Heizen mit Gas

Wer den fossilen Brennstoff behalten möchte, sollte alles aus ihm herausholen. Foto: RotexFakt ist: Gerade der Gebäudebestand ist bezüglich der Heizungsmodernisierung das größte Problemfeld: Nur 23 Prozent der deutschen Heizungsanlagen entsprechen aktuell dem Stand der Technik. Das heißt: Bis zum Jahr 2020 werden deutschlandweit zehn Millionen aller Heizungsanlagen modernisierungsbedürftig sein.

In einem sind sich alle Fachleute einig: Um hier einen Anreiz zum Handeln zu bieten, sind bewährte Heiztechnologien gefordert, die einen geringen Investitionsaufwand erfordern und sich schnell amortisieren. Eine dieser Heiztechnologien ist unbestritten die Gasbrennwerttechnik.

Mehr als zwei Drittel aller Haushalte könnten einfach durch den Austausch des veralteten Wärmeerzeugers deutlich sparen und ihre Wohnkosten dauerhaft senken. Denn die moderne Brennwerttechnik holt alles zurzeit Machbare zum Beispiel aus dem Energieträger Gas heraus.

Alte Anlagen sind da meilenweit davon entfernt. Und je teurer die Energie wird, desto schneller amortisiert sich die Investition. Trotzdem wollen 86 Prozent der Umfrageteilnehmer im Auftrag der VdZ, eines etablierten Verbandes in der Gebäudetechnik, keinen Kesseltausch, weil ihre alte Heizung noch einwandfrei funktioniere.

„Ist die Heizung älter als 15 Jahre, kann sie von der Effizienz mit einem modernen Heizsystem nicht mehr mithalten“, erklärt Werner Willmes, Sprecher der Initiative Erdgas pro Umwelt (IEU). Selbst bei einem vorbildlichen Heizverhalten zahlen die Eigentümer betagter Anlagen drauf.

Laut einer Studie belastet ein Heizungstausch sogar einen eher einkommensschwachen Rentnerhaushalt mit nur 5 Euro pro Monat. Werner Willmes: „Unsere Studie zeigt, dass es für die meisten Haushalte am wirtschaftlichsten ist, bei der energetischen Sanierung schrittweise vorzugehen. Wer jetzt seine Heizung tauscht, schafft sich durch die reduzierten Kosten Freiräume, die er später für weitere Maßnahmen nutzen kann.“
Die Kombination von Solar und Brennwerttechnik zahlt sich am meisten aus.

Durch die stärkere Einspeisung von Bioerdgas in das Versorgungsnetz ist die Erdgas-Brennwerttechnik selbst auf dem Weg, ein regeneratives Energiesystem zu werden.

Bioerdgas ist CO2-neutral, weil es nur das Kohlendioxid bei der Verbrennung freisetzt, das der Atmosphäre von den Pflanzen während ihres Wachstums entzogen wurde. Jede Erdgas-Heizung kann Bioerdgas verbrennen, ohne dass dafür eine Umrüstung notwendig ist.

Scroll to Top