Regenwasser marsch!

Wasser sparen leicht gemacht: Die Toilette lässt sich auch mit Regenwasser statt teuerem Trinkwasser spülen, der Garten im Sommer damit bewässern. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Die Gartenwässerung, die Toilettenspülung und die Nutzung für die Waschmaschine stehen ganz oben auf der Liste der Möglichkeiten, Regenwasser einzusetzen. (Grafik: fbr - Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung) Mitte April ist die Zeit der strengen Fröste vorbei. Dann wird es Zeit, die Regentonne wieder im Garten aufzustellen. Genug Wasser kommt noch von oben, das im Sommer wichtige Dienste leisten kann. Und das Schöne: Das gibt es zum Nulltarif.

Alle reden von steigenden Energiepreisen und dem Ende der Vorkommen fossiler Brennstoffe. Doch zu den wichtigen Themen gehört zwangsläufig das kostbare Gut Wasser. Und: Jeder Tropfen Trinkwasser wird zweimal bezahlt: Wenn er aus dem Hahn kommt und wenn er wieder im Kanal verschwindet.

Mit einem qualitativ hochwertigen Regenspeicher lässt sich Abhilfe schaffen. So kann ein Vier-Personen-Haushalt jährlich ungefähr 80000 Liter Trinkwasser sparen. Dabei garantieren Filterung und die Lagerung im kühlen Erdreich eine konstant hygienische Wasserqualität. Bei Kombination mit Versickerung und Drosselung wird die Kanalisation entlastet und die Überschwemmungsgefahr vermindert.

Der beste Zeitpunkt für den Einbau eines Regenwasserspeichers: Irgendwann ist jedes Haus so weit, es muss modernisiert werden. Wenn Wasser- und Gasleitungen, der Abwasserkanal oder der Gasanschluss auf den neuesten Stand gebracht werden müssen und der Bagger ohnehin schon im Garten steht, dann ist der nachträgliche Einbau eines Regenspeichers für die Hauswassernutzung besonders problemlos. Auch das Verlegen der Leitungen im Haus auf Putz ist möglich.

Viele Gartenbesitzer bewässern ihre grüne Oase mit teuerem Trinkwasser. Alternative: ein neuer Mauerwandtank, der auch bessere Wasserqualität liefert als Regentonnen. Foto: GrafDie Pakete der Marken-Anbieter für die Haus- und Gartenbewässerung sind individuell geschnürt. Die Ausstattungsvarianten bieten bedarfsgerechten Komfort und ermöglichen auch die Nachrüstung bestehender Regenwassersys-teme. Die Entscheidung über Ihre Mitarbeit bei Einbau und Betrieb wird Ihnen überlassen.

Heute gibt es auch spezielle Flachtank-Modelle für Hausbesitzer, die beim Einbau einer Zisterne um den Erhalt ihres hübsch gehegten und gepflegten Gartens fürchten. Diese bieten eine gute Möglichkeit für eine professionelle Regenwassernutzung mit geringem Einbauaufwand.

Nicht nur finanziell, besonders aus ökologischer Sicht macht die Nutzung von Regenwasser Sinn. Die Trinkwasservorkommen sind in unseren Breiten sicher noch auf lange Jahre gesichert. Der extrem heiße April 2007 hat aber entscheidende Fragen aufgeworfen und vor Augen geführt, dass Trockenheit selbst in Mitteleuropa über kurz oder lang ein Thema werden kann.

Regenwasser lässt sich dort einsetzen, wo es nicht als Lebensmittel gebraucht wird. Die Gartenbewässerung ist eines der Felder, genauso gut lassen sich mit einem zweiten Versorgungskreislauf im Haus Toiletten spülen und Waschmaschinen speisen.

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