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Wenn die Küche in die Jahre kommt – Verjüngungskur gefällig?

24.10.2018

Verjüngungskur einer Küche.
In einer schönen Küche machen Kochen und gemeinsames Esssen gleich nochmals so viel Spaß. Foto:Pixabay © NatashaG (CC0 Creative Commons)

Selbst die edelste Einbauküche kommt bei bester Pflege irgendwann in die Jahre. Es entstehen kleine Brandflecken und Kratzer auf der Arbeitsfläche, die Gebrauchsspuren in der Spüle sind nicht mehr zu übersehen, der alternde Kühlschrank entpuppt sich als wahrer Stromfresser und die Spülmaschine ist auch nicht mehr „state of the art“. Die einst so moderne, schöne Küche ist einfach nicht mehr nach Ihrem Geschmack. Bei vielen Küchen lohnt sich eine Verjüngungskur.

Kleine Maßnahmen können viel bewirken

Das Eu-Energielabel gibt Auskunft über den Energieverbrauch von Elektrogeräten. Foto: Pixabay © midascode (CC0 Creative Commons)Eine in die Jahre gekommene Küche, die vor vielen Jahren für mehrere zehntausend Mark angeschafft wurde, eventuell sogar maßgeschneidert, muss nicht komplett entsorgt werden. Eine Küche, die sich bereits lange bewährt hat, lässt sich wirkungsvoll renovieren. Mit dem nachträglichen Einbau von Auszügen, Ecklösungen oder optimierten Geräten lassen sich Küchen ergonomischer gestalten. Durch verbesserte Lichtkonzepte entsteht zusätzlicher Komfort am Arbeitsplatz. Kleine Nachrüstungen, wie beispielsweise ein nachträglich eingebautes Mülltrennsystem, erleichtern die Arbeit in der Küche. Häufig entsteht der Wunsch nach Modernisierung, weil ein Elektrogerät kaputt gegangen ist. Ist beispielsweise der Geschirrspüler schon älter als zehn Jahre, ist zu überdenken, ob sich die Reparatur wirklich lohnt. Moderne Geräte sind wesentlich energieeffizienter als die alten Modelle. Bei neuen Geräten gibt das EU-Energielabel Auskunft über den Energieverbrauch eines Gerätes.

Austausch der Elektrogeräte

Wenn der Geschirrspüler heute den Geist aufgibt, bedeutet das: Wieder alles von Hand spülen, viele Stunden mehr Arbeit jede Woche. Deshalb muss hier meist schnell Ersatz her, wenn die Reparatur sich nicht mehr lohnt. Das richtige Modell zu finden ist dann nicht immer einfach. Im Internet gibt es dazu kleine Hilfen, wie die Vergleichsseite von BILD. Dort sind Testergebnisse zu unterschiedlichen Geschirrspülern veröffentlicht. Damit sollte die Auswahl nicht mehr so schwerfallen. Wenn dann das neue, gute Stück endlich zu Hause angekommen ist, stellt sich schon das nächste Problem ein: Wie wird der Geschirrspüler angeschlossen?

Den Geschirrspüler anschließen

1. Schritt: Vorbereitung
Als Erstes, wenn das Gerät zu Hause ankommt, sollten Sie die Bedienungsanleitung suchen und lesen. Sie enthält wichtige Informationen zu diesem speziellen Gerät. Den Standort für die neue Spülmaschine sollten Sie schon vor der Lieferung bestimmen. Dabei ist zu bedenken, dass der Geschirrspüler Wasser- und Stromanschluss sowie einen Abwasseranschluss benötigt. Damit es nicht so leicht zu einem Kurzschluss kommt, sollten Sie auf die Verwendung eines Verlängerungskabels verzichten.

2. Schritt: der Wasseranschluss
Wenn bereits eine Geschirrspülmaschine in der Küche war und das neue Gerät etwa an denselben Standort soll, sind die Anschlüsse bereits vorhanden. Wenn nicht, ist ein Doppelventil für den Wasseranschluss notwendig, das sich mit wenigen Handgriffen selbst anbringen lässt. Dazu unbedingt das Wasser abstellen. Das Doppelventil gibt es im Baumarkt zu kaufen, am besten gleich auch Teflonband oder Hanf kaufen, um alles schön abzudichten. Ist das Ventil angeschraubt und dicht, kann sogleich der Geschirrspüler angeschlossen werden.

3. Schritt: Anschluss für das Abwasser
Der Abwasseranschluss lässt sich am einfachsten mit dem bereits bestehenden Siphon verbinden. Dort lässt sich das Abflussrohr des Geschirrspülers leicht anschließen und mit einer Schlauchklammer sichern. So kann der Schlauch nicht versehentlich herausrutschen und die ganze Küche unter Wasser setzen.

