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Wärmedämmstoffe

22.05.2013

Unverrottbare Polyurethan-Hartschaumplatten bieten bei verhältnismäßig geringer Materialdicke hohen Wärmeschutz.BAuderDie Dämmaufgaben innerhalb eines Hauses sind vielfältig, unter anderem je nach Bauweise. Und gerade bei der Sanierung macht die vorhandene Bausubstanz oft konkrete Vorgaben, ja Einschränkungen. Deshalb gehen wir hier der Frage nach: In welcher Form und dank welcher Eigenschaften ist ein Dämmmaterial für eine bestimmte Anwendung besonders gut geeignet?

Grundsätzlich ist festzustellen, dass ein immer effizienterer Wärmeschutz erreicht werden soll. Dazu geht die Industrie verschiedene Wege: Der naheliegendste ist, die Dämmstoffdicken zu erhöhen. Doch sind dem im Altbau teilweise Grenzen gesetzt. Oder es werden Verbundplatten zusammengefügt, zum Beispiel mit hoch wärmedämmendem Kern. Dadurch wird insgesamt weniger Material benötigt, die Sanierung ist mit dünneren Dämmschichten möglich. In dieselbe Richtung geht es, wenn durch Zusatzstoffe oder ein weiterentwickeltes Herstellungsverfahren das Dämmmaterial selbst leistungsfähiger wird.

Der wichtigste Wert in diesem Zusammenhang ist die Wärmeleitstufe WLS. Je niedriger sie ausfällt, desto weniger Wärme wird zur kälteren Seite geleitet. Das sorgt für einen besseren U-Wert (Wärmedämmwert, wichtig für alle Außenbauteile). Hier ein Beispiel: Die Energieeinsparverordnung 2009 fordert für ein nachträglich gedämmtes Dach einen U-Wert von maximal 0,24 W/m²K. Eine Holzfaserplatte mit WLS 040 muss dazu 16 Zentimeter dick sein, eine Mineralwolleplatte mit WLS 035 nur 14 Zentimeter. Oder anders gesagt: Eine 14 Zentimeter dicke Polyurethan-Hartschaumplatte mit WLS 024 ermöglicht einen U-Wert von 0,16 W/m²K. Für Mauerwerk sind vollflächig verklebte Fassadendämmplatten. Caparol

Unterscheiden lassen sich Dämmstoffe auch nach synthetisch erzeugten und naturnahen Rohstoffen. Die erste Gruppe: Fasern aus mineralischen Grundstoffen, wie Glas- und Steinwolle, sowie Schaumkunststoffe aus Erdöl, wie Polyurethan (PUR/PIR) und expandiertes Polysterol (EPS).

Zur zweiten Gruppe zählen nachwachsende Rohstoffe, wie Holzfasern oder Hanf, aber auch Zellulose oder mineralische Schüttstoffe.Manche Dämmstoffe sind üblicherweise nur in einer Form erhältlich. Andere dagegen werden in der Herstellung jeweils etwas modifiziert, sodass sie in unterschiedlichen Formen verfügbar sind. Wichtig ist immer, dass sich eine fugenlose Dämmebene erstellen lässt, damit keine Luftströme die Dämmwirkung mindern.

Platten: Dämmplatten sind formstabil. Deshalb sind sie auf ebenen und größeren Flächen am besten einzusetzen, bilden leichter eine nahtlose Dämmebene. Gleichzeitig können nur sie erhöhte Ansprüche erfüllen an Zugfestigkeit (wie für Wärmedämm-Verbundsys-teme an Fassaden) oder an Druckfestigkeit (wie für Aufsparren-Dämmung, unter schwimmendem Estrich oder als Perimeterdämmung).

Matten und Filze:
Ebenso wie Dämmplatten sind sie weit verbreitet. Die Dämmmatten und -filze aber sind lockerer und flexibler. So lassen sie sich gut komprimieren und dann zwischen Latten oder Sparren einfügen. Danach dehnen sie sich wieder aus, schmiegen sich an. Damit lassen sich auch viele, in erster Linie kleine Zwischenräume extrem einfach und sicher ausfüllen. Klemmen sie richtig fest, sind gerade Schrägen und Wände zuverlässig dämmbar.

Moneralfaser-Matten in großen Formaten lassen sich leicht auf der oberen Geschossdeckverlegen.FMIEinblasdämmstoffe: Sie bestehen aus losen Flocken und werden mithilfe einer Maschine und Luft vor allem in Hohlräume eingeblasen. Gerade in Altbauten sind diese oft schwer zugänglich: in zweischaligem Mauerwerk mit Luftschicht oder in den Holzkonstruktionen von Dachschrägen, Wänden, Geschossdecken sowie um Rohre und Leitungen herum.

Zum Einfüllen genügen kleine Öffnungen, die sich einfach wieder schließen lassen. Außerdem können diese Flocken schnell und kostengünstig auf die Geschossdecken unbenutzter Dachgeschosse aufgeblasen werden.

Schüttdämmstoffe: Sie bestehen aus losem Material, aus Flocken wie auch aus Kugeln oder gebrochenen Stücken und sind für horizontale Flächen geeignet. Sie sind einfach offen zu verteilen. Kugeln verdichten sich durch ihr Gewicht von selbst. Kantiger Schotter wird dagegen speziell verdichtet.

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