Moderne Wasserstellen in der Küche

Geradlinig puristisch mit sanft geschwungenen Eckradien. Die Rollmatte sorgt für die nötige Funktionalität rund um die Spüle. Die Oberfläche einer Spüle sollte, ob aus Edelstahl, Verbundwerkstoff, Keramik oder auch Stein den täglichen Beanspruchungen standhalten und trotzdem gut aussehen, das Becken eine nutzerfreundliche Mindestgröße und -tiefe aufweisen und außerdem die Möglichkeit zur Montage einer Armatur gegeben sein. Darüber hinaus spielen Faktoren wie Langlebigkeit, Reinigungsfreundlichkeit, Hygiene, aber auch Lebensmittelechtheit eine zentrale Rolle.

Die Bezeichnung „Standardspüle“ bedeutet im Zusammenhang mit diesen Produkten lediglich, dass weniger an Funktionalität geboten wird, die Materialstärken geringer sind oder das Produkt schlicht und einfach kleiner oder leichter ausgeführt ist – und auf Zusatznutzen weitestgehend verzichtet wird.

Im Standardsegment hat die Auflagespüle nach wie vor eine hohe Priorität. Die meisten dieser einfachen Spülen verfügen über ein großzügiges Becken, ein Siebkorb-Excenter-Ventil, eine Einhebelmischbatterie mit großem Schwenkbereich sowie über ein Restebecken als zusätzliche Ausguss-Möglichkeit. Die Reversibilität wird natürlich bereits bei Standardspülen gewährleistet, so dass sie sowohl für Links- als auch für Rechtshänder nutzbar sind. Dazu gibt es selbstverständlich auch das passende Schneidbrett.

Premium-Spülen zeichnen sich durch ein besonderes Design, oder besondere Verarbeitungsmerkmale aus. So werden z.B. einige Edelstahl-Spülen extra gebürstet, oder, je nach Ausführung, auch poliert. Sie verfügen häufig über tiefere Becken, höhere Armaturenausläufe, größere Abtropfflächen. Insgesamt bestechen diese Produkte durch ihre gehobene Ästhetik, meist auch durch ihre größere Robustheit und den Zusatznutzen.

Für mehr Funktionalität sorgt das entsprechende Zubehör, das die Einsatzmöglichkeiten der Spüle vervielfacht. Denn abgestimmtes Zubehör trägt maßgeblich dazu bei, den Spülenarbeitsplatz ergonomisch und effizient zu gestalten: Angefangen von ausziehbaren Armaturen über den elektrischen Siebkorbheber für das Spülbecken, der auf eine sanfte Berührung des Tasters hin den Siebkorb automatisch öffnet oder schließt, über speziell designte Accessoires wie z.B. der Überlauf oder in der Spüle integriertes LED-Licht, das das Spülbecken bei Bedarf auf Partys zum attraktiven Sektkühler avancieren lässt, bis hin zu einer beheizbaren Abtropffläche.

Je nach Anspruch und innenarchitektonischem Umfeld unterscheiden sich Spülen nicht nur hinsichtlich ihrer Materialität, Form, Größe und Farbigkeit auch die Art und Weise, wie sie eingebaut wird, beeinflusst ihre optische Wirkung und ihre Funktionalität.

Edelstahl – Zeitlose Eleganz

Zeitlos und farbneutral, hygienisch und lebensmittelecht, lässt Edelstahl sich perfekt mit anderen Materialien kombinieren. Der Werkstoff, der in unterschiedlichen Ausführungen wie z. B. poliert oder seidenmatt zur Wahl steht, verbindet viele Vorteile, die ihn zeitlos schön machen:



  • absolut korrosionsbeständig
  • 
völlig porenfrei und damit eine hygienische und leicht zu reinigende Oberfläche
  • 
hitzebeständig und schockresistent gegen Temperaturwechsel
  • Elastizität vermindert Porzellan- und Glasbruch

