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Raumthermostate bei der Renovierung einbauen

09.11.2018

Ein Raumthermostat ist dazu nötig, um die Raumtemperatur einfach und komfortabel regeln zu können. Was im Inneren des Geräts passiert, ist schnell erklärt: Das Gerät misst die Raumtemperatur, die vorherrscht und gleicht sie ständig mit dem Wunsch ab, der vorher vom Bewohner am Raumthermostat eingestellt wurde. Liegt die Raumtemperatur unter der Wunschtemperatur, startet die Heizung. Liegt die Raumtemperatur über der Wunschtemperatur (beispielsweise auch nur, weil die Sonne in einem bestimmten Zeitraum den Raum deutlich erwärmt), bleibt die Heizung aus.

Bei einer Renovierung ist die Instandhaltung von Heizung und Heizkörpern ein unabdingbarer Bestandteil.
Bei der Renovierung eines Hauses, sind Erneuerung oder Instandhaltung von Heizung und Heizkörpern ein unabdingbarer Bestandteil! Foto: fotolia.com/ #228730188 / Urheber: Kadmy

Unterschieden wird in diese Modelle

Wer vor dem Mammutprojekt steht, ein ganzes Haus zu renovieren, der wird sich auch Gedanken darüber machen, ob im Zuge der Renovierung nicht direkt die Raumthermostate eine Verjüngungskur erfahren sollen. Unterschieden wird in diese drei Thermostatvarianten:

  1. Das analoge Thermostat stellt das einfachste Modell dar. Es gibt einen analogen Ein- und Ausschalter und eine Drehscheibe, an der die Wunschtemperatur eingestellt werden kann. Diese Modelle sind recht günstig, lassen sich aber nicht programmieren.
  2. Das programmierbare Thermostat hat genau diese Funktion eben schon. In aller Regel lassen sich bestimmte Wunschtemperaturen für verschiedene Tageszeiten einstellen. Das hilft aktiv beim Sparen, denn während die Eltern in der Arbeit und die Kinder in der Schule sind, muss die Heizung nicht auf Hochtouren laufen. Es reicht, wenn sie pünktlich ihre Arbeit aufnimmt, so dass bei der Rückkehr der Bewohner das Haus entsprechend warm ist.
  3. Smarte Thermostate sind ebenfalls programmierbar – und sogar noch detaillierter als bei einfachen, programmierbaren Modellen. Wie der Name „smart“ bereits vermuten lässt, lassen diese Thermostate leicht per Smartphone steuern. Eine Spezialvariante des smarten Thermostats ist das Thermostat mit Touchdisplay. Vor allem Technikfans sind von dieser Bauart begeistert

Das Umweltbundesamt weist diese Temperaturvorschläge online aus: „Die Raumtemperatur sollte im Wohnbereich möglichst nicht mehr als 20 °C betragen, sofern die Temperatur als behaglich empfunden wird. (…) Unsere Empfehlung für andere Räume: in der Küche: 18 °C, im Schlafzimmer: 17 °C. (…)  Senken Sie die Raumtemperatur nachts oder tagsüber, wenn sie einige Stunden lang nicht da sind, um einige Grad auf etwa 18 °C ab. Bei Abwesenheit von wenigen Tagen sollte die Temperatur auf 15 °C, bei längerer Abwesenheit noch etwas niedriger eingestellt werden. Während der Nachtstunden kann die Raumtemperatur in Wohn- und Arbeitsräumen um 5 °C gesenkt werden.“

Erneuerungsbeddürftiger Raumthermostat
Wer im Zuge einer Renovierung mit dem Gedanken spielt, sich von diesem alten Thermostat zu verabschieden, wird künftig auf ein Aufputz- oder Unterputz-Raumthermostat setzen. Foto: pixabay.com © ri (CC0 Public Domain)

Raumthermostate gibt es in zweierlei Bauarten: als Aufputz- und Unterputzinstallation

Ob ein Aufputz- oder ein Unterputz-Raumthermostat verbaut werden soll, entscheidet letztlich der persönliche Geschmack des Bewohners, denn der Unterschied ist vor allem optischer Natur.

Unterputz-Modelle lassen sich in einer Hohlwanddose oder einer Schalterdose integrieren. Die Verkabelung ist abhängig vom Hersteller und wird dort meist recht eindeutig beschrieben. So heißt es bei der Kabelscheune: „Mit einer Zentralscheibe 55x55 mm lässt sich der Unterputz Temperaturregler ohne Zwischenrahmen in viele gängige Schalterprogramme integrieren. Für den universellen Einsatz ist der Unterputz Temperaturregler auch mit einer 50x50 mm Zentralscheibe verfügbar.“ Zur Montage nötig sind eine Hohlwanddose, eine Schalterdose sowie ein Geräteschraubenabstand von 60 Millimetern. Die Alternative der Kabelscheune ist ein extra flacher Temperaturregler, der sich auf einer Schalterdose montieren lässt – ohne zu bohren.

Für Aufputzmodelle sind ebenfalls Schalterdosen geeignet. Sie werden häufig dann genutzt, wenn eine nachträgliche Modernisierung, Renovierung oder Sanierung ansteht. Gesteuert werden mithilfe dieser Aufputzmodelle sowohl Fußboden- als auch Flächenheizungen. Auch Elektroheizungen lassen sich so steuern. Eine Spezialkonstruktion ist nötig, wenn ein Stellantrieb vorhanden ist. Dann muss ein Temperaturregler mit Wechslerkontakt verbaut werden. Das ist beispielsweise auch beim Einsatz einer Wärmepumpe nötig.

Tipps zur Anordnung der Thermostate im Haus

Entscheidenden Einfluss auf die spätere Funktionsfähigkeit des Raumthermostats hat die Anordnung im Haus. Das Thermostat zu installieren, ist Aufgabe einer Elektrofachkraft. Fehler in der Installation würden sonst dazu führen, dass regelmäßig eine falsche Temperatur gemessen wird – und die Raumtemperatur nicht so ausfallen kann, wie sich das die Bewohner wünschen. Zur korrekten Installation eines Thermostats muss zweierlei beachtet werden:

  1. Unterhalb der Fensterbank oder an einem Ort, an dem es recht zugig ist, ist definitiv der falsche Platz, um ein Thermostat zu platzieren. Das Messergebnis wird regelmäßig zu tief ausfallen, weil die Zugluft gemessen wird. Die Folge: Die Heizung wird im Dauereinsatz sein – sehr zum Leidwesen der Bewohner, die nicht nur frieren, sondern auch hohe Heizkosten zu bezahlen haben.
  2. Das umgekehrte Problem wird sich zeigen, wenn das Thermostat sich in einer Nische befindet, in der sich Wärme staut. Auch unter der Gardine oder in einer Ecke des Zimmers neben einem wandhohen Schrank ist ein denkbar schlechter Platz für eine valide Messung der Raumtemperatur. Signalisiert das Thermostat der Heizung „hier ist es warm genug“, hört diese auf zu heizen. Warm ist es dann nur in der Nische, in der auch das Thermostat hängt.

Eineinhalb Meter Höhe sind das Standardmaß, in der Raumthermostate in aller Regel angebracht werden. Zudem ist es wichtig, für die Anbringung in jedem Fall eine innenliegende Wand zu wählen. Eine Außenwand ist per se immer um einige Grad kühler. Auch das würde das Messergebnis verfälschen – was sich wiederum auf Raumtemperatur und Portemonnaie auswirkt.

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