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Schutz vor Einbrechern

14.01.2014

Die Zahlen sind alarmierend. 2012 wurden in Deutschland rund 144 000 Einbrüche in Wohnungen und Häuser begangen – und damit 12 000 mehr als noch im Jahr davor.

Das Wendeschlüsselsystem "ixSaturn" bietet eine hohe Einbruchsicherheit. Die gehärteten Stahlstifte im Innern, das einteilige Zylindergehäuse und der Zylinderkern aus massivem Messing verhindern das Aufbohren des Schlosses und gewährleisten hohen Schlagschutz. Dom SicherheitstechnikWer sich als Haus- oder Wohnungsbesitzer schützt, verringert die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs. Dennoch gehen deutsche Haus- und Wohnungsbesitzer eher sorglos mit diesem Thema um. Eine repräsentative GfK-Umfrage im Auftrag der Firma Dom Sicherheitstechnik zeigt, dass nur 23,3 Prozent aller Befragten in den vergangenen drei Jahren in Präventivmaßnahmen investiert haben, obwohl diese Wirkung zeigen. „Dass man sich effektiv vor Einbrüchen schützen kann, beweisen die Fälle, in denen der Einbruch im Versuchsstadium stecken blieb. Das waren 2011 immerhin 38,5 Prozent aller erfassten Fälle“, betont Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade.   

Die Gefahr lauert fast überall am Haus: Ist die Hauseingangs- oder Kellertür schlecht einsehbar oder liegt die leicht aufzuhebelnde und oft mit einfachsten Beschlägen und Schließeinrichtungen ausgestattete Balkon- oder Terrassentüre von der Gartenhecke oder einem Sichtschutzzaun verdeckt, wirkt das auf Einbrecher wie eine persönliche Einladung. 

In fast 50 Prozent der Fälle verschaffen sich Einbrecher durch das Aufbrechen einer Fenstertür Zugang zu einer Immobilie, Fenster machen 32 Prozent aus und bei Hauseingangstüren sind es 12 Prozent. Wer sich schützen möchte, muss folglich bei diesen Bauelementen ansetzen. 

Einbrecher haben vor allem im Winter Hochkonjunktur, wenn es spät hell und früh dunkel wird. Lärm und Zeit sind die beiden Faktoren, die Einbrecher auffliegen lassen. Sie hoffen darauf, schnell und unauffällig in ein Haus oder eine Wohnung eindringen zu können.

Je mehr Zeit sie für das Aufbrechen von Türen oder Fenstern benötigen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie den Versuch abbrechen, weil sie befürchten, irgendwann entdeckt zu werden. Hier greifen die Schutzmaßnahmen. Mechanische Sicherungen verlangsamen den Einbruch oder bewirken, dass während des Vorgangs Lärm entsteht. Elektronische Sicherungen und Alarmanlagen melden Einbrüche und vertreiben Täter über sehr laute akustische Signale. 

Zur Orientierung des Verbrauchers gibt es bei mechanischen Sicherungssystemen Widerstandsklassen, kurz RC (Resistance Class) genannt. Je höher die Klasse, desto höher der Einbruchschutz. Beispiel: Bauteile der Klasse RC 1 weisen nur einen sehr geringen Schutz auf. In der höchsten Widerstandsklasse RC 6 bietet ein Bauteil hingegen eine Widerstandszeit von 20 Minuten. Da haben selbst „fachlich versierte“ Langfinger Schwierigkeiten, schnell und ungestört in eine Wohnung einzudringen.
Funk-Infrarot-Bewegungsmelder für den Außenbereich bieten einbruchsicherheit. Innovative Technik unterscheidet zwischen Nachbars Katze und Einbrecher und vermeidet so Fehlalarm. Daitem
Beim Kauf sollte auf diese Kriterien geachtet werden. Denn das beste Fenster nützt gegen Einbrecher wenig, wenn es keinen stabilen Fensterflügel und keinen belastbaren Fensterrahmen besitzt. Dazu kommen die passende Befestigung der Scheibe im Flügel, widerstandsfähige Beschläge und Schließeinrichtungen. Einen guten Schutz vor Aufhebelungsversuchen bieten Pilzkopfzapfen. Diese sind rund um den Fensterflügel angeordnet und verkrallen sich beim Verschließen dank ihrer pilzartigen Form mit stabilen Schließblechen, die zusätzlich mit dem Rahmen verschraubt sind.
 
Zusätzlich bietet sich bei entsprechender Gefährdungslage der Einsatz von einbruchhemmender Verglasung an. Solche Fenster besitzen angriffhemmendes Glas, das nur schwer zu durchdringen ist. Ein drehgehemmter Griff mit Aufbohrschutz rundet die Sicherheitsmechanik ab. Noch wirkungsvoller ist die Verknüpfung der Fenster und Türen mit einer modernen Alarmanlage. Sie meldet sofort, wenn jemand versucht, ein Fenster aufzuhebeln oder einzuschlagen. Es gibt inzwischen auch abschließbare Fenstergriffe mit Alarmfunktion, die Übeltäter durch ein akustisches Signal in die Flucht schlagen. 

Ähnliche Probleme wie bei alten Fenstern gibt es auch bei Haus- oder Terrassentüren. Sie bieten Einbrechern nur wenig Widerstand und sind leicht zu öffnen. Moderne Türen mit einbruchhemmenden Eigenschaften warten hingegen mit stabilen Materialien, aufbohrsicheren Schlössern und massiven Sicherheitsverriegelungen auf. Dazu kommen verdeckt liegende Drehbänder und automatisch verriegelnde Mehrfachschlösser. 

Für noch mehr Sicherheit sorgen elektronische Helfer. So gibt es auch Zutrittskontrollen mittels Fingerprint-System, bei dem der zuvor gespeicherte Fingerabdruck den Schlüssel ersetzt. Mit einer zusätzlichen Audio- und Videoüberwachung wird außerdem ein unvorsichtiges Türöffnen verhindert. Bewegungsmelder im Garten können auch helfen, Einbrecher abzuschrecken. 

Fazit: Haus- und Wohnungsbesitzer sind Einbrechern also nicht unbedingt schutzlos ausgeliefert, wenn sie präventive Schutzmaßnahmen ergreifen.