10 Tipps für gesünderes Wohnen

10 Tipps für gesünderes Wohnen

Gesundes Wohnen ist wichtig, denn heutzutage verbringen wir mehr Zeit denn je in geschlossenen Räumen. Entscheidend ist dabei die Qualität der uns umgebenden Raumluft. Um eine angenehme und schadstofffreie Innenraumluft zu gewährleisten, gibt es eine ganze Reihe von Punkten, die Sie beachten sollten. Wir nennen die wichtigsten zehn in unserer Top 10 der gesünder-Wohnen-Tipps.

Tipp 1: Planung

Schon bei der Planung eines Neubaus – aber auch bei der Sanierung eines bestehenden Gebäudes – sollten die Aspekte gesunden Wohnens von Architekten und Planern miteinbezogen werden. Dabei muss der Planer sicherstellen, dass die verbauten Baustoffe keine Schadstoffe an die Innenraumluft abgeben: Das betrifft nicht nur die Baustoffe an sich, sondern auch Chemikalien, die den Baustoffen zugesetzt werden, um gewünschte Eigenschaften zu erreichen. Hierzu zählen beispielsweise Bindemittel oder Weichmacher.

Tipp 2: Lüften

Bewohner geben im Laufe des Tages eine bestimmte Menge an Feuchtigkeit an die Raumluft ab. Hinzu kommt Wasserdampf, der beim Duschen oder Kochen entsteht. Idealerweise liegt die relative Luftfeuchte zwischen 40 und 60 Prozent und lässt sich durch gezieltes und regelmäßiges Lüften oder den Einbau einer Wohnraumlüftungsanlage erreichen. Denn fehlende Frischluft sorgt nicht nur für wortwörtlich schlechte Luft, sondern kann auch das Entstehen von Schimmelpilzen begünstigen. Wie oft das Luftvolumen ausgetauscht werden muss, ist in erster Linie abhängig von der Größe des Raums und der Anzahl an Personen, die sich darin aufhalten. Im Durchschnitt bedeutet das Luftwechselraten von 0,5/h. Das heißt, dass das komplette Luftvolumen in einer Stunde zur Hälfte ausgetauscht werden muss.  

Wie lüftet man nun richtig?

  • Fenster ganz auf, statt Kippfunktion
  • Wenn möglich, Querlüften = energiesparender
  • Bei fensterlosem Bad: Ventilator mit Nachlauf verwenden
  • Lüften auch im Winter nicht vergessen!
gesünder wohnen Tipps Frau

Tipp 3: Eigenes Verhalten

Nicht nur unzureichendes Lüften kann die Innenraumluft beeinträchtigen. Daher sollte man das eigene Verhalten anpassen: denn teils kommen schädliche Gase in der Raumluft auch von den Bewohnern selbst, zum Beispiel in Form von Tabakrauch. Aber auch offene Kamine oder Gasöfen können Schadstoffe freisetzen. Bei häuslichen Feuerstätten garantieren heute allerdings die geschlossenen Brennräume und hochwertige Brennstoffe eine emissionsarme Verbrennung. Die Raumluft selbst bleibt frei von jeglichen Schadstoffen. Weitere Quellen für Innenraumschadstoffe sind Reinigungsmittel, Schimmelpilzsporen oder Milben sowie Hausstaub.

Um festzustellen, ob aufgrund dieser Stoffe eine gesundheitlich bedenkliche Innenraumluftqualität vorliegt, sollte man die Richtwerte des Umweltbundesamts berücksichtigen. Sie beschreiben Anforderungen an Gebäude und Baustoffe. Um die Innenraumluftqualität zu gewährleisten, sollten die Richtwerte RW I und II eingehalten werden. Stoffe, deren Konzentration in der Raumluft noch keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen auslösen – auch wenn man ihnen permanent ausgesetzt ist – werden durch den RW I beschrieben. Ab RW II kann es zu gesundheitlichen Beschwerden kommen, weshalb Sie bei einer solchen Konzentration dringend Maßnahmen ergreifen sollten.

Tipp 4: Möbel

Auch die Einrichtungsgegenstände sollten emissions- und schadstoffarm sein, um so die Raumluft zu verbessern. Das schließt neben den Möbeln zum Beispiel auch Teppiche oder Vorhänge mit ein. Vertrauen Sie auf Ihren Geruchssinn: chemische und unangenehm riechende Materialien sollten Sie lieber meiden. Wählen Sie zudem möglichst natürliche Materialien. Aber Achtung – auch hier ist Vorsicht angesagt: siehe Tipp 5.

Tipp 5: Natürlich heißt nicht gleich gesund

Natürliche Stoffe sind nicht automatisch ungefährlich. Denn Stoffe aus natürlichen Rohstoffen sind nicht in jedem Fall mit wohngesunden Materialien gleichzusetzen. Bestes Beispiel ist der Werkstoff Asbest, welcher zwar ein reiner Naturstoff ist, aber trotzdem eine stark gesundheitsgefährdende Wirkung aufweist.

