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Den Umzug klug planen und reibungslos in das neue Leben starten

24.05.2018

Dreimal umgezogen ist wie einmal abgebrannt – an diesem Spruch ist sicherlich viel Wahres, denn natürlich leiden die Möbel und, je nach Organisation, auch die eigenen Knochen unter einem Umzug. Wer allerdings klug plant, kann sich den Start in ein neues Leben so einfach wie möglich machen.

Der Umzug kommt meistens nach der Renovierung. Foto: unsplash.com Milivoj Kuhar
Die Renovierung ist oft die Vorstufe vom Beginn von einem neuen Leben – dann folgt der Umzug. Um hier strukturiert zu bleiben und heil im neuen Zuhause anzukommen, ist es wichtig zu planen und den Ablauf realistisch einzuschätzen. Bild: unsplash.com Milivoj Kuhar

Das Schöne an einem Umzug ist, dass man einen Neuanfang starten und seine vier Wände so gestalten kann, wie man es sich wünscht. Dennoch ist ein Wohnungswechsel immer ein enormer Kraftakt, vor allem, wenn man das neue Heim gerade erst gebaut, umgebaut oder neugestaltet hat. Woran man ungern denkt, ist die Arbeit, die in der alten Wohnung noch auf einen wartet. Das Entrümpeln und Renovieren kostet meist mehr Kraft und Ressourcen, als man ursprünglich geplant hatte. Doch beginnen wir bei der Umzugsplanung ganz von vorn, damit alles reibungslos vonstattengeht.

Unsere Checkliste für den Umzug – mit Schwerpunkt auf die alte Wohnung

Mit der Planung sollte frühestmöglich begonnen werden, denn je mehr Mitglieder eine Familie hat, umso aufwendiger ist die Organisation. Familien sollten drei Monate vor dem eigentlichen Umzugstermin mit den Vorbereitungen beginnen, Einzelpersonen brauchen etwas weniger Vorlauf.

Der Termin für den Umzug sollte rechtzeitig festgelegt werden. Dabei sind alle relevanten Gegebenheiten zu berücksichtigen. Findet etwa eine Familienfeier an diesem Wochenende statt? Bekommen alle Beteiligten Urlaub? Kann ein günstiges Umzugsunternehmen gemietet werden? (Manchmal sind Umzüge unter der Woche günstiger, weil die Unternehmen Leerzeiten vermeiden wollen). Wohnt man an einer befahrenen Straße und muss ein Halteverbot beantragen? Wird ein Umzugsunternehmen beauftragt, so kann sich dieses darum kümmern.

Wie viel Zeit wird der Umzug selbst in Anspruch nehmen? Je nach Entfernung kann der Transport der Möbel zwei Tage dauern. In solchen Fällen lädt das ausführende Unternehmen alles ein, entlädt jedoch erst am nächsten Tag im neuen Heim. Hat man sich aus Kostengründen für einen Umzug unter der Woche entschieden, sollte dies bei der eigenen Urlaubsplanung berücksichtigt werden.

Der Mietvertrag muss rechtzeitig gekündigt werden. Die Kündigungsfrist bei der Kündigung durch den Mieter beträgt in der Regel in Deutschland drei Monate. Hier kann es zu Überschneidungen mit der neuen Wohnung oder dem neuen Haus kommen, sodass häufig eine doppelte Miete gezahlt werden muss. Ebenfalls zu bedenken ist, dass die Mietkaution der alten Wohnung erst dann zurückgezahlt wird, wenn die Wohnung übergeben - und auch abgenommen - wurde.

Manchmal besteht die Möglichkeit, selbst einen Nachmieter vorzuschlagen, der dann eventuell Einbauten oder Möbel übernehmen kann. Hier kann der Vermieter zustimmen, muss er aber nicht. Wer einen Nachmieter stellen kann, spart sich unter Umständen auch die lästigen Schönheitsreparaturen. Diese fallen zwar meist weniger umfangreich aus, als Vermieter sich wünschen würden, das Thema kann aber dennoch zu Diskussionen führen.

Um das Entrümpeln kommt man auf keinen Fall herum. Je länger man im alten Heim wohnte und je mehr Stauraum zur Verfügung stand, umso mehr Kram hat sich meist angesammelt. Eine lästige Aufgabe liegt vor einem, denn in Gedanken ist man schon in den neuen vier Wänden und will sich mit den alten Sachen nicht beschäftigen. Wahrscheinlich braucht man einen Sperrmülltermin, der unbedingt rechtzeitig beantragt werden muss. Je nach Gemeinde kann es nämlich einige Wochen dauern, bis man diesen bekommt. Die bequemere, wenn auch teurere Methode ist es, einen Profi mit dem Entrümpeln zu beauftragen. Dieser hinterlässt die entsprechenden Räume dann auch besenrein.

Den Sportverein oder Fitnessklub wird man nicht mehr besuchen können, wenn man zukünftig weiter entfernt wohnt. Auch hier sollte man rechtzeitig kündigen, um nicht „umsonst“ zu bezahlen. Zwar gibt es im Fall eines Umzugs meist Sonderregelungen wegen der Kündigungsfristen, das ist jedoch nicht immer der Fall.

Das Gleiche gilt für den DSL, Fernseh-, Telefon- und/oder Kabelanschluss. Meist will der Anbieter mit umziehen, vielleicht ist seine Leistung aber am neuen Wohnort gar nicht verfügbar. Auch wenn zwei Haushalte zusammengelegt werden, benötigt man nur noch einen Anschluss.

Um einen Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post kommt man schwerlich herum. Dieser kostet einen einmaligen Betrag, der von der gewählten Zeitdauer der Nachsendungen abhängt. Doch Achtung, nachgeschickte Pakete müssen einzeln bezahlt werden, was richtig ins Geld gehen kann.

Die Stadtwerke müssen über den Umzug informiert werden, damit die alten Zählerstände für die Abschlussabrechnung notiert werden können. Beim Stromanbieter hat man ein Sonderkündigungsrecht, wenn dieser am neuen Wohnort die gewohnten Leistungen nicht erbringen kann. Auch den Gasanbieter sollte man frühzeitig – etwas drei Monate vor dem Umzug – informieren.

Mit dem Vermieter sollte der Termin für die Wohnungsübergabe rechtzeitig vereinbart werden. Dabei findet auch die Abnahme bezüglich der Schönheitsreparaturen statt. Manche Schäden waren eventuell schon beim Einzug vorhanden und sind hoffentlich dokumentiert worden - das erspart lästige Diskussionen.

Rund zwei Wochen vor dem Umzug kann mit dem Einpacken begonnen werden. Dafür braucht man eine Reihe von Hilfsmitteln, mit denen alles schnell und sicher verpackt werden kann.


  • Umzugskartons sind unentbehrlich, ebenso wie Seidenpapier, Luftpolsterfolie und alte Zeitungen, die man schon eine Weile sammeln kann.
  • Ein Edding hilft dabei, die Kartons eindeutig zu beschriften. Je genauer man dabei vorgeht, umso einfacher findet man die Sachen später wieder.
  • Für den Ab- und Aufbau von Möbeln braucht man Werkzeuge wie Schraubendreher, Akkuschrauber, Zangen usw. Diese sollte man wohlweislich nicht einpacken, sondern die ganze Zeit griffbereit haben.
  • Müllsäcke und Putzmittel hat man am besten ebenfalls immer zur Hand, denn weder alten Schmutz noch Müll will man mit in die neuen vier Wände nehmen.

Am Tag des Umzugs braucht man Proviant und Getränke. Arbeitet man nicht mit einem professionellen Unternehmen, sondern nimmt die Hilfe seiner Freunde in Anspruch, müssen auch diese versorgt werden.

Nicht vergessen: Rechtzeitig bei den Nachbarn Bescheid geben und sich verabschieden. Hatte man ein gutes Verhältnis, packen diese eventuell auch beim Umzug mit an. Und dann: Auf in ein neues Leben!

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