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7 Tipps für Sicherheit am Fenster

24.04.2017

Die Vorkehrungen zur Sicherheit vor Einbrüchen in einem Fenster bestehen

gewöhnlich aus einer Reihe technischer Lösungen, die sich gegenseitig

ergänzen. Wir haben einige Tipps für Sie, die Ihnen sicher helfen
werden.

Die Basis des Widerstands

Die Vorkehrungen zur Einbruchsicherung in einem Fenster bestehen 
gewöhnlich aus einer Reihe technischer Lösungen, die sich gegenseitig 
ergänzen. Beim System „Quadro Safe“ sind es gleich vier Komponenten: Ein 
abschließbarer Fenstergriff verhindert, dass sich der Öffnungsmechanismus durch Schläge auf den Schließzapfen umkehrt und sich das Fenster so
entriegeln lässt. Der unsichtbar auf der Außenseite angebrachte Anbohrschutz schützt das Getriebe zusätzlich gegen Aufbohren. Hinzu kommen 
gegenläufig arbeitende Pilzkopf-Sicherheitsschließzapfen, die rundherum 
im Rahmen verbaut dessen Aufhebeln unterbinden, indem sie sich ineinander verhaken. Im Zusammenspiel mit mehrfach verschraubten Sicherheitsschließstücken bieten sie besonders effektiven Schutz. Nach ähnlichem Muster 
lassen sich auch Dachfenster gegen typische Vorgehensweisen von Dieben
sicher machen. Wer auf Nummer sicher gehen will, dem steht mit mechanischen Sicherheitsausrüstungen eine durchaus bezahlbare Technologie zur Verfügung. Die Mehrkosten pro Fenster der Roto-Lösung liegen nach Herstellerangaben bei unter 100 Euro. Ob sich die Anschaffung am Ende auszahlt, steht und fällt mit der fachgerechten Montage. Deshalb wurde unter www.quadro-safe.com eine spezielle, nach Postleitzahlen geordnete Online-Profisuche eingerichtet. Zum Service gehört außerdem der 8-seitige „Ratgeber Einbruchschutz“.

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Fenstersicherheit. Foto: Roto Frank

Foto: Roto Frank

Teleskopierbares Gitter für Keller- und Erdgeschossfenster

Neu auf den Markt ist ein Fenstergitter, das dem Prinzip der Teleskopleiter folgt und somit perfekt auf die Breite des zu schützenden Fensters angepasst werden kann. Um natürlichen Witterungseinflüssen standhalten zu können, wird das Fenstergitter dickschichtpassiviert – ein bewährtes Verfahren der Oberflächenveredelung aus der Kfz-Produktion. Das stufenlos einstellbare Fenstergitter ist in fünf verschiedenen Ausführungen erhältlich. Zur Verfügung steht der Fensterschutz in der Länge 500 - 650 Millimeter mit einer Höhe von 300 und 450 Millimeter sowie für größere Fenster in der Ausführung 700 - 1050 Millimeter mit einer Höhe von 300, 450 und 600 Millimeter.

Fenstersicherheit. Foto: Abus

Foto: Abus

Mechanische Nachrüstprodukte

Bei Fenstern und Türen lässt sich Sicherheitstechnik auch nachrüsten. Zum Beispiel mit Bandseitensicherungen an der Bandseite, Kippstoppsicherungen oder mit zusätzlichen Schlössern. Neu ist eine Drei-Punkt-Stangenverriegelung. Durch die Betätigung des Fenstergriffes rastet das Stangenschloss in die obere und untere Verankerung ein. Zusätzlichen Schutz bietet der im Schlosskasten integrierte massive Sicherheitsriegel, der sich in den auf dem Rahmen montierten Schließkasten verkrallt. So sind Fenster und Terrassentüren auf der Schließseite dreifach gesichert und stellen jedem gewaltsamen Hebelversuch einen erhöhten mechanischen Schutz entgegen. Der abschließbare Zylinder im Fenstergriff sorgt für zusätzliche Sicherheit bei Glasbruch und dient gleichermaßen als Kindersicherung.

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Fenstersicherheit. Foto: Abus

Foto: Abus

Bewegungsmelder mit Tierimmun-Funktion

Mit dem Daitem Funk-Außen-Infrarot-Bewegungsmelder SH148AX können Garten- und Hofflächen rund um Haus oder Wohnung abgesichert werden. Aufgrund der Infrarot-Technologie sind Fehlalarme passé. Der neue Melder erkennt Störfaktoren, wie Klein- und Haustiere oder fallende Blätter und blendet diese effizient aus. Potenzielle Einbrecher werden jedoch sicher erkannt. Dabei gilt: Je früher Einbrecher im Vorfeld erkannt werden, desto geringer ist in der Regel der Schaden, den sie anrichten! Beispielsweise lassen sich so Fensterfronten und Freiflächen wie Terrassen und Gärten schnell und zuverlässig absichern. Der individuelle Überwachungsbereich des Melders deckt einen Radius von bis zu 190 Grad ab. Je nach Streuwinkel variiert die Melder-Reichweite zwischen drei und achteinhalb Meter.

