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Elektroinstallation

19.10.2010

Wenn wir die Vielzahl der elektrischen Geräte im Haus in Ruhe anschauen,
merken wir erst, wie enorm sich die Welt verändert und wie wenig wir
die Elektroinstallation angepasst haben.

Moderne Kommunikationstechniken überforden oft die vorhandene Elektroinstallation in alten Häusern.

Bei einer Grundsanierung des Hauses muss sich der Besitzer intensiv mit der technischen Ausrüstung des Gebäudes auseinandersetzen. Dies gilt auch für den Ausstattungsumfang der elektrischen Anlage. Nur wenn die vorhandenen und geplanten elektrischen Geräte erfasst sind, kann die dafür notwendige elektrische Anlage vom Fachhandwerker auch bedarfsgerecht geplant werden.

Eine Hilfe für Sie: Der „Raumplaner online“ der Initiative  Initiative Elektro+  unterstützt Sie bei der Festlegung des Ausstattungsumfangs der Elektroinstallation. Sie können die Anzahl der Stromkreise, Schalter Steckdosen, Beleuchtungsauslässe, Fernseh- und Kommunikationsanschlüsse und weiterer Komfort- und Sicherheitsfunktionen festlegen. Die Ergebnisse dieser Bestandsaufnahme sind ideal für das Gespräch mit dem Elektrofachmann.

Modernisierung der Elektroinstallation

1. Ihr gewünschter Ausstattungswert ist die Basis für Ihre Gespräche mit dem Elektrofachbetrieb. Um Zukunfts-sicherheit zu haben, empfiehlt die Initiative Elektro+ den sogenannten Ausstattungswert 2.

2. Den alten Hauptverteiler aus Blech mit Schraubsicherungen sollten Sie durch einen neuen Zählerschrank mit modernen Schutzeinrichtungen wie SH-Schalter, Fehlerstromschutzschalter, Leitungsschutz-schalter ersetzen. Ein Kommunikationsfeld im Zählerschrank ist von Vorteil, da von einem zentralen Punkt aus auch künftige Kommunikationstechnologien nachgerüstet werden können.

3. Planen Sie genügend Stromkreise ein, damit Ihre Elektroanlage auch zukünftig nicht überlastet wird. Die Haupträume wie zum Beispiel Wohn-, Kinder- und Schlafzimmer, Küche, Büro sollten einen eigenen Stromkreis mit Sicherung erhalten. Auch leistungsstarke Elektrogroßgeräte, Herd, Waschmaschine, Geschirrspüler, Trockner, Mikrowelle, elektrische Warm-wasserbereitung, benötigen jeweils einen eigenen Stromkreis.

4. Die Etagenverteiler aus Blech sollten durch einen modernen Stromkreisverteiler ersetzt werden. Der Stromkreisverteiler sollte mindestens dreireihig sein. Dabei vorgesehene Reserveplätze machen Erweiterungen möglich.

5. Der Einsatz eines FI-Schutzschalters ist heute verpflichtend. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie pro Etage einen FI-Schutzschalter einbauen lassen, damit bei einem Fehler in der Elektroanlage nicht die gesamte Stromversorgung des Hauses unterbrochen wird.

6. Damit eine „flexible Raumnutzung möglich ist, sollten Sie genügend Steckdosen, Schalter, und Beleuchtungsauslässe einplanen. Denken Sie daran, Steckdosen neben Betten und über Arbeitsflächen in Küche und Hausarbeitsraum sind mindestens als Zweifachsteckdose auszuführen. Neben TV-Anschlüssen mindestens eine Dreifachsteckdose und neben Telefonanschlüssen immer eine Zweifachsteckdose installieren.

7. Sparen Sie nicht an Schaltern bei der Erneuerung Ihrer Elektroanlage. Jede Leuchte sollte vom Raumein- beziehungsweise -ausgang aus schaltbar sein. Eine Alternative sind Bewegungsmelder.

8. Die Elektronik gestaltet maßgeblich den Wohnkomfort. Zum Funktionserhalt sollten Sie Überspannungsschutz sowohl in der Verteilung als auch direkt an empfindlichen Endgeräten vorsehen. Bei exponierter Lage ist es sinnvoll, eine äußere Blitzschutzanlage mit Blitzstromableitern zu ergänzen. Nur so können Sie beim Gewitter ruhig und sicher schlafen.

9. Besonders bei kleinen Kindern sollten Sie die Steckdosen mit einem Berührungsschutz (sog. Kinderschutz) ausstatten, damit der Forscherdrang Ihrer Kinder nicht lebensbedrohlich endet.

10. Planen Sie jeweils separate Leerrohrstränge für TV und Telefon, vom Kommunikationsfeld im Hauptverteiler ausgehend, in die Räume ein. Vor allem Wohn-, Schlaf-, Kinderzimmer, Büro und Hausarbeitsraum sollten für die künftige Kommunikationswelt gerüstet sein.

11. Legen Sie die Platzierung Ihrer Stereoanlage und Lautsprecherboxen fest. Danach ist die Leitungsführung für Lautsprecherkabel im Leerrohr von der Stereoanlage oder DVD-Player zu den jeweiligen Lautsprecher-Anschlussdosen definiert.

12. Lassen Sie Bewegungsmelder für Außenbeleuchtung installieren, damit Sie und Ihre Gäste sicheren Fußes Ihr Grundstück betreten können.

13. Wählen Sie eine Gegensprechanlage mit Videofunktion für Ihren Eingangsbereich, damit erhöhen Sie Ihre Sicherheit.

14. Rauchmelder gehören in jeden Wohnraum im Haus, damit Rauch und Brand Sie nicht im Schlaf überraschen. Es ist darauf zu achten, dass die eingesetzten Rauchmelder „vernetzt“ sind, d. h. spricht einer an, geben alle Alarm.

15. Einzelraumregelung fürs individuelle und energiesparende Heizen, damit Ihre Heizung effizient mit der teuren Energie umgeht.

16. Elektrisch gesteuerte Rollläden – zumindest für die großen Fenster – bringen Erleichterung, damit Sie nicht die schweren Rollläden hochziehen müssen.