4. Schritt: Stromzufuhr installieren
Wenn Wasser und Abwasser angeschlossen sind, fehlt nur noch der Strom. Dazu muss eigentlich nur der Stecker in eine Steckdose gesteckt werden. Am besten, wie schon erwähnt, ohne Verlängerung, um das Kurzschlussrisiko gering zu halten. Dazu hat die HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e. V. – das „Merkblatt zur Elektroinstallation in Wohngebäuden“ herausgegeben. Demnach sollte der Geschirrspüler eine eigene Steckdose bekommen, genauso wie Mikrowelle oder Waschmaschine.

5. Schritt: Sicherheitscheck und kurzer Probelauf
Wenn Sie bis jetzt alles richtig gemacht haben, fehlt abschließend noch eine Prüfung der Verbindungen, ob alles funktioniert und dicht ist. Dabei ist folgende Vorgehensweise bewährt:

  • Hat die Maschine ein Display, zeigt schon ein Blick darauf, ob sie richtig an den Strom angeschlossen ist. Wenn es kein Display gibt, haben die meisten Maschinen eine Signallampe oder Sie hören Funktionsgeräusche. Die Maschine direkt wieder abschalten.
  • Jetzt kann der Wasseranschluss geprüft werden. Dazu den entsprechenden Wasserhahn aufdrehen, dabei den Verbindungsschlauch genau beobachten. Es darf nichts tropfen. Wenn es irgendwo tropft, alles wieder ausschalten und die Ventile noch einmal nachdrehen. Danach können Sie die Dichtheit erneut prüfen.

6. Schritt: der erste Probedurchlauf
Mit einem Probedurchlauf lässt sich die Funktionsfähigkeit eines Geschirrspülers überprüfen. Wenn dieser Probedurchlauf gleich mit schmutzigem Geschirr vonstattengeht, lohnt es sich doppelt: Die Maschinen läuft nicht leer und schon beim ersten Probedurchlauf lässt sich auch die Reinigungsleistung der Maschine beurteilen. Es sollte auf jeden Fall jemand während des Probelaufs anwesend sein, um im Notfall eingreifen zu können.

7. Schritt: Maschine am endgültigen Platz aufstellen
Ist alles korrekt angeschlossen, die Maschine läuft ordnungsgemäß und alles ist dicht, kann der Geschirrspüler an seinen endgültigen Platz. Untertischgeräte lassen sich einfach unter die Arbeitsplatte schieben. Einbaugeräte müssen nun noch in den vorhandenen Schrank eingebaut werden. Beim endgültigen Aufstellen ist es wichtig, auf einen geraden Stand zu achten. Ein wichtiges Instrument dabei ist die Wasserwaage. Steht die Maschine nicht richtig, kann das zu vorzeitigem Verschleiß führen und die Lebensdauer beeinträchtigen.

Weitere Verjüngungsmöglichkeiten für die Küche

Ist die Küche technisch noch funktionsfähig und eigentlich nur etwas unansehnlich geworden, gibt es noch weitere Möglichkeiten, sie etwas aufzupeppen. Eine neue Optik lässt sich mit wenigen Mitteln und sehr kostengünstig erreichen. Die Zauberformel heißt: Austausch der Küchenfronten. Dabei entsteht nur sehr wenig Dreck und es fällt viel weniger Arbeit an als bei der Montage einer komplett neuen Küche. Küchenexperten raten dazu, die Küche nach etwa 20 Jahren vollständig auszutauschen. Bei hochwertigen Küchen ist die Lebensdauer von Fronten und Korpus aufeinander abgestimmt. Beides hält in etwa gleich lang. Deshalb lohnt es sich, nach so langer Zeit über die Anschaffung einer neuen Küche nachzudenken.

Abschließend noch ein paar Tipps: So läuft der Geschirrspüler leise

ist der Geschirrspüler richtig eingeräumt, läuft er gleich viel leiser. Foto: Pixabay © Jobbeat (CC0 Creative Commons)Ein neuer Geschirrspüler sollte nicht lauter als 40 bis 43 Dezibel sein. Dabei lässt sich die Lautstärke durch die richtige Beladung beeinflussen. Wenn ein Wasserstrahl auf eine Edelstahlschüssel trifft, erzeugt das ein relativ lautes Geräusch. Porzellangeschirr ist demgegenüber sehr leise, sogar wenn der Wasserstrahl direkt auf das Geschirr trifft. Eine korrekte Beladung der Geschirrspülmaschine hilft, einen hohen Geräuschpegel zu reduzieren. Es ist auch ratsam, die Maschine immer nur einzuschalten, wenn sie ganz voll ist. Eine halbvolle Maschine erzeugt ebenfalls einen höheren Geräuschpegel. Im SWR Marktcheck gibt es noch weitere Informationen zur empfohlenen Lautstärke von Küchen- und Haushaltsgeräten.