Abwasser: Anschluss herstellen

Der Staat nimmt mit seinen Gebietskörperschaften unter anderem die Funktion der öffentlichen Daseinfürsorge wahr. Dazu gehört auf Ebene der Städte und Gemeinden meist auch die Aufgabe, den Bürgerinnen und Bürgern eine Abwasserkanalisation zur Verfügung zu stellen. In der Praxis sieht es jedoch so aus, dass in Deutschland noch viele Immobilien nicht an ein öffentliches Abwasserentsorgungssystem angeschlossen sind, weil es für die betroffenen Gemeinden letztlich zu teuer wäre, an jedes Haus Abwasserleitungen zu legen. Meist sind es Liegenschaften im ländlichen Raum wie zum Beispiel einzelne Gehöfte, die noch nicht angeschlossen sind.

Als die Gemeinde eine öffentliche Abwasserkanalisation in Betrieb nahm, musste der Hauseigentümer seine eigene Abwasseranlage stilllegen und die Immobilie mit einem neuen Sammeltank ans öffentliche Netz anschließen. Fotos: Marco Aldag

Entscheidet sich die Gemeinde dennoch irgendwann für eine kommunale Kanalisation, besteht Anschlusszwang. Sprich, der Hausbesitzer muss seine eigene Abwasseranlage stilllegen und dafür sorgen, dass künftig sein Nutzwasser in die Kanalisation gelangt. In diesem Beispiel hat der Hausbesitzer einen Erdtank aus Kunststoff installieren lassen, in den sein Abwasser läuft. Bei einem definierten Wasserstand befördert die Pumpe das Schmutzwasser in die öffentliche Kanalisation. Feste Stoffe werden dabei geschreddert, damit sie nicht das Rohrsystem verstopfen können.

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