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Eigeninitiative zahlt sich aus

18.12.2012

Die Lust der Deutschen am Selbermachen nimmt deutlich zu. Gerade beim Hausbau oder bei der Modernisierung können Heimwerker ihre Fähigkeiten gewinnbringend und vielfältig einsetzen. Und dabei gilt: Überall dort, wo der Arbeitsanteil hoch und die Materialkosten niedrig sind, kann viel gespart werden. „Die realistisch geplante Eigenleistung in Form der Muskelhypothek kann den Finanzierungsbedarf bei der Bank um bis zu zehn Prozent senken“, bestätigt Steffen Zwer von der BHW Bausparkasse.


Realistisch bleiben!

Die beliebtesten Eigenleistungen bei deutschen Heimwerkern sind laut einer aktuellen Umfrage der BHW Bausparkasse Maler- und Tapezierarbeiten (83%), das Verlegen von Bodenbelägen (50%) oder Wärmedämmungstätigkeiten im Innenbereich (35%).

Doch bei aller Lust am Handwerkern ist Vorsicht geboten: Auch wenn sich laut der BHW-Umfrage rund 17 Prozent der Befragten Elektroarbeiten und 16 Prozent die Installation von Sanitäranlagen zutrauen – hier ist das Risiko, die Gewährleistungsansprüche zu verlieren, hoch! 

Auch aus baurechtlichen Gründen gehören Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallationen, Gründungs- und Abdeckungsarbeiten wie auch Zimmerer-, Dachdecker- und Klempnerarbeiten in Profihand. Grundsätzlich sind Männer in Sachen Eigenleistung mutiger als Frauen. Nur zwölf Prozent der männlichen, aber 18 Prozent der weiblichen Bauherren lassen die Finger lieber ganz von Heimwerkertätigkeiten.



Hand in Hand in dem Handwerk

Selbst anpacken können Bauherren bei allen Vorarbeiten oder bei leichten Montierarbeiten. Eine bewährte Methode: Eigenleistungen unter Anleitung und Beratung von Profis umsetzen. „Der Begleiter ist gewissermaßen der persönliche Fachmann des Bauherrn im Hintergrund“, erläutert Steffen Zwer. Das koste zwar etwas mehr, garantiere dafür aber die einwandfreie Ausführung. Den Service „Baubegleitung“ bieten freie Ingenieurbüros, der Verein Privater Bauherren, der Bauherren-Schutzbund, der TÜV oder die Dekra an.

TIPP

Auch Eigenleistungen müssen bei der Bau-Berufsgenossenschaft (BG BAU)
angemeldet werden. Jeder Bauhelfer muss über eine Bauhelferversicherung
unfallversichert sein. Nur dann übernimmt im Schadensfall die
Versicherung die Kosten.

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