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Innovative Wasserenthärtung

24.10.2017

Zentrale Herausforderung bei der Sanierung des schönen 
Gebäudes war die Haustechnik. Wasser floss nur noch sehr spärlich aus den Leitungen. Jetzt gehören korrodierte Rohre und verkalkte Armaturen der Vergangenheit an.

Innovative Wasserenthärtung: Sanierung Haus Flettner Schroll.

Foto: journalfoto.de (Bernhard Müller)

Man fühlt sich sofort wohl in der Wohnung. Hier wird kreativ und gerne gelebt, und das überträgt sich auf die Besucher. Kein Wunder, dass die Bildhauer-Workshops, die Marion Müller-Schroll in den eigenen vier Wänden ausrichtet, immer schnell ausgebucht sind. 

Zudem ist die geborene Düsseldorferin ja eine ausgewiesene und prämierte Meis- terin ihres Fachs, von der es viel zu lernen gibt. Sie fertigt Skulpturen aus Stein, Holz und Metall – unter Verwendung so manchen Fundstücks – arbeitet aber auch als Restauratorin. Schon einige lieblos weggeworfene oder beispielsweise als Treibgut am Rheinufer gefundene Objekte hat sie gerettet, veredelt und einer neuen Bestimmung zugeführt. „Ich finde dieses Wohnumfeld einfach klasse und sehr inspirierend für meine Arbeit. Auch dass ich so schnell im Garten bin, schätze ich immens.“ Die grüne Oase dient nicht nur zum Chillen, sondern auch als Quelle für Dekorationsmaterial, denn frische Blumen gehören bei dem Ehepaar zum Wohlfühlen dazu.

Vor einigen Jahren war Marion Müller-Schroll mit ihrem Mann auf der Suche nach einer geeigneten Immobilie auf das Anwesen gestoßen. „Es war in einem katastrophalen Zustand, da war 30 Jahre lang nichts gemacht worden“, erinnern sich die beiden. In den Bädern wucherte Schimmel; Wände, Decken und sonstige Flächen der kleinteiligen Grundrisse präsentierten sich alles andere als ästhetisch, es boten sich wenige erbauliche Anblicke. Trotzdem: Das Haus hatte einen Grundcharme nebst fein ausgeführten Details, schließlich stammte es aus der Epoche des Jugendstils, und damals verstand man es, schön und wertig zu bauen.

Rost Rohr Flettner Schroll

Foto: journalfoto.de (Bernhard Müller)

So entschieden sich die beiden zum Kauf und entwickelten mit ihrem Architekten Michael Heck ein konsequentes Sanierungskonzept.

Das Gebäude sollte unbedingt seinen Charakter erhalten, da es aber nicht unter Denkmalschutz stand, wollte und konnte man auch Freiheiten nutzen, die noch ein deutliches Plus an Wohnqualität bringen. So wurde vor die Sonnenseite des Gebäudes eine große, stählerne und mit Holzböden ausgestattete Balkonanlage gestellt, von der alle Etagen profitieren. Der größte Eingriff fand unterm Dach statt, das zunächst bis auf die gemauerten Giebelteile komplett abgetragen wurde: Anstelle des großen Trockenspeichers und der Dienstmädchenzimmer entstanden zwei vollwertige Maisonettewohnungen. 

In den beiden anderen Etagen wurden Zwischenwände entfernt, Räume in Trockenbauweise neu unterteilt, Fenster in Richtung des Balkons bodentief vergrößert. Und selbstverständlich erhielt das Haus neue Installationstechnik – darunter das in dieser Reportage auf Grund seiner herausragenden Wirkung im Detail vorgestellte „Aquabion“-Wasserbehandlungsgerät. 

Auch sämtliche Türen und Fenster ließ das Ehepaar neu fertigen – stilecht entweder nach den Befunden im Haus oder nach Vorlagen aus der Bauzeit. Ebenfalls große Sorgfalt wurde der Fassade mit ihren verschiedenartigen Stucktechniken zuteil – das Originalbild ist perfekt konserviert und wiederhergestellt.

 

Installation Aquabion

Aquabion Flettner Schroll

Installiert wird der „Aquabion“ deutschlandweit von ausgesuchten und lizenzierten ION-Fachinstallateuren. Neben der fachgerechten Montage garantieren die Meisterbetriebe einen professionellen Service. Foto: journalfoto.de (Bernhard Müller)

 

Aquabion Flettner Schroll

Nach der Wasseruhr eingebaut: Die moderne, umweltfreundliche Wasserbehandlung – ganz ohne Stromanschluss, ohne Wartung, ohne Chemikalien und ohne Magnete. Foto: journalfoto.de (Bernhard Müller)

 

Aquabion Flettner Schroll

Ein Blick ins Innenleben des „Aquabion“. Der zentralen Zinkopferanode sind zwei Verwirbelungskörper vor- bzw. nachgeschaltet, die das Wasser und die mitgeführten Schwebstoffe starken Scherkräften aussetzen. Die dadurch entstehenden Verwirbelungen unterstützen den Selbstreinigungseffekt.

 

Aquabion Flettner Schroll

In zentralen Warmwassersystemen vermindert der „Aquabion“ die Ausfällung von Kalk im Boiler und im Rohrinneren trotz hoher Wassertemperaturen. Foto: journalfoto.de (Bernhard Müller)

 

Aquabion Flettner Schroll

Die Lebensdauer einer Zinkopferanode hängt von der Korrosivität und dem Kalkgehalt des Wassers ab. Check nach 5 Jahren empfohlen. Foto: journalfoto.de (Bernhard Müller)

(aus der Zeitschrift Althaus modernisieren 10/11-2017)

Fakten

Baujahr: 1905

Wohnungen: 5

Wohnfläche EG:155 m2

 

Bauaufgabe:

Sanieren eines maroden Mehrfamilienhauses, 

Ausbau des Speichers zu zwei Maisonetten  

 

Wasserbehandlung:

Einsatz eines „Aquabion“-Gerätes des Herstellers ION Deutschland GmbH

 

Architekt:

Michael Heck Planungsbüro

Fleher Straße 32

40223 Düsseldorf

Telefon 0211/300620

info@planungsbuero-heck.de

www.planungsbuero-heck.de