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Blick- und Windschutz für die Terrasse

15.11.2018

Nach einer Radikalkur konnten sich die Hausbesitzer endlich auf ihre neue Terrasse freuen. Drei Wünsche standen ganz weit oben bei der Umgestaltung: Eine attraktive moderne Terrassenfläche, ein barrierefreier Zugang vom Haus aus sowie ein sanfter Blick- und Windschutz. Realisiert wurde dies mit keramischen Großplatten sowie semitransparenten Glaselementen.

Verglaste Terrasse. Foto: Agrob-Buchtal

Attraktive Gesamtlösung für die Terrasse. Foto: Agrob-Buchtal

Ein Bungalow aus den 1970er Jahren, 150 Quadratmeter Wohnfläche, ein 1000 Quadratmeter großes Grundstück am Waldrand gelegen plus ein schön gestalteter Garten. Eigentlich alles perfekt – bis auf die Terrasse. Und hier gab es gleich zwei entscheidende Mängel. Zum einen war sie nur über Stufen von der Küche aus zu erreichen, außerdem störte man sich an der offenen Lage des Freisitzes, die den Nachbarn direkte Einsicht gestattete. Beides passte nicht in das Konzept der Bauherren, die das Haus mit Blick auf das
 Alter gekauft hatten.

„Wir wollten alles auf einer Ebene haben, keinen Keller, keinen Dachboden, keine Barrieren – auch um das Haus herum nicht. Und wir wollten später nicht auf dem Präsentierteller sitzen." Und so stand dann schließlich auch die radikale Umgestaltung des hausnahen Außenbereichs an. Die ehemals mit Waschbetonplatten belegte Terrasse wurde bis auf den Grund abgetragen und mit Hilfe einer Trag- sowie einer drainagefähigen Splittschicht um 50 Zentimeter angehoben. Hin zum dann tiefer liegenden Gartenbereich war dann eine Abfangung beziehungsweise Umrandung erforderlich, die man aus Betonstelen erstellt hat. Gleichzeitig wurde die Gunst der Stunde genutzt und die so oder so anstehende Erneuerung der Fensterfront inklusive der Tür zur Küche in Angriff genommen.

Großzügiges Format und bestechende Optik

An den Terrassenbelag hatten die Bauherren ganz konkrete Anforderungen. Er sollte nicht nur gut aussehen, sondern auch unempfindlich sowie langlebig sein und Wind und Wetter, Eis und Schnee trotzen. Sie entschieden sich für keramische Terrassenplatten, die sowohl ästhetisch als auch funktional überzeugten. Wie zum Beispiel durch ihre Pflegeleichtigkeit, die durch die innovative Veredelung „HT“ nochmals gesteigert wird. Basierend auf dem Prinzip der Photokatalyse entfaltet sie eine antibakterielle Wirkung, die der Bildung von Algen, Moosen oder Flechten vorbeugt.

Neue Terrasse mit Bepflanzung. Foto: Agrob-Buchtal

Nach erfolgter Bepflanzung des umgebenden Gartenbereichs fügt sich die Terrasse harmonisch ins Gesamtbild ein. Die Hausbesitzer haben sich ein echtes Outdoor-Wohnzimmer-Refugium geschaffen. Foto: Agrob-Buchtal

Für das gewünschte zeitlose und stilvolle Ambiente steht insbesondere das großzügige Format von 60 x 120 Zentimeter in der Farbe Anthrazit und die Verlegung mit Kreuzfuge – also nicht im versetzten Verband – sorgt aufgrund des durchlaufenden Fugenrasters für eine moderne Flächenoptik. Im Boden eingelassene Halogenspots erzeugen zusätzlich eine individuelle Note.

Dezenter Blick- und Windschutz für die Terrasse

Vor ungewollten fremden Blicken schützen Glaselemente aus hochwertigem Sicherheitsglas. Die Hausbesitzer haben sich für eine semitransparente Version entschieden. Die etwa 1,70 Meter hohen Scheiben sind mit einem einfarbigen Siebdruck ausgestattet, der ganzflächig in Mattweiß aufgebracht wurde. Damit bildet die Glaswand einen modernen Sichtschutz, der sich unauffällig in den Garten einfügt, da sich die Natur sanft durchs Glas abzeichnet. Die einzelnen Elemente werden grundsätzlich auf Maß gefertigt und sind in unterschiedlichen Höhen und Breiten miteinander kombinierbar. Gehalten werden sie von speziellen Klemmprofilen, die in ihrer Farbgebung das Grauthema der Gesamtanlage wieder perfekt aufnehmen.

Text: Evelyn Grau

(aus der Zeitschrift Bauen & Renovieren 11/12-2018)

Bildergalerie

1. Ausgangssituation: Die Eck-Terrasse ist mit Waschbetonplatten belegt und die Fläche ist nur über Stufen von der Küche aus zu erreichen. Foto: Agrob-Buchtal
2. Rückbau des Altbelags und Abtrag der darunterliegenden Schichten bis zum Grund. Foto: Agrob-Buchtal
3. Die Betonstelen dienen der Flächeneinfassung. Dann folgt die Frostschutz-/Tragschicht mit 15 bis 30 cm hoher verdichteter Mineralbetonschicht. Foto: Agrob-Buchtal
4. Auf einem wasserdurchlässigen Vlies wurde nun drainagefähiger, kantiger Splitt aufgebracht und plan abgezogen. Foto: Agrob-Buchtal
5. XXL-Platten werden mit einem Vakuumheber verlegt. Dann fährt man die Fläche mit dem Rollenrüttler ab und setzt dabei Fugenkreuze zur Fixierung ein. Foto: Agrob-Buchtal
6. Kaum wiederzuerkennen: Die Terrassenfläche ist wegen der 60 x 120 Zentimeter messenden Keramikplatten zu einem homogenen und repräsentativen Bereich geworden. Foto: Agrob-Buchtal
7. Die Aluminium-Pfosten werden entweder mit Pfostenankern auf den Boden gesetzt oder, wie hier, direkt im Boden einbetoniert. Foto: Agrob-Buchtal
8. Innerhalb der Sichtschutz-Konstruktion wurde ein Durchgang zum tiefer gelegenen Garten gelassen. Die Stufen wurden aus Betonelementen angelegt. Foto: Agrob-Buchtal
9. Gut zu sehen, wie sich die neue Terrasse über den Garten erhebt. Platten und Umrandung schließen bündig ab. Foto: Agrob-Buchtal
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