Der Steinlook – Verbundwerkstoffe

Die seidige und besonders feinporig geschlossene Oberfläche von Spülen aus Verbundwerkstoff schafft einen fühlbaren angenehmen Steincharakter. 80 Prozent des Materials besteht im Übrigen aus natürlichem Quarzsand oder Granit, natürliche Bestandteile, die für Langlebigkeit und Beständigkeit der Spülen garantieren. Die sogenannten „Granitspülen“ zeigen sich:

  • 
äußerst bruchfest
  • 
abriebfest und 
  • unempfindlich gegenüber Kratzern 
  • 
kälte- und hitzebeständig bis 280 °C 
  • 
unempfindlich gegenüber haushaltsüblichen Säuren 
  • farb- und lebensmittelecht 
  • besonders pflegeleicht

Verbundwerkstoffe dieser Art stehen für vollendete Verbindung von innovativer Formensprache, Farbe, hochwertiger Materialität und erstklassiger Verarbeitung mit perfekter Funktionalität.

Keramik – Tradition trifft Moderne

Keramikspülen schaffen eine angenehme, wohnliche Atmosphäre und bestechen durch ihre fließenden Formen und glasierten Oberflächen. Die von unterschiedlichen Herstellern angebotene Farb- und Formvielfalt der Keramik-Spülen-Modelle macht es möglich, dass sich diese sowohl in traditionelle als auch in moderne Küchengestaltungen harmonisch einfügen.

Überdies sind die Charaktereigenschaften von Keramikspülen schlichtweg überzeugend:

  • überlegen pflegeleicht
  • 
schlag- und stoßfest bei   haushaltsüblichem Gebrauch
  • 
kratz- und fleckenunempfindlich
  • 
volltonige Farben – matt oder glänzend
  • hitzebeständig
  •  
lebensmittelecht und hy-gienisch
  •  säurebeständig
  • lichtecht – auch bei direkter Sonneneinstrahlung

Die Einbauspüle ist nach wie vor ideal für alle Küchenarbeitsplatten in Laminat- oder Schichtstoff-Ausführung. Sie wird einfach von oben in den vorbereiteten Arbeitsplatten-Ausschnitt gesetzt und dann befestigt.

Spüle und Arbeitsplatte – nicht jede kann mit jeder

Wichtig ist dabei eine sorgfältige Abdichtung des Spülenrandes mit Silikon oder Dichtband, damit keine Feuchtigkeit in die Arbeitsplatte eindringen kann.
Als besonders vorteilhaft erweisen sich Einbauspülen mit einem möglichst flachen Rand: Er lässt die Einbauspüle besonders elegant erscheinen. Zudem vereint er nahezu flächenbündige Optik mit moderner Anmutung und zusätzlichem Komfort. Denn so lassen sich Spüle und Spülenumfeld ganz einfach reinigen.

Ganz ohne Kanten – flächenbündige Spülen

Flächenbündige Spülen bilden mit der Arbeitsplatte eine stufenlose Einheit – ohne störende Übergänge und absolut eben. Besonders bei hochwertigen Arbeitsplatten aus Granit oder Stein lässt sich der flächenbündige Einbau perfekt realisieren. Bei einem flächenbündigen Einbau in eine Arbeitsplatte aus HPL oder Laminat ist eine entsprechende Unterbaukonstruktion notwendig, die ein qualifizierter Küchenspezialist ohne große Probleme anfertigen kann.

Zudem erweist sich Flächenbündigkeit als besonders komfortabel, denn Wasser, Krümel oder sonstige Reste lassen sich direkt ins Spülbecken wischen. Schmutz kann sich nicht festsetzen und zu guter Letzt verbinden sich Spüle und Arbeitsplatte mit dem stufenlosen Übergang auf so homogene Weise, dass eine wertvolle zusätzliche Arbeitsfläche entsteht. Durch das fugenlose Design verschmelzen Spüle und Arbeitsplatte und erscheinen wie aus einem Guss.

Nicht weniger praktisch sind Unterbaubecken. Sie werden unter der Arbeitsplatte befestigt und integrieren sich perfekt ins Küchenumfeld und ermöglichen die optimale Nutzung der vorhandenen Arbeitsfläche. Natürlich gibt es auch hierzu passendes Zubehör, wie Schneidbretter aus Holz oder praktische Multifunktionsschalen und -Körbe, die die Funktionalität dieser Spülen erweitert.

Armatur – die Wasserquelle

Die Küchenarmatur ist die zentrale Wasserstelle in der Küche und wird durchschnittlich 75 Mal am Tag benutzt. Die Armatur ist ein wichtiger, funktionaler Bestandteil des Vorbereitungszentrums einer Küche. Zudem haben, gerade wenn es ums Trinkwasser geht, Hygiene und Sicherheit erste Priorität. Deshalb sollte man auch als Konsument darauf achten, dass die Wunscharmatur aus hochwertigen Materialien gefertigt ist und bestenfalls auch von einer unabhängigen Stelle zertif
iziert wurde.

Doch bevor man an die Auswahl einer neuen Armatur geht, sollte man in Erfahrung bringen, auf welche Art die Wasserzufuhr erfolgt. In den meisten Fällen benötigt man eine Hochdruckarmatur. Hier wird die Armatur direkt an die zentrale Wasserversorgung bzw. einen Durchlauferhitzer angeschlossen. Moderne Hochdruck-Armaturen haben zwei Wasseranschlüsse – für heißes und kaltes Wasser.

Nutzt man jedoch einen Boiler oder einen Warmwasserspeicher, ist eine Niederdruckarmatur (kurz: ND-Armatur) erforderlich, die mit drei Anschluss-Schläuchen ausgestattet ist.

Deshalb sollte man bei Kauf auf deren Hochwertigkeit achten: Häufig aus Fernost stammende Billigangebote verfügen oft über scharfkantige Bedienhebel oder fehlerhafte Oberflächen. Des weiteren fallen sie durch ihre zunehmende Schwergängigkeit, Undichtigkeiten, erhebliche Geräuschentwicklungen und grenzwertüberschreitende Metallausschwemmungen auf.

Einhebelmischer oder Zweigriffarmatur

Zeitgemäße Armaturen vereinen Design mit praktischen, funktionalen Details. So erleichtern Modelle mit ausziehbarer Schlauchbrause das Befüllen von Töpfen und Vasen. Strahlregler reduzieren die Kalkablagerung und wirken sich wassersparend aus. Das Herz der Armatur, die Kartusche, sollte mit einer langlebigen keramischen Dichtung ausgestattet sein. Flexible lange Anschluss-Schläuche bieten optimale Voraussetzungen für einen schnellen und sicheren Einbau.

Dem aktuellen Zeitgeist entsprechend haben sich die Einhebelmischer insbesondere in der Küche durchgesetzt. Mit nur einer Hand lassen sich die Temperatur des Wassers und der Wasserdurchfluss regulieren – ein entscheidender Vorteil gegenüber traditionellen Zweigriffarmaturen. Ein weiteres Plus: Mit einem Einhebelmischer verbrauchen Sie weniger Wasser als mit Zweigriffarmaturen, denn die Temperatur lässt sich schnell einstellen, ohne das Wasser lange laufen lassen zu müssen.

Im Vergleich zu Küchenarmaturen mit Rohrauslauf erweitert eine ausziehbare Schlauchbrause oder ein Mousseur den Aktionsbereich beträchtlich. So können Gefäße außerhalb des Spülbeckens befüllt werden, Verschmutzungen im Becken wegspülen oder die Tropffläche der Spüle reinigen.

Küchenarmaturen mit schwenkbaren Profi-Brausen verwandeln das Spülbecken in eine multifunktionelle Arbeitszone. Viele Schlauchbrausen lassen sich übrigens von Normal- auf Brausestrahl umstellen – ein praktisches Detail gerade beim Säubern von Gemüse.   

Weitere Informationen finden Sie auf www.kuecheundarchitektur.de »»

 

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