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Einbautipps für Kochfeld und Dunstabzug

22.10.2015

Die Dunstabzugshaube ist schon lange mehr als ein teures Beleuchtungselement. Neben ihrer Effizienz, die sie als Abluft- oder Umluft-Variante erbringt, ist es natürlich auch das Design, das sie für Verbraucher interessant macht. Gerade in zum Wohnraum hin offenen Küchen spielen Optik und Funktionalität eine gleichermaßen große Rolle. Zu den gefragtesten Lösungen gehören derzeit kopffreie Wandhauben oder integrierte Deckenlüfter, aber auch die versenkbare Downdraft-Haube findet mehr und mehr Liebhaber.

Welche Funktion kann bzw. muss eine Dunsthaube überhaupt übernehmen? Die Küche gehört zu den Räumen, in denen übermäßig viel Feuchtigkeit erzeugt wird. Ohne ein entsprechendes Abzugssystem kann sich der beim Kochen entstehende Wasserdampf an Wänden und Fensterscheiben niederschlagen.

Durch den größeren Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur machen sich diese Probleme im Winter stärker bemerkbar als im Sommer. Da die Temperatur in der Küche besonders stark schwankt, kann es hier zu größeren Schäden kommen als in anderen Räumen.

Zudem haben wir es in der Küche nicht nur mit Wasserdampf zu tun. Es gilt, den gesamten Wrasen, d. h. das Gemisch aus Fett, Feuchtigkeit, Feststoffen und Gerüche abzuführen. Je gründlicher, desto besser – auch in Anbetracht dessen, dass es heute nicht nur geschlossene Küchenräume gibt, sondern zunehmend mehr Raumlösungen, in denen Küchen-,  Ess- und Wohnbereich miteinander verschmelzen.

Hier reicht ein „natürlicher Luftwechsel“, der durch das Öffnen eines Fensters erfolgt – oder durch die Luftzirkulation in Haus und Wohnung – nicht mehr aus. Da der Wrasen so durch ungeführte Luftströme abtransportiert wird, hat man keinen Einfluss darauf, wohin er geleitet wird. Schlimmstenfalls lagern sich Bestandteile des Wrasens auf Wänden und Möbeln und dann auch nicht nur in der Küche ab.

Da kann nur eine Dunst­abzugshaube Abhilfe schaffen. Sie steht für einen „dynamischen Luftwechsel“. Ihre Aufgabe ist es, den Wrasen mittels eines geführten Luftstroms zu beseitigen und dabei gleichzeitig Fett, Feuchtigkeit und Gerüche aus der Luft zu filtern.

Hauben-Technik: Abluft oder Umluft?

Zur Verfügung stehen zwei unterschiedliche Betriebssysteme, das Abluft- und das Umluftsystem. In beiden Fällen und im Regelfall nimmt die Dunstabzugshaube oberhalb der Kochstelle den Wrasen auf und filtert ihn. Gegen Fettpartikel und Gerüche wird auf diese Weise Abhilfe geschaffen. Während bei der Ablufttechnik die gefilterte Luft letztendlich aber nach draußen weggeführt wird, leitet sie eine Umlufthaube wieder in die Küche zurück. Dem Wasserdampf, der Feuchtigkeit in der Luft, hat die Umlufthaube also überhaupt nichts entgegenzusetzen. Anderweitiges Lüften ist dann angesagt.

Umluft sollte also nur dann eingesetzt werden, wenn Ablufttechnik nicht möglich ist, zum Beispiel, wenn bauliche Notwendigkeiten wie Mauerdurchbrüche nicht umsetzbar sind (Mietwohnung) oder zu lange Leitungswege erforderlich wären (Inselküchen). Übrigens: Umlufthauben dürfen in Deutschland über Gaskochstellen mit mehr als 11kW nicht verwendet werden.

Beachten sollte man auch, dass die geruchabsorbierenden Kohleaktivfilter regelmäßig gereinigt beziehungsweise ausgetauscht werden müssen und dass die Luftfördermenge durch den Kohleaktivfilter reduziert wird. Auch können Umluftmodelle im Einzelfall lauter sein als Ablufthauben.

Das Gebläse einer Ablufthaube sitzt meistens in der Dunstabzugshaube selbst. Erhältlich sind jedoch auch Geräte mit externem Gebläse, das dann zum Beispiel an der Außenwand montiert wird.

Der Metallfettfilter, der zudem leicht zu entnehmen ist, um in der Spülmaschine gereinigt zu werden, sorgt dafür, dass sich kein Fettfilm in der Küche und eventuell in offen angrenzenden Räumlichkeiten ablagert.

