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Moderner Sonnenschutz

03.05.2019

Die Hitzewelle im Sommer 2018 hat deutlich gemacht: Sonnenschutz ist Pflicht und nicht Kür. Schützen Sie Ihr Zuhause vor allzu starker Hitze mit Rollos, Plissees, Markisen und Jalousien.

Sonnenschutz ist Pflicht. Foto: Warema
Die Pergola-Markise "Perea P70" eignet sich für großflächige Terrassen. Foto: Warema

Außen liegender Sonnenschutz

Erste Anlaufstelle in Sachen Sonnenschutz ist das Fachhandwerk.  Die Profis unterscheiden zwischen außen und innen liegenden Sonnenschutzprodukten. Das Beste ist, wenn Sonnenstrahlen gar nicht erst auf Fenster, große Glasflächen oder Terrassen treffen. Dies verhindert außen liegender Sonnenschutz. Er schafft eine wirksame Barriere gegen die Hitze. Zu dieser Produktgruppe gehören zum Beispiel Außenjalousien, Fensterläden, Rollladen, Lamellendächer, Sonnensegel sowie senkrechte und horizontale Markisen. Außen liegende Sonnenschutzprodukte haben auch dekorative Wirkung. Speziell bei Markisenstoffen sind es Hunderte von Farben, Mustern und Stoffqualitäten, die das Erscheinungsbild einer Immobilie beeinflussen.

Ebenfalls Abhilfe versprechen Sonnenschutzverglasungen. Sonnenlicht besteht ungefähr zur Hälfte aus Infrarotwärmestrahlung, das es abzuwehren gilt. Hersteller rüsten deshalb ihr Sonnenschutzglas mit einer hauchdünnen metallischen Schicht aus Silber oder Chrom aus, die das warme Infrarotlicht reflektiert, damit es erst gar nicht in den Wohnraum eindringt.

Innen liegende Horizontal-Jalousien leisten einen wichtigen Beitrag zum Sonnenschutz. Foto MHz
Innen liegende Horizontal-Jalousien leisten einen wichtigen Beitrag zum Sonnenschutz. Foto: MHZ

Innen liegender Sonnenschutz

Die zweite Möglichkeit, der Hitze eine Barriere zu setzen, ist innenliegender Sonnenschutz. Zu dieser Produktgruppe gehören beispielsweise Wabenplissees, Rollos, Doppelrollos, Innenjalousien sowie Flächen- und Lamellenvorhänge. Sie bieten nicht nur Sonnen- und Blendschutz, sondern schirmen das eigene Heim auch von neugierigen Blicken der Nachbarn und Passanten ab. Diese Alleskönner haben ebenfalls eine sehr dekorative Funktion, und werden damit zu einem Element der Raumgestaltung.

Wabenplissee, Rollo & Co. prägen mit unterschiedlichen Farben, Formen und Dessins das Interieur. So ist es durchaus möglich und lohnenswert die Farben von Tapeten, Bodenbelägen, Möbeln und Rollos aufeinander abzustimmen, damit die Raumgestaltung ein harmonisches Ganzes ergibt. Darüber hinaus kreieren unterschiedliche Transparenzen in Stoffen, wie sie bei Doppelrollos vorkommen, schöne Licht- und Schattenspiele im Raum.

Darüber hinaus sollte eine weitere positive Wirkung von Sonnenschutzprodukten nicht unterschätzt werden: Heruntergelassene Rollladen reduzieren im Winter ebenso den Wärmeverlust am Fenster, wie zum Beispiel Plissees, die aufgrund ihrer Wabenstruktur wärme- und auch schalldämmende Wirkung haben.

Digitale Steuerung von Sonnenschutz und Beleuchtung

Da die Digitalisierung viele Lebensbereiche verändert, bleibt auch der häusliche Sonnenschutz von dieser Entwicklung nicht unberührt. Schließlich soll die Bedienung der Produkte für den Nutzer komfortabel und sicher sein.
 
So lassen sich inzwischen Rollladen, Jalousien und Markisen technisch problemlos in ein Hausautomationssystem einbinden. Der Nutzer kann diese per Handy oder Tablet auch von unterwegs aus steuern. Die Bedienung per Sprachbefehl gehört ebenfalls zum Repertoire der Hersteller. Dies hat sicherheitsrelevante Bedeutung, denn durch die digitale Steuerung von Beleuchtung und Sonnenschutz kann die Anwesenheit der Bewohner simuliert werden. Dadurch lassen Einbrecher unter Umständen davon ab, sich dem Objekt zu nähern.

Moderner Sonnenschutz hält folglich nicht nur Hitze und unerwünschte Blicke von Nachbarn in Schach. Er leistet überdies einen dekorativen Beitrag zur Wohnraum- und Fassadengestaltung. Und außerdem kann er durch die Nutzung digitaler Steuerungstechnik auch Einbrecher abschrecken helfen. Wer Beratung und Showrooms sucht, findet diese bei den Meisterbetrieben des Rollladenbauer- und Raumausstatterhandwerks.      

(aus der Zeitschrift Althaus modernisieren 4/5-2019