Fenstersicherheit. Foto: Daitem

Foto: Daitem

Geschlossen sicher lüften

Frische Luft ist wichtig, ob für Gesundheit, Konzentration oder Wohlbefinden. Doch wird nicht ausreichend oder gar nicht gelüftet, kann feuchte und verbrauchte Luft nicht entweichen und somit auch zu Schimmel im Gebäude führen. Hier kann Technik helfen und vorbeugen. Beim System Geneo InoVent des Anbieters Rehau etwa ist das Lüftungssystem in den Fensterrahmen integriert, was durch den Verzicht auf die Stahlarmierung und  die hohe Stabilität des Fensterprofilsystems möglich ist. Das Konzept ist auch für den Renovierungsfall interessant, denn es fallen keine zusätzlichen Stemm- oder Bohrarbeiten an. Im Kern besteht das System aus zwei Lüfterpaaren, die jeweils seitlich im Rahmen sitzen. Während auf jeder Seite ein Lüfter die verbrauchte  Innenluft ansaugt und nach außen abführt, befördert der andere frische Außenluft in den Wohnraum. Der Luftstrom ist in vier Leistungsstufen  regulierbar. Ein integrierter Wärmetauscher sorgt für die Wärmerückgewinnung. Durch die Lüftung müssen also  keinerlei Abstriche gemacht werden. Das gilt auch für  Einbruchhemmung und Schallschutz: Optional können diese Fenster auch mit der Widerstandsklasse RC2 und einem Schallschutz bis 43 dB ausgestattet werden – für einen erholsamen Schlaf und nachhaltige Sicherheit.

Lichtdurchflutete Wohnräume und ein uneingeschränkter Panoramablick in die Umgebung stehen auf der Beliebtheitsskala moderner Bauherren ganz oben. Erfüllen lassen sich diese zeitgemäßen Wünsche mit Synego Hebeschiebetüren von Rehau. Ihr schwellenloser Übergang zum Garten oder Terrasse lassen Innen- und Außenräume miteinander verschmelzen und holen die Natur ins Haus. Die gläsernen Bauelemente erfüllen neben dem Wohlfühlambiente höchste Standards bei Energieeffizienz, Schallschutz, Bedienkomfort, Fensterdesign und Einbruchschutz. 

Fensterlüftung. Foto: Rehau

Foto: Rehau

Aluminium-Rollläden bieten Sicherheit vor Eindringlingen

Neben ihrer Robustheit punkten Alu-Rollläden mit einem attraktiven Look und dem umfassenden Schutz bei Wind und Wetter. Die Lamellen sind mit eloxierter oder farb­beschichteter Oberfläche in allen RAL-Farben oder auf Wunsch in Sonderfarben erhältlich – passend zum persönlichen Wohnstil. Wichtig ist es, beim Neubau ebenso wie bei der Nachrüstung auf die CE-Kennzeichnung zu achten. Damit weiß der Hausbesitzer, dass der Wetter- und Blickschutz am Fenster alle aktuellen europäischen Sicherheitsnormen erfüllt. Noch ein Tipp: Weiter erhöhen lässt sich die Schutzfunktion mit einem Motorantrieb. Dieser wirkt dem Hochschieben der Rollläden zusätzlich entgegen. Weitere Informationen >>

Fenstersicherheit. Foto: Schanz

Foto: Schanz

Schutz gegen die Fensterbohrmethode

Dass der Fenstergriff eine Schwachstelle ist, weiß der Schweizer Architekt August Scherrer, seit er für einen Kunden ein rundum sicheres Haus realisieren wollte. Obwohl der Sicherheitsspezialist dafür alle gängigen Einbruchschutzmaßnahmen verwendete, wurden die Bewohner kurze Zeit später von einem sogenannten Fensterbohrer heimgesucht. Aufgrund des Ereignisses entschied er, gegen die dreiste Methode eine Lösung zu finden und entwickelte den Bohr­blocker – eine widerstandsfähige Metallplatte, die verhindert, das Holz-, Holzmetall- und Kunststofffenster aufgebohrt werden können.

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Der Bohrblocker besteht aus Manganstahl, wie er auch für den Tresorbau, Gefängnisgitter oder schusssichere Panzerungen verwendet wird. Im Gegensatz zu Schlössern oder Alarmanlagen ist er ein äußerst einfacher Schutz und hat den grossen Vorteil – wenn einmal montiert – dass er nicht jedes Mal neu aktiviert werden muss. Bei Neu- und Umbauten empfiehlt sich der Bohrblocker Classic, der entsprechend den Modellen des Fensterbauers dezent seitlich in den Fensterflügel eingefräst wird. Der Bohrblocker Rapid zum Nachrüsten von Fenstern und Balkontüren kann in wenigen Minuten von den Bewohnern selbst montiert werden.

Fenstersicherheit. Foto: Bohrblocker

Foto: Bohrblocker

(aus der Zeitschrift Bauen & Renovieren 5/6-2017)