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Bild: IVPU

Tipp 6: Luftbewegung

Wichtig für das eigene Wohlbefinden ist auch die Luftgeschwindigkeit in Innenräumen. Die Luftbewegung sollte über 0,2 m/s liegen, aber den Wert 0,3 nicht überschreiten. Ansonsten kann es zu Zugerscheinungen kommen, die das Wohlbefinden empfindlich stören.  

Tipp 7: Raumluftqualität

Die Raumluftqualität ist das A und O, wenn es ums gesündere Wohnen geht. Um gesünder zu wohnen und eine ausreichende Raumluftqualität mit hohem Sauerstoffgehalt sicherzustellen, müssen alle bereits genannten Faktoren beachtet werden. Entscheidend bei der Raumluftqualität ist in erster Linie der CO2-Gehalt, aber auch Allergene, die in Hausstaub enthalten sein können. Hinzu kommen Schadstoffe in der Luft. Die CO2-Konzentration in der Raumluft sollte möglichst unter 0,1 Vol.-% liegen. Werte in diesem Bereich stuft das Umweltbundesamt als unbedenklich ein.

Tipp 8: Raum- und Oberflächentemperatur

Auch die Innenraumtemperatur spielt beim gesund Wohnen eine Rolle. Um in Aufenthaltsräumen das Wohlbefinden der Bewohner sowie eine gute thermische Behaglichkeit sicherzustellen, ist in erster Linie eine gute Wärmedämmung der Bauteile, beziehungsweise der gesamten Gebäudehülle notwendig. Nur so erreicht man die richtige Oberflächentemperatur bei Wänden, Böden und Decken. Diese sollte in einem Bereich zwischen 18 und 19 °C liegen. Ansonsten kann es auch hier zu Zugerscheinungen kommen. Die Raumtemperatur an sich ist in der Regel abhängig von den Bedürfnissen der Bewohner.

Tipp 9: Dämmung

Gesundes Wohnen gelingt nur mit dem richtigen Wärmeschutz. Das gilt sowohl für den Neubau als auch für den Altbau. Denn eine rundum dichte Gebäudehülle verhindert unerwünschte Zuglufterscheinungen. In dem Fall sorgt die Dämmung dafür, dass die Wärme nicht entweicht und sie vermeidet eine starke Abkühlung der Oberflächen. Gut gedämmte Gebäude benötigen darüber hinaus weniger Heizenergie, verringern die CO2-Emissionen und erhöhen den Wohnkomfort.

gesünder wohnen dachsanierung IVPU pure Life

Tipp 10: Umweltzeichen

Verlassen Sie sich bei der Auswahl von Baustoffen auf solche, die mit Umweltsiegeln ausgezeichnet sind. Denn dies besagt, dass die Stoffe von einer unabhängigen Stelle überwacht und bewertet werden. Eine solche Prüfung der Baustoffe garantiert, dass sie die Raumluft nicht mit gesundheitsgefährdenden Stoffen belasten.  

Gesetzliche Regelungen zur Einhaltung gibt es hierzu in den Bauordnungen der Länder. Demnach dürfen Baustoffe nur eingesetzt werden, wenn sie diese und die Vorschriften der Europäischen Bauproduktenverordnung erfüllen. Nicht überschreiten dürfen die Bauprodukte die Grenzwerte für Innenraumluftqualität des Ausschusses zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten (AgBB). In der Bauproduktenverordnung werden Bauprodukte bezogen auf deren Gesundheits-, Umwelt- und Hygiene-Wirkung bewertet. Wichtig ist, dass sie nach dem Einbau keine Emissionen abgeben oder sonstigen Schadstoffe an den Boden oder das Grundwasser absondern.

Tragen Dämmstoffe aus PU-Hartschaum das „pure life“-Siegel, bedeutet dies, dass die Anforderungen sogar noch über die gesetzlichen Mindestwerte hinausgehen. Diese Dämmstoffe erfüllen besonders strenge Voraussetzungen und Emissionsanforderungen an die Qualität der Innenraumluft. Das Umweltzeichen „pure life“ ist ein Zeichen der Qualitätsgemeinschaft ÜGPU.

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Fazit

Gesundes Wohnen ist nur möglich mit einer ausreichend hohen Raumluftqualität. Diese wird durch eine ganze Reihe an Faktoren beeinflusst, dazu gehören: der CO2-Gehalt, das richtige Lüftungsverhalten, die optimale Raum- und Oberflächentemperatur sowie schadstofffreie Möbel. Der Grundstein für gesundes Wohnen wird schon bei der Gebäudeplanung gelegt. Denn diese beinhaltet die Auswahl der Baustoffe. Negative Auswirkungen auf die Gesundheit vermeidet man nur dann, wenn man Baustoffe verwendet, die keine schädlichen Gase an die Raumluft abgeben. Hier geben insbesondere Umweltsiegel den Verbrauchern und Gebäudeplanern die notwendige Sicherheit. Eine hohe Qualität garantiert das Umweltsiegel „pure life“, welches für umweltfreundliche und gesundheitsverträgliche Dämm- und Bauprodukte steht.

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IVPU – Industrieverband Polyurethan-Hartschaum e. V. 
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