Bora Basic ist eine intelligente Kombination aus Induktionskochfeld und effektivem Kochfeldabzug, bei dem der Dunst in der Mitte des Kochfelds nach unten abgezogen wird.  Zwei Ventilatoren im Inneren der Einbaueinheit arbeiten parallel und flüsterleise. www.bora.com

Abluft und schornsteinabhängige Feuerstellen

Beim Betrieb einer Dunstabzugshaube im Abluftverfahren kann, sofern nicht genügend Luft in den Raum nachströmen kann, im Aufstellbereich der Feuerstätte ein Unterdruck entstehen und die Abgase können in den Raum zurückströmen.

Um dies zu vermeiden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die einfachste Lösung  ist, über ein gekipptes Fenster ausreichend Zuluft in die Wohnung einströmen zu lassen. Da erfahrungsgemäß aus Unachtsamkeit die Fenster beim Betrieb der Dunstabzugsanlage aber oft geschlossen bleiben, ist diese Lösung nicht sicher genug.

Als zuverlässige Alternative bietet sich der Einbau eines Kontaktschalters am Fenster an, welcher durch Kabel- oder Funksteuerung mit der Dunsthaube verbunden wird. Bei geschlossenem Fenster ist ein Betrieb der Dunstabzugshaube dann nicht mehr möglich.

Muldenlüftungen – wie hier die VL 414 – eignen sich speziell für offene Küchen und Kochinseln. Sie sind aber auch ideal, wenn eine klassische Installation nicht möglich ist, z. B. für Kochzeilen unter der Dachschräge oder wenn hinter der Kochstelle Fenster liegen. www.gaggenau.com

Voraussetzungen für die Ablufttechnik

Damit Abluft einsetzbar ist, müssen jedoch noch andere Bedingungen erfüllt werden: Sowohl ein Wanddurchbruch als auch der Abluftkanal sind absolut erforderlich und die Zuluft muss gewährleistet sein. Der Abluftkanal sollte unabhängig von der Hauslüftungsanlage sein und im direktesten Weg nach draußen geführt werden.

Je kürzer der Abzugsweg, je größer der Rohrdurchmesser und je weniger Krümmungen am Rohr, desto besser ist die Wirkung. Je nach Luftleistung des Geräts gelten folgende Querschnitts-Angaben für Abluftleitungen: 125 mm < 500 m3/h Luftleistung, 150 mm > 500 m3/h Luftleistung.

Achten Sie auch auf einen energieeffizienten Mauerkasten (Blower-Door-Zertifikat) oder setzen Sie ein System mit Außenklappe ein, die bei Nichtbetrieb der Dunsthaube selbsttätig schließt und so Kaltlufteintritt verhindert.

Dunstabzug & Kochfeld – auf die Maße achten

Kochfeld und Haube müssen miteinander harmonieren. Erst wenn Art und Größe des Kochfeldes feststehen, sollte die entsprechende Dunstabzugshaube ausgesucht werden. Bei kalten Kochfeldern wie z. B. Induktion wird der Wrasen leicht seitlich nach außen getragen. In jedem Fall sollte die Haube hier breiter sein als das Kochfeld.

Bei heißen Kochfeldern und Gaskochfeldern steigt der Wrasen sehr schnell und durch die hohe thermische Unterstützung fast unsichtbar auf, aus diesem Grund können die Hauben in der gleichen Breite wie das Kochfeld geplant werden. Der empfohlene Abstand von der Haube zum Kochfeld liegt zwischen 65 und 75 Zentimeter. Speziell beim Einsatz von Gaskochfeldern dürfen 65 Zentimeter nicht unterschritten werden.

Kochfelder sollten mittig unter der Dunstabzugshaube angeordnet sein. Werden einzelne Kochmodule unterschiedlicher Art kombiniert, sollte man die heißesten in die Mitte setzen.

Je höher die Dunstabzugshaube über der Kochzone installiert wird, umso wichtiger ist ein ausreichender Überstand. Ein Abstand größer 90 Zentimeter zwischen Haube und Kochfeld sollte vermieden werden.  Die Mindestbreite der Dunstabzugshaube, bei einem Abstand bis 75 Zentimeter zum Kochfeld, muss mindestens so breit sein wie die darunter installierten Kochfelder. Um seitlichen Luftströmungen entgegenzuwirken, ist es sinnvoll, dass die Haube seitlich einen Überstand zur Kochfläche aufweist. Allgemeine Empfehlung: 5 Zentimeter Überstand bei Wandhauben, 10 Zentimeter Überstand bei Inselhauben.

