Pellets – Energie in Bestform

Holzpellets werden ausschließlich aus naturbelassenem Restholz wie Sägemehl und Hobelspänen hergestellt.Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Warum weiterhin auf importiertes Öl oder Gas setzen, wenn es vor der Haustür den nachwachsenden Brennstoff Holz gibt?

Eine alternative Energiequelle ist die energetische Nutzung von heimischer Biomasse. Gerade der traditionsreiche Brennstoff Holz erlebt als umweltfreundlicher und CO2-neutraler Energieträger eine wahre Renaissance und gewinnt in seiner modernen Form als Holzpellet zunehmend an Bedeutung. Vor einigen Jahren hielt der innovative Brennstoff auch auf dem deutschen Markt Einzug und erfreut sich seitdem zunehmender Beliebtheit. Mit der komfortablen Verbrennungstechnik wurden Holzpellets gerade für den Einfamilienhausbesitzer zu einer echten Alternative.

Bei dem Einsatz von Holzpellets verbinden sich Hightech und Komfort mit der Möglichkeit, aktiv einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Darüber hinaus erfüllen die kleinen Presslinge alle Eigenschaften, die man von einem modernen Brennstoff erwartet: komfortabel, wirtschaftlich, umweltfreundlich und krisensicher. Sägemehl und Hobelspäne sind der Rohstoff aus dem die Pellets hergestellt werden. Hierbei handelt es sich zurzeit fast ausschließlich um Nebenprodukte aus der Holz verarbeitenden Industrie.

Die zylindrischen Stäbchen werden ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln unter hohem Druck gepresst und haben einen Durchmesser von in der Regel 6 oder 8 Millimeter bei einer Länge von 20 bis 40 Millimeter. Der holzeigene Binde- und Klebstoff Lignin macht die Pellets formstabil und beständig.

Mit dem hohen Energiegehalt von 5 Kilowatt pro Kilogramm entspricht somit der Heizwert von einem Kilogramm Holzpellets dem Energiegehalt von einem halben Liter Heizöl. Die längst nicht ausgereizte Produktionskapazität liegt in Deutschland bei 2,6 Millionen Tonnen Holzpellets pro Jahr.

Die Lieferung loser Pellets erfolgt ähnlich wie bei einer Ölheizung mit einem speziellen Silofahrzeug, aus welchem die Pellets staubfrei und sauber in den Lagerraum eingeblasen werden. Durchschnittlich 3 bis 5 Tonnen reichen aus, um ein Einfamilienhaus ein Jahr lang beheizen zu können. Der Preis variiert hier je nach Saison, Anbieter und Abnahmemenge zwischen 180 und 240 Euro pro Tonne. Pellets sind auch seit Jahren äußerst preisstabil.

So kostet eine vergleichbare Jahreslieferung Pellets für ein Einfamilienhaus derzeit rund 40 Prozent weniger als Heizöl und gut 20 Prozent weniger als Erdgas. Inklusive der staatlichen Unterstützung von mindestens 2000 Euro bei der Umstellung rechnet sich der höhere Anschaffungspreis einer Pelletheizung (liegt im Schnitt bei rund 10 000 Euro) gegenüber einer Ölheizung durchschnittlich bereits nach sieben Jahren. Und nicht nur für Einfamilienhäuser lohnt sich die Umrüstung: Für Mehrparteienhäuser aller Größen rechnen sich Heizsysteme auf Pelletbasis durch den höheren Betriebskostenanteil noch schneller.

Moderne Pelletheizungen lassen sich raumsparend unterbringen.Auf dem Markt sind verschiedene Heizungssysteme erhältlich, die sich vor allem hinsichtlich ihrer Leistung und ihres Bedienkomforts unterscheiden
Zentralheizungsanlagen werden wie Öl- oder Gasheizungen im Heizraum eines Gebäudes installiert. Im Handel werden halb- und vollautomatische Systeme angeboten, die sich lediglich im Arbeitsaufwand bei der Befüllung ihres Vorratsbehälters beziehungsweise des Lagerraums unterscheiden. Halbautomatische Anlagen besitzen einen größeren Vorratsbehälter und werden wie Einzelöfen von Hand befüllt. Der Vorratsbehälter sollte daher ein Volumen von mindestens 400 Litern oder 260 Kilogramm Pellets aufweisen.

Den wesentlich größeren Marktanteil machen jedoch die vollautomatischen Zentralheizungen aus, bei denen die manuelle Beschickung ganz entfällt. Hier werden die Pellets komplett automatisch aus dem Lagerraum in den Brennraum transportiert.

Vollautomatische Pelletheizungsanlagen weisen daher einen nahezu vergleichbaren Bedienkomfort wie eine Ölheizung auf. Lediglich der Aschekasten muss rund 2 bis 4 Mal jährlich entleert werden. Die Asche kann problemlos über den Hausmüll entsorgt werden.

Um eine optimale Wärmeversorgung zu gewährleisten ist bei der Wahl des Kessels zu beachten, dass die Nennleistung an den Wärmebedarf des Hauses angepasst wird. Dies erfordert eine Wärmebedarfsberechnung, die von einem Energieberater oder einem Heizungsinstallateur ausgeführt werden kann.

Auch Pelletkaminöfen sind moderne, effiziente Geräte, die über 90 Prozent der in Pellets enthaltenen Energie verfügbar machen. Verluste werden vermieden, denn die gesamte Wärme wird dort abgegeben, wo sie auch benötigt wird. Der Preis für einen leistungsfähigen Pelletkaminofen beginnt bei 2500 Euro. Die Anschaffung amortisiert sich nach wenigen Jahren. Alle Heizsysteme lassen sich mit einer Solaranlage kombinieren, was eine weitere Senkung des Brennstoffbedarfs ermöglicht.

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