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Versicherungen rund ums Haus

28.02.2019

Das Eigenheim ist in der Regel der wertvollste Besitz einer Familie. Beim Umbauen und Renovieren sowie nach Fertigstellung des Bauwerks gilt es, elementare Risiken abzusichern, denn Schäden gehen ins Geld. Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät, folgende Versicherungen ins Auge zu fassen.

Mit welchen Versicherungen können Sie Ihr Haus geben Schäden absichern? Foto: VPB
Foto: Verband Privater Bauherren e.V.

Die wichtigsten Versicherungen für Ihre Immobilie

1. Bauleistungsversicherung: Sie gilt für die gesamte Bau- oder Umbauzeit und sichert alle während der Bauzeit auftretenden unvorhersehbaren Sachschäden am Bauwerk ab. Wird zum Beispiel der Dachstuhl durch einen Sturm zerstört oder der Keller während eines Wolkenbruchs überflutet, tritt diese Versicherung ein. Die Bauleistungsversicherung greift auch, wenn zum Beispiel Baumaterial von der Baustelle gestohlen wird.

2. Wohngebäudeversicherung: Diese Versicherung umfasst alle Schäden, die durch Brand, Blitzschlag, Explosion, Leitungswasser, Rohrbruch, Frost, Sturm oder Hagel entstehen. Doch Vorsicht: Schäden durch Hochwasser, Überschwemmungen, Rückstau, Schneedruck, Erdbeben oder Erdrutsch, die in Zeiten des Klimawandels immer 
häufiger auftreten, müssen gesondert in einer Elementarschadenversicherung versichert werden. Tipp: Prüfen Sie, ob Photovoltaikanlagen von der Wohngebäudeversicherung umfasst sind. Falls nein, gibt es spezielle Policen wie Elektronikversicherungen.

3. Glasbruchversicherung: Eigenheime haben heute große Glasflächen und manchmal auch Wintergärten. Diese sind über die Wohngebäudeversicherung aber nur gegen bestimmte Gefahren wie Sturm versichert. Bricht die Scheibe aus einem anderen Grund, tritt die Glasbruchversicherung ein. Tipp: Prüfen Sie, ob auch thermische Solarkollektoren auf dem Dach von der Glasversicherung erfasst werden.

4. Bauherrenhaftpflichtversicherung: Sie schützt während der Bauzeit 
gegen Schadenersatzansprüche Dritter. Beispiel: Stürzen Kinder, die unbefugt die Baustelle betreten, während des Spielens in einen mangelhaft gesicherten Keller, greift diese 
Haftpflichtversicherung – übrigens auch dann, wenn Dritte durch Fehler von Handwerkern oder Architekten zu Schaden kommen. Die Bauherrenhaftpflichtversicherung wird nur für 
die Dauer der Bauzeit abgeschlossen.

5. Bauhelferversicherung: Wer Bauarbeiten in Eigenleistung durchführt und sich dabei von Freunden und Bekannten helfen lässt, sollte eine Bauhelferversicherung abschließen, weil im Schadensfall die Bauherrenhaftpflichtversicherung nicht greift.

6. Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht: Diese Versicherung tritt ein, wenn zum Beispiel ein Passant vor dem Haus 
stürzt oder durch herunterfallende Dachziegel verletzt wird. Wird das eigene Haus nur selbst bewohnt, reicht
 allerdings eine private Haftpflichtversicherung.

7.Gewässerhaftpflicht: Wer Heizöltanks im Keller stehen hat, sollte über diese Police
nachdenken, denn Schäden durch auslaufendes Öl werden teuer.

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