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Geld sparen mit einer Hybridheizung

05.11.2018

Das neue Zauberwort heißt Hybridheizung. Sie kombiniert die Vorteile zweier Heizsysteme: den energiesparenden Betrieb einer Wärmepumpe und die hohen Temperaturen zum Beispiel eines Gas-Brennwertkessels.

Die Hausbesitzer entschieden sich für eine Hybridheizung. Foto: Rotex

Die Hausbesitzer wollten sich vom alten Heizsystem (unten rechts) komplett 
trennen und entschieden sich für eine Gas-Hybrid-Wärmepumpe. 
Die Inbetriebnahme der gesamten Anlage von Tanja Mayer übernahm 
ein Mitarbeiter des Servicedienstes des Herstellers. Foto: Rotex

Sogenannte Hybridsysteme eignen sich besonders gut für die Heizungsmodernisierung bestehender Gebäude, da diese oftmals höhere Vorlauftemperaturen benötigen als Neubauten. So entschied sich auch Familie Mayer aus dem Neckar-Odenwald-Kreis bei der Beheizung ihres Zweifamilien-Wohnhauses für eine Hybridheizung. Nach dem Kauf des Hauses renovierten die Besitzer ihr Eigenheim. In einem ersten Sanierungsschritt wurden neue Fenster eingebaut, danach wurde die Heizungsanlage erneuert. Die neue Hybridheizung, die „HPU hybrid“ von Rotex, vereint eine Gas-Brennwerttherme mit einer Luft/Wasser-Wärmepumpe und wurde im Keller des 1962 errichteten Wohnhauses installiert.

Das System mit seinen acht Kilowatt Leistung übernimmt in Kombination mit dem Wärmespeicher „HybridCube“ die Beheizung und die Warmwasserbereitung der 200 Quadratmeter großen Wohnfläche. So erhält Familie Mayer ganzjährig höchsten Wohnkomfort und jederzeit hygienisches Trinkwasser. „Unser Wunsch bei der Heizungsmodernisierung war es, auch ein zukunftsfähiges und umweltfreundliches System wie eine Wärmepumpe einzusetzen. Da diese im Alleinbetrieb die Heizlast des Hauses nicht ausreichend abgedeckt hätte, haben wir uns auf Empfehlung des einbauenden Betriebs Edgar Rath Installationen aus Helmstadt-Bargen für die ‚HPU hybrid‘ entschieden“, so Bauherrin Tanja Mayer.

Einbau der Hybridheizung

Der Einbau der Gas-Hybrid-Wärmepumpe war denkbar einfach und in wenigen Schritten erledigt: Das Innengerät wurde vom Fachhandwerker mit Hilfe einer Wandaufhängung im gewünschten Kellerraum an der Wand montiert. Mit rund 30 Kilogramm ist es problemlos von zwei Personen an der Befestigung aufzuhängen. Die neue Heizungsanlage eignet sich mit Vorlauftemperaturen von 25 bis 80 Grad Celsius ideal für jeden Gebäudetyp und den Austausch der bestehenden Heiztechnik. Durch den Einsatz der beiden Energieträger Luft und Gas ist eine hohe Betriebssicherheit gegeben. Ein weiterer Vorteil der Hybridheizung ist, dass die Inneneinheit das Wärmepumpen-Innengerät und das Gas-Brennwertgerät platzsparend in einem Gerät vereint und damit nicht mehr Platz als die alte Ölheizung benötigt. Da alle Komponenten werkseitig aufeinander abgestimmt sind, konnte das System in kürzester Zeit mit wenigen Baumaßnahmen und geringem Aufwand in dem Kellerraum installiert werden.

Die bereits vorhandenen Heizkörper sowie Rohrleitungen können bei Familie Mayer weiter genutzt werden, wodurch keine zusätzlichen Installationskosten entstanden. Laut Hersteller ist bei der „HPU hybrid“ der Parallelbetrieb mit der Wärmepumpe maximiert, sodass der Gaskessel erst deutlich später die alleinige Versorgung des Gebäudes übernimmt. Das System arbeitet damit bis zu 35 Prozent effizienter als ein Gas-Brennwertkessel alleine. Über das Jahr betrachtet werden 60 bis 70 Prozent der Energie für die Raumheizung von der Wärmepumpe geliefert. Den Rest steuert das Gas-Brennwertgerät bei.