Bei einem 75 Zentimeter breiten Kochfeld liegt die empfohlene Haubenbreite jedoch bei 90 Zentimeter, bei einem 90er-Kochfeld bei 120 Zentimeter. Kopffreihauben sollten nicht höher als 75 Zentimeter ab Mittelpunkt der Haube zur Kochfläche installiert werden. Da keine komplette Überdeckung der Kochfläche vorhanden ist, wird die Wrasenerfassung bei größeren Abständen stark vermindert. Dunsthauben mit Randabsaugung und einer flachen Bauform können bei kalten Kochfeldern im Randbereich jedoch Vorteile bei der Wrasenerfassung haben.

Wichtig im Kochalltag ist dann schließlich aber auch, dass bei der dynamischen Lüftungsart die Dunstabzugshaube vor Beginn des Kochvorgangs vom Benutzer in Betrieb genommen wird und nicht erst, wenn die Küche schon mit Kochwrasen belastet ist! Nach dem Abschluss des Kochvorgangs ist ein Nachlauf notwendig, um eine einwandfreie Entlüftung der Küche zu erreichen.

Skyline ist eine designstarke Deckenlifthaube. Zwei kräftige Lüftermotoren und zwei Umluftfilter sorgen in Verbindung mit der speziellen Abscheidetechnik für eine dauerhaft gute Funktion. www.berbel.de

Welche Kochfeldvarianten gibt es?

In Deutschland finden rund zwei Drittel der täglichen Anwendungen auf dem Kochfeld statt und nur etwa ein Drittel im Backofen. Zum Kochfeld sollte man sich also mindestens ebenso detailliert Gedanken machen wie zum Backofen – nicht zuletzt auch deshalb, weil der Wunsch nach noch mehr Komfort und Freiheit beim Kochen steigt.

Kochfelder (wir sprechen hier von Elektro-Glaskeramikfeldern) gibt es heute in Breiten von 60, 70, 80 oder sogar 90 Zentimetern. Sofern es die Küchenplanung zulässt, bieten die breiteren Modelle unter ergonomischen und Flexibilitätsgesichtspunkten sehr viel mehr Komfort als die 60-Zentimeter-Varianten.

Die modulare Muldenlüftung Abajo bietet bei einfacher Handhabung eine effektive Absaugung und weist durch den Multifunktionsfilter einen hohen Fett- und Kondensatabscheidegrad auf. Sie kann mit unterschiedlichen Kochfeldern kombiniert werden. www.gutmann-exklusiv.eu

Elektronisch regeln mit Touch, Slider oder TFT

Moderne Glaskeramikkochfelder zeichnen sich durch ein hohes Maß an Komfort, Qualität und Sicherheit aus. Besonders die einfache, intuitive Bedienbarkeit der Geräte ist gefragt. Neben der herkömmlichen Knebelbedienung (frontseitig oder oben platziert) haben sich ganz neue Techniken etabliert.

Touch-Control (Antippen von Sensor-Tastenfeldern oder Skalenpunkten), Slider-Sensorik (stufenloses Hochregeln per Entlangstreichen auf einer Skalenstrecke), Disc-Control-Bedienung (mit Hilfe loser drehbarer magnetischer Scheiben) oder TFT-Displays (Thin Film Transistor Display), wie sie auch bei Smartphones zum Einsatz kommt. Dank des hochauflösenden Farbdisplays wissen Sie immer ganz genau, was auf der einen oder anderen Kochstelle gerade passiert.

Die Funktionen der Kochstelle können dabei komfortabel und unabhängig vom Backofen bedient werden und müssen nicht mehr über die Knebel des Herdes eingestellt werden, was auch nur beim Kombi-Set – also Unterbau-Backofen, darüber das Kochfeld – möglich ist. Heute werden Kochfelder häufig separat verbaut, der Backofen befindet sich in einem Hochschrank.

Apropos Einbau: Wer schlichtes Design und ein fugenloses Verschmelzen von Kochfläche und Arbeitsplatte bevorzugt, wählt ein flächenbündig eingebautes Kochfeld. Diese Kochfelder lassen sich gut in Natursteinplatten integrieren. Bei Holz- oder Schichtstoffplatten erfordert der flächenbündige Einbau eine Unterbaukonstruktion.

Seit Januar 2015 sind Dunstessen mit dem Energielabel gekennzeichnet. Mit der Zunahme energieeffizienterer Geräte im Haushalt haben sich die Leistungsdaten auch bei Dunstabzugshauben verändert. Standardmotoren wurden im Energieverbrauch gesenkt, aber vor allem die bürstenlosen Motoren mit Inverter-Technik sorgen für deutlich geringere Energieverbräuche. Mit einem solchen Motor können dann bis zu 70 Prozent Energie eingespart werden.

