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Bestandshaus mit neuem Dachdämmsystem saniert

08.11.2017

Unweit von Stuttgart wurde ein Bestandshaus mit einem neuen Dachdämmsystem saniert. Das System Ökonomic spricht vor allem Bauherren an, die anlässlich einer ohnehin anstehenden Dachsanierung auch die Dämmung erneuern oder eine ungenügende Dämmung ergänzen möchten.

Haus Dämmung

Durch die Sanierung hat sich der U-Wert des Dachs von geschätzten 0,8 W/(m2K) auf 0,18 W/(m2K) verbessert. Foto: Puren

Das Wohnhaus war ungedämmt und der Mieter hat bereits in Teilen des Daches in Eigeninitiative eine Zwischensparrendämmung verlegt. Als jetzt die Sanierung der Dachdeckung anstand, musste der Hauseigentümer, entsprechend der Vorschriften der EnEV (wenn mehr als 20 Prozent eines Bauteils saniert werden) auch die Wärmedämmung des gesamten Dachs sicherstellen. Früher waren solche Sanierungsarbeiten oft mit einem radikalen Eingriff in das bewohnte Dachgeschoss verbunden. Die alten Lösungen forderten den Einbau von innenliegenden Dampfbremsen. Dabei musste oft die innere Wandbekleidung aus Gipsplatten oder Holzvertäfelungen herausgerissen werden. Dies ist heute alles nicht mehr nötig. 

Das neue Dämmsystem Ökonomic berücksichtigt die Unzulänglichkeiten alter Häuser und stellt sicher, dass ein ungedämmter, teilweise gedämmter oder ohne Dampfbremse ausgeführter Dachaufbau mit geringem Aufwand fachgerecht saniert und gedämmt werden kann. Zentrale Innovation der Dämmlösung ist neben dem Dämmelement aus Polyurethan die feuchteaktive Sanierungsdampfbremse, die von oben glatt über die Sparren gespannt wird.

 

Alles baut sich von außen auf

Im ersten Schritt wurde die Dachdeckung abgenommen, die Dachflächen gereinigt und die wichtigen Anschlussbereiche an Giebelmauerwerk und Drempel für den luftdichten Abschluss der Sanierungsdampfbremse vorbereitet. Die Anschlussflächen mussten für eine dauerhafte Verklebung tragfähig, glatt und am besten grundiert sein. Nach dem Verfüllen der noch ungedämmten Sparrenzwischenräume mit 12 Zentimeter Mineralwolle wurde die Sanierungsdampfbremse mit der Bezeichnung Hygrotop verlegt und Bahn für Bahn untereinander mit den integrierten Klebestreifen verklebt. An Ortgang- und Traufmauerwerksflächen wurden diese Bahnen auf den vorbereiteten und grundierten Mauern mit einem Spezialkleber dauerhaft luftdicht angeschlossen. Darauf verlegten die Handwerker abschließend vollflächig und unterbrechungsfrei die 
60 Millimeter dünnen Dämmplatten. 

Die PU-Dämmelemente bieten trotz ihrer schlanken Konstruktion mit einem Lambda-Wert von 0,028 W/mK einen hervorragenden Wärmeschutz und sichern für die gesamte Konstruktion des Dachs, inklusive der Zwischensparrendämmung einen guten U-Wert von 0,18 W/m²K. Darüber hinaus sind die Dämmelemente für eine unterbrechungsfreie Dämmwirkung mit einem Nut-Feder-System ausgerüstet und oberseitig mit einer Unterdeckbahn versehen. Auch hier werden wieder die aufkaschierten Unterdeckbahnen mit den integrierten Klebestreifen miteinander verklebt. Am First ergänzt ein robustes First/Gratband die Aufsparren-Dämmebene. Danach folgt die Verschraubung der Konterlatten, die Dachlatten werden aufgenagelt und schließlich wird das Dach neu eingedeckt.


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1. Für eine solide Verklebung an Ortgängen und Drempeln werden die betreffenden Flächen grundiert und die Bahnen mit dem Spezialkleber fixiert.

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2. Die Luftdichtung wird mit der speziellen Sanierungsdampfbremse sichergestellt.

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3. Die Verklebung der Bahnen untereinander erfolgt mit den doppelten Klebestreifen.

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4. Die leichten und hoch dämmenden Ökonomic-Elemente werden dann reihenweise verlegt.

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5. Mit Nut-Feder-System ausgerüstet lassen sich die Dämmplatten wärmebrückenfrei verlegen.

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6. Sichere und lückenlose Verklebung der aufkaschierten Unterdachbahn jeweils am Längs-und Querstoß.

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7. Perfekter Abschluss am First: Mit dem First-/Gratband werden erst die Stoßbereiche der Platten mit breiter Überdeckung abgeklebt, ...

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8. ... bevor dann die Dachhaut (Konterlattung, Traglattung und Eindeckung) neu aufgebaut wird.

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