Anpassungsfähiges Heizsystem

Das System der Hybridheizung passt sich ständig schwankenden Außentemperaturen und Heizlasten des Wohnhauses an und sorgt so für einen optimalen Komfort. Die intelligente Steuerelektronik „Hybrid Logic“ wählt dabei selbstständig den kostengünstigsten Modus abhängig vom Strom- und Gaspreis aus und arbeitet deshalb immer mit höchster Effizienz. Alternativ kann das System so eingestellt werden, dass es immer die Energieart mit der geringsten Umweltbelastung (höchste Primärenergieausnutzung) auswählt. Bei Familie Mayer wird das System, wie bereits erwähnt, durch einen Wärmespeicher mit einem Fassungsvermögen von 500 Liter, den „HybridCube“, ergänzt, der direkt neben der „HPU hybrid“ im Keller Platz findet. Er stellt eine Kombination aus Warmwasserspeicher und Durchlauf-Wassererwärmer dar. Dabei ist selbstverständlich die eigentliche Wärme nicht im Trinkwasser selbst, sondern im davon klar getrennten Speicherwasser gespeichert. Der Speicher zeichnet sich aufgrund seiner Konstruktion durch optimale Trinkwasserhygiene aus.

Das Wärmepumpen-Außengerät, in dem sich der invertergeregelte Verdichter befindet, wurde an der Außenwand des Hauses montiert. Grundsätzlich gilt, dass es in einer Entfernung von bis zu 20 Meter Rohrleitungslänge vom Innengerät aufgestellt werden kann. Intuitive Steuerung mit dem Smartphone: Dank der intelligenten Steuerung und der „smart App“ kann Familie Mayer ihre Heizung jederzeit von unterwegs aus mit dem Smartphone steuern. Dafür ist die „HPU hybrid“ mit dem LAN-Adapter ausgestattet. So kann die Heizung optimal auf die individuellen Komfortansprüche abgestimmt und eingestellt werden.

Zukunftsfähig Heizen

Jetzt zukunftsfähig Heizen: Die Inbetriebnahme der gesamten Anlage erfolgte durch den Rotex-Service. Dieser erklärte Frau Mayer auch, worauf es bei den Einstellungen ankommt und wie die Heizung auch in Zukunft effizient und kostensparend zu betreiben ist. Tanja Mayer zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis: „Unser Wunsch nach einer Wärmepumpe wurde erfüllt. Durch die Kombination mit einer Gas-Brennwerttherme sind wir außerdem zukunftsfähig aufgestellt und profitieren auch bei kältesten Temperaturen von einer sicheren Heizleistung. In Kombination mit dem Wärmespeicher haben wir auch das Thema hygienisches Trinkwasser gleich mit abgedeckt.“

(aus der Zeitschrift Althaus modernisieren 10/11-2018)

Bildergalerie vom Heizungstausch live vor Ort

Zunächst wird das Wärmepumpen-Innengerät an der Wand angebracht. Dann wird der heizungs- und wasserseitige Anschluss des Gas-Brennwertgeräts vorbereitet. Foto: Rotex
Jetzt wird das Gas-Brennwertgerät installiert, das vor das Wärmepumpen-Innengerät gesetzt wird. So ergibt sich ein kompaktes Heizsystem.
 Foto: Rotex
Der leicht zu transportierende Hochleistung-Wärmespeicher findet direkt neben der „HPU hybrid“ im Keller Platz. Foto: Rotex
Der „HybridCube“ speichert nicht nur das Heizwasser, er liefert Familie Mayer verlässlich hygienisches Trinkwasser. Foto: Rotex
Das Wärmepumpen-Außengerät der „HPU hybrid“ steht bei Familie Mayer an der Hauswand neben der Garageneinfahrt. Foto: Rotex


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