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Anbau: Elegant erweitert

12.10.2016

Fotos: www.journalfoto.de (Bernhard Müller)

Fotos: www.journalfoto.de (Bernhard Müller)

Das von Christiane Kochs Urgroßvater gebaute Haus steht in einem gewachsenen Umfeld. Die Stadtmitte ist von hier aus zu Fuß erreichbar.

Das sprach für eine gründliche Sanierung und gegen einen Neubau an anderer Stelle.

Christiane Kochs Ehemann Martin wollte als Architekt beim Umbau die Proportionen des Hauses erhalten und den zusätzlich benötigten Wohnraum durch einen formal eigenständigen Baukörper gewinnen. Den Anbau ließ er in hochgedämmter Holzständerkonstruktion ausführen und die vertikal verlaufende Holzverschalung mit einer Vergrauungslasur behandeln, um dem sägerauen Holz dauerhaft eine gleichmäßige Optik zu verleihen. In gleicher Materialität entstand eine Gaube auf der Dachfläche der Eingangsseite.

Foto: www.journalfoto.de (Bernhard Müller)

Die Haustür ist jetzt größer und verglast, das Entree wurde durch Verlegen des WCs geräumiger. In den Carport passen zwei Pkws. Foto: www.journalfoto.de (Bernhard Müller)

Eine vorgesetzte, mit Zellulose und Holzweichfaserplatten ökologisch gedämmte und verputzte Holzständerfassade bildet die neue Hülle des Bestands. Da der nur 2,50 Meter breite Anbau zu schmal für gut dimensionierte Zimmer gewesen wäre, ließ der Architekt die gesamte Längsfassade des Altbaus öffnen und die Lasten durch zwei geschossweise angebrachte Stahlträger abfangen. Im Erdgeschoss entstand so ein offener Wohn- und Essbereich mit großzügiger Verglasung in Richtung Garten. Das Entree ist durch die Verlegung des WCs geräumiger geworden und durch mehr Glasfläche viel heller. Sorgfältig gewählte Materialien und Farben bestimmen die Innenräume. Neben dunklem Holz und geöltem Stahl prägen Kalkputze, sichtbarer Gussasphalt, Filzbeläge auf Möbelflächen und weitere in ihrem Charakter belassene Oberflächen das Ambiente.

Grafik: www.journalfoto.de (Bernhard Müller)

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Auch die gegenüber dem Gartenniveau um 40 Zentimeter angehobene Terrasse bleibt in der Materialsprache. Eingefasst mit unbehandeltem Stahl, bilden recycelte Travertinplatten den Bodenbelag. Beheizt wird das Gebäude mit einer 10 Quadratmeter großen thermischen Solaranlage, unterstützt durch eine Gas-Brennwerttherme. Meist jedoch reicht der wasserführende Kaminofen im Wohnzimmer, um alles angenehm zu temperieren. (aus der Zeitschrift Althaus modernisieren 10/11-2016)

Bildergalerie

Eine Vergrauungslasur schützt die unterschiedlich breiten Hölzer. Fenster: Eiche-Alu. Den Terrassenbelag bilden recycelte Travertinplatten. Foto: www.journalfoto.de (Bernhard Müller)
Die Stahltreppe hat Martin Koch eigenhändig geschweißt und nur mit Spezialöl behandelt – den Oberflächen sollte ihre Materialität bewahrt bleiben. Foto: www.journalfoto.de (Bernhard Müller)
Der Stahlträger in der Decke zeigt den Verlauf der entnommenen Innenwand. Die vertikale Glasfuge trennt Bestand und Anbau. Foto: www.journalfoto.de (Bernhard Müller)
Im Erdgeschoss geht der geschliffene Gussasphalt in ein geöltes Räuchereichenparkett über. Auch die Fenster- und Türprofile sind geölt. Foto: www.journalfoto.de (Bernhard Müller)
Die Türen des beidseitig nutzbaren und auch als Raumteiler dienenden Einbauschranks zwischen Entree und Wohnbereich sind mit Filz bespannt. Der Kaminofen mit Wärmetauscher für Wasser reicht in der Regel fürs Heizen. Foto: www.journalfoto.de (Bernhard Müller)
Kalkputz und Silikatfarben schaffen einen wohngesunden Rahmen. Foto: www.journalfoto.de (Bernhard Müller)
Die Fenster- laibungen sind im ganzen Haus mit lasierten  Faserzementplatten ausgekleidet. Foto: www.journalfoto.de (Bernhard Müller)
Der Dachaufbau mit Zellulosedämmung und Holzweichfaserplatten sorgt auch im Hoch-sommer für angenehme Temperaturen im Büro. Foto: www.journalfoto.de (Bernhard Müller)
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