Ansonsten sitzen Module am Rand auf. Eine Wahlmöglichkeiten hat man dann mit Ganzglasfeldern oder solchen mit Edelstahlrahmen bzw. partieller Einfassung. Ein Rahmen kann den Vorteil bieten, beim harten Ansetzen oder Heranschieben von schweren Töpfen Glasbruch an der Kante zu vermeiden. Nachteil des aufgesetzten Kochfelds: Die überstehenden Ränder sind schwerer sauberzuhalten.

Kochfelder unterscheiden sich auch in Sachen Kochzonen-Aufteilung. Hier kann man Kochgewohnheiten und Topfplatz-Wünsche zum Teil durch eine entsprechende Produktwahl optimieren. Wie die einzelnen Kochstellen im Glas markiert sind, ist eine Design- beziehungsweise Geschmacksfrage. Meist schwarz tragen die Glasflächen helle Ringe, Kreuze, Punktflächen oder Bogensegmente, um die Topfplatzierung zu erleichtern. Weiße Modelle zeichnen die Linien dunkler ab.

Kochfelder bieten heute eine flexible Kochzonennutzung. Neben den vier bis fünf Einzelkochstellen lassen sich einzelne Bereiche auch vergrößern oder zu anderen Flächenformen zusammenfassen. Das gilt insbesondere für Induktionskochfelder.

Ein Kochfeld individuell zusammenstellen – das ist möglich mit Einzelmodulen. Hier eine Dreierkonstellation aus zwei Flächeninduktionsfeldern und einer mittig platzierten Teppan Yaki-Edelstahl-Grillplatte. Geregelt werden alle drei per Slider-Technik. www.oranier-kuechentechnik.de

Induktion – schnell, sicher, pflegeleicht

Schon heute ist jedes vierte Kochfeld induktiv. Das liegt zum einen an den generellen Vorteilen der Induktion wie Schnelligkeit, Reinigungsfreundlichkeit und Sicherheit. Beim Induktionskochen erzeugen unter dem Glas des Kochfelds angebrachte Magneten ein starkes Feld, das die Pfanne, nicht aber die Kochfläche erhitzt. Die Temperaturstände können nahezu sofort erreicht werden und ermöglichen eine Feinkontrolle.

Die Hitze kann schonend zugeführt werden, aber auch sofort auf Höchststufe, um Fleisch oder Fisch kurz anzubraten. Induktion ist zudem extrem energiesparend. Sobald das Kochgefäß entfernt ist, wird das Energiefeld deaktiviert, sodass kein Strom mehr verbraucht wird.

Daneben bietet die Induktion auch neue Möglichkeiten, wie etwa die Vario-Induktion, bei der je zwei Kochzonen zu einer großen Fläche zusammengeschaltet werden. Oder die absolute Luxusvariante – die Vollflächen-Induktion – bei der das gesamte Kochfeld zur Verfügung steht und das intelligente User Interface automatisch Größe und Position des Kochgeschirrs erkennt.

Alles zum Thema Küche finden Sie unter www.kuecheundarchitektur.de >>

Bildergalerie:

Bei der MaxiSense Plus-Reihe findet jeder Topf seinen Platz. Die Induktionskochfelder passen ihre  Zonen automatisch und ohne Wärmeverlust dem Boden jedes Kochgeschirrs an. www.aeg.de
Mit hocheffizienter Rand- absaugtechnik werden beim  Deckeneinbau-Modell Maris built-in die Kochwrasen mit  einer bis zu 7-fach höheren  Strömungsgeschwindigkeit zuverlässig abgesaugt. www.franke.de
Eingebaut: Der Deckenlüfter EDL 12750.0 punktet mit effektiver Rand­absaugung bei 800 m3/h Luftleistung (freiblasend) und acht Leistungsstufen. Eine Fernbedienung mit LED-Leistungsanzeige ist inklusive. www.kueppersbusch.de
Ab- oder Umluft: Premium-Wand-esse AirDeluxe mit elegantem Edelstahl-Korpus auf einem tiefschwarz glänzenden, mit Edelstahl umrahmten Glaspaneel. www.neff.de
Bei der Tischhaube Apollo ist bei Nichtgebrauch nur der Edelstahlrahmen mit schwarzer Glasplatte sichtbar. In dieser ist auch die Bedienelektronik integriert. www.silverline24.de
Unaufdringlich präsentiert sich  das Einbaumodell Sombra. Die schwebende Anmutung der Glasscheibe vermittelt den Eindruck von Leichtigkeit. www.gutmann-exklusiv.eu
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