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Neue Fenster

11.01.2011

Fenster müssen Kälte und Hitze vertragen, haben sich zu Hochleistungs-Produkten entwickelt und sind ein wichtiger Teil des Modernisierungkonzepts.

Damit große Glasflächen in Zeiten des Energiesparens überhaupt möglich bleiben, müssen Fenster in der kalten Jahreszeit einen optimalen Wärmeschutz bieten und gleichzeitig viel Sonne in die Räume lassen. Neue Fenster sind ein elementarer Baustein, wenn es um eine möglichst energieeffiziente Altbaumodernisierung geht. Ein Austausch lohnt sich mehrfach: Durch alte Fenster entweicht im Vergleich zu modernen Verglasungen oft das Vierfache an Heizenergie, Zugluft senkt den Wohnkomfort, hohe Heizkosten sind die Folge. Doch nicht nur im Winter sind alte Fenster unangenehm. Im Sommer dringt Wärme von außen leichter in die Wohnung und trägt zur Überhitzung bei.

Damit beim Fensteraustausch keine folgenreichen Fehler gemacht werden, rät Claudia Rist vom Programm Zukunft Altbau des Umweltministeriums Baden-Württemberg, Energieberater hinzuzuziehen. Denn Fenster müssen zu den Anforderungen, die jedes Gebäude und seine Bewohner individuell stellen, passen. Sie leisten schließlich weit mehr, als Räume zu belichten und zu belüften.

Fenster schützen vor Wärme und Kälte, Regen und Lärm. „Der Schutz vor Wärme und Kälte ist umso besser, je höher der Dämmwert ist“, erklärt Dieter Bindel, Vorsitzender des baden-württembergischen Landesverbands der Gebäudeenergieberater, Ingenieure, Handwerker (GIH). „Alte Fenster haben oft einen Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert), der zwischen 2,6 und 5 W/qmK liegt.

Das schaltbare Sonnenschutzglas "Encontrol" zum Beispiel ermöglicht eine hohe Flexibilität durch die variable Lichtdurchlässigkeit, die sich zwischen 15 und 20 Prozent bewegt.Eine sommerliche Überhitzung von Wohnräumen kann auch ohne Klimaanlage verhindert werden. Meist helfen die Verschattung von Fenstern, die Dämmung der Gebäudehülle und ein richtiges Lüftungsverhalten.

In Häusern soll im Sommer ein behagliches Wohnklima herrschen. Angesichts steigender Durchschnittstemperaturen ist das Thema besonders aktuell.

Der Deutsche Wetterdienst DWD bestätigte jüngst wieder steigende Durchschnittstemperaturen. Im Sommer bedeutet das mehr Sommertage und Sommernächte mit Spitzentemperaturen.

Klettert das Thermometer tagsüber auf über 30 Grad Celsius und sinkt sie nachts nicht unter 20 Grad, erwärmen sich vor allem unsanierte Häuser. Unter dem Dach kann es da bei Sonnenschein leicht zu schweißtreibenden 40 Grad und mehr kommen.

Hohen Innentemperaturen mit Klimaanlagen beizukommen, sei nicht der richtige Weg, um Räume