder gegen ein Material zu entscheiden. Wer auf Nummer sicher geht, sollte einen Planer einschalten und sich aussagekräftige Unterlagen herstellen lässt. Die Datenbank eingetragener Architekten und Bauingenieure hilft dabei, einen Planer in der Nähe zu finden.

3. Wie unterscheiden sich Terrasse, Veranda und Dachterrasse voneinander?

Eine Terrasse ist eine meist ebenerdig befestigte Fläche, die in vielen Fällen mit direktem optischem Anschluss ans Haus gebaut ist. Bautechnisch jedoch ist sie mit der Immobilien nicht verbunden, außerdem ist sie nicht überdacht. Wird einer Terrasse mit einer Brüstung oder Mauer eingefasst und mit einem Dach versehen, sprechen Fachleute von einer Veranda. Eine Dachterrasse hingegen liegt auf dem Dach einer Immobilie.

Eine doppelstöckige Veranda erweitert den Wohnraum und hält Witterungseinflüsse ab. (Foto: pixabay.com © JamesDeMers (CC0 Public Domain))

4. Was ist beim Anbau einer doppelstöckigen Veranda zu bedenken?

Eine zweistöckige Veranda wird vor eine Fassade gestellt und muss aus Stabilitätsgründen nicht in jedem Fall zwingend fest mit dem Bauwerk verbunden sein. Wichtig ist, dass die Konstruktion statisch geprüft ist. Außerdem verändert sie den optischen Eindruck der Immobilie. Eine stimmige Gestaltung und Farbwahl ist deshalb sehr wichtig. Weisen Fassaden der Bestandsimmobilie Verfärbungen auf, sollten Sie vorher gereinigt und gegebenenfalls neu gestrichen werden. Damit können Bauherren sicherstellen, dass der Anbau farblich zu 100 % harmoniert. Bei schwer zugänglichen Gebäudeteilen helfen Industriekletterer für gerüstlose Höhenarbeiten. Hier geht es zur Homepage für gerüstlose Höhenarbeiten, die darüber informiert, wie die Fassadenreinigung ohne Gerüst und ohne Einsatz schwerer Maschinen in der Praxis funktioniert.

5. Aus welchem Material sollten Terrassenüberdachungen sein?

Die Auswahl der Materialien für die Überdachung ist breit. Geeignet sind Holz, Aluminium, Kunststoff und Stahl. Besonders Stilvoll wird eine Terrassenüberdachung mit einer Kombination der genannten Materialien und Glas. Allerdings sind die Kosten dafür vergleichsweise höher.

6. Worauf ist beim Herstellen des Terrassenbodens zu achten?

Ein Terrassenboden muss technisch ohne Mängel hergestellt werden, nur dann kann er den Zweck zufriedenstellend erfüllen. Fatal ist, wenn die Terrasse durch falsches Verdichten absackt oder durch das Verwenden von zu kalkhaltigem Beton durch unschöne Kalkausblühungen in Mitleidenschaft gezogen wird. Insbesondere, wenn geplant ist, später eine Überdachung zu ergänzen, müssen die Fundamente einwandfrei sein. Denn wenn ein Terrassenboden absackt, zerstört das nicht nur optisch den besten Eindruck, den teure Bodenbeläge machen, sondern die Sicherheit der Überdachung ist damit nicht mehr gegeben. Im schlimmsten Fall muss die Überdachung komplett abgerissen oder saniert werden.

7. Welche Materialien sind für Terrassen geeignet?

Wenn die Unterkonstruktion der Terrasse bautechnisch einwandfrei ist, kann der Belag ganz dem individuellen Geschmack folgen. Der wesentlichste Faktor ist die Wetterfestigkeit, die ein Fußbodenbelag auf der Terrasse erfüllen muss. Doch erlaubt ist, was gefällt. Hierzu zählen Fliesen, Naturstein, Klinker, Betonstein und Holz. Gerade Terrassenböden mit Holz können extrem hochwertig, raffiniert und modern aussehen.

8. Was ist zum Thema Strom auf Terrassen und Veranden zu beachten?

Eine offene Veranda und eine nicht überdachte Terrasse gehören zum Außenbereich. Entsprechend geschützt müssen die elektrischen Einrichtungen sein. Technisch betrachtet handelt es sich um ein Feuchtraum (ähnlich wie ein Bad), deshalb gelten bei der Elektroinstallation besondere Anforderungen. Diese sind in der DIN VDE 0100 Teil 701 beschrieben und hier nachzulesen. Im Zweifel sollten Bauherren einen versierten Elektrotechniker hinzuziehen.

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