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Akku-Blasgerät im Einsatz rund ums Haus

07.03.2012

LTückisch für Straßenbesen sind vor allem die kleinen Koniferenabschnitte, da sie glatt sind. Der Laubbläser hingegen pustet sie spielend vom Asphalt weg.aub zusammenfegen gehört nicht gerade zu den Lieblingsbeschäftigungen eines Gartenbesitzers, auch wenn dieser Bäume und Sträucher, Hecken und Rankpflanzen gerne mag. Doch wer erfahren hat, wie mühsam es sein kann, Laub aus Beeten, von Kieswegen oder von Rasenflächen zu entfernen, wer weiß, wie anstrengend es sein kann, Heckenschnitt oder feines Blattwerk von Gehwegen, Einfahrten oder Terrassenflächen zu beseitigen, der sucht gerne mal eine Alternative.

Blasen statt Besen – Akku statt Armarbeit
Wir haben eine Alternative gefunden und für Sie ausprobiert: Stihl-Besen statt Besenstiel. Oder besser gesagt: Blasgerät statt Gartenbesen. 
Als Chefredakteur der Zeitschrift Bauen & Renovieren habe ich selbst einmal das neue Akku-Blasgerät von Stihl im Praxiseinsatz getestet. Und dazu gab es in den letzten Monaten für mich reichlich Gelegenheit. Natürlich habe ich besondere Problemstellungen ausgesucht, denn dieses Gerät auf nur 10 Quadratmetern Terrassenfläche oder 25 Quadratmeter Garagenzufahrt einzusetzen wäre des Guten zu viel. Es muss schon etwas zusammenkommen, damit sich die Anschaffung lohnt.

Ich hatte es nun mit folgenden Situationen zu tun: 
Heckenabschnitte von Thujas und Zypressen, Lindenblüten auf Rasen und Zufahrt, Eschenlaub auf Splittweg, Weinblätter auf Pflanzbeeten, Lärchennadeln auf Terrassenfläche. Exoten, meinen Sie? Ganz und gar nicht, denn Thujaschnittgut beispielsweise ist weit verbreitet und deshalb ein Problem, weil die Abschnitte kleinteilig sind und eine so glatte Oberfläche haben, dass der Besen meist über sie hinwegfegt. Da muss man sich schon arg mühen.

Abgefallene Lindenblüten auf Splitt - hier zeigt sich der besondere Vorteil von Luft: Die Steinchen bleiben liegen, die leichten Blüten hingegen weht es weg.Lindenblüten – oder überhaupt kleinteiligere Blätter auf einem Kies- oder Splittweg: Der Besen passt hier gar nicht und mit dem Rechen zieht man den Kies zusammen und arbeitet dummerweise auch noch das Laub unter. Großblättrige Bäume wie Eschen oder Ahorn machen ebenfalls Sorgen, wenn sie auf unbefestigtem Untergrund zusammengefegt werden müssen. Und meist sind die Laubmengen auch umfangreicher.
Weinlaub schließlich begrünt Fassaden wunderschön und ist herrlich herbstgefärbt, hat aber den Nachteil, lange Stiele mit abzuwerfen. Und wenn diese samt Blätter in Beete fallen oder auf einer gepflasterten Fläche liegen, ist es lästig, sie zusammenzufegen.

Wie konnte nun unser Testgerät damit zurechtkommen?   Im Grund genommen war es eine Freude, die Probleme gelöst zu bekommen. Wie im Flug waren beispielsweise die Heckenabschnitte von Thuja und Zypresse auf dem Gehweg zusammengeblasen. Ich weiß, wovon ich rede. Früher war ich mit dem Besen deutlich länger unterwegs und anstrengender war es auch.

Im Sommer war der Einsatz unter den Linden mit Rechen oder Besen schon immer eine unliebsame Beschäftigung. Jetzt mit dem Akkubläser geht das ruckzuck. Alles, was auf dem Splittweg liegt, kann schnell auf die Grünfläche geblasen werden, von dort aus kommt alles zusammen auf den Hänger, und ab zum kommunalen Schnittgutplatz.

Unsere Zufahrt mit Splittauflage ist auch für größere Blätter für Besen oder Rechen ein Problem. Das Akkugerät hingegen bläst sie oberflächlich fort und häuft sie an, ohne den Splitt mit wegzubefördern. Wichtig ist, dass man nicht zu nah herangeht und in einer Hin- und Herbewegung das Laub vor sich herbläst. Feinste Nadeln im Herbst: Das Blasgerät hatte auch mit den feuchten Lärchennadeln kein Problem, und löste sie vom Platten-Untergrund.

Das verlangt zu Beginn etwas Übung, das eigentlich tolerable Gewicht des Geräts wird dann doch leicht spürbar. Setzt man jedoch zwischendurch kurz einmal aus, gestaltet sich  das Weiterarbeiten wieder angenehm.
Positiv bemerkbar gemacht hat sich das Gerät auch beim Herausblasen von Blättern aus Beeten und Sträuchern. Nur wenn Rosendornen das Fremdlaub festhalten, hat auch das Blasgerät Mühe. Hier 
war dann leider Herausklauben von Hand angesagt.

Mein Fazit: Wer viel mit Blattwerk, Schnittgut und Großflächenreinigung zu tun hat, für den ist ein Laubbläser sicher von Vorteil. Wegen ein paar Blättern, die nachgefallen sind, lohnt es sich aber nicht, das Gerät aus dem Keller zu holen. Doch wenn schon ein Laubbläser, dann würde ich das Akkugerät präferieren. Es ist relativ leise, gut zu tragen und man kann frei und gezielt damit arbeiten. Etwas mehr Akkulaufzeit („nur“ 20 Minuten) wäre bei meinen Erfordernissen wünschenswert, doch für übliche Hausgärten und Pflegeeinsätze ist das sicher ausreichend.

Ganz ohne Rechen und Besen geht es dann auch nicht. Spätestens zum Schluss müssen herkömmlich die Reste zusammengefegt werden. Positiver Nebeneffekt übrigens bei öffentlichen Gehwegen: Staub und Unrat wie Zigarettenkippen, Eislöffel, Taschentücher oder Bonbonpapiere nimmt der starke Wind gleich ebenfalls mit. Und wenn man gezielt und sanft gegen die Hauswand bläst, hat man alles schnell zusammengetragen.

Weitere Informationen
Akku-Packs: AP 80 bzw. AP 160, Energie/-Kapazität: 80 Wh/2,2 Ah oder 160 Wh/4,5 Ah, Gewicht ohne /mit Akku: 3,2/4,3 kg, Akku-Laufzeit mit 100 % Ladung: bis zu 10 bzw. 20 min., Luftgeschwindigkeit: 46 m/s, Luftdurchsatz 650 m³/h, Neben dem Ladegerät AL 100 auch das Schnellladegerät AL 300.  Um das Gewicht des Blasgeräts bei der Arbeit zu reduzieren, kann der Akku in einem Gürtel (Zubehör) verstaut und per Adapter und Kabel mit seiner Stromquelle verbunden werden. Das Gerät gehört zum Akku-Baukastensystem für weitere Geräte von Stihl und Viking. Preis des BGA 85: ab 279 Euro bis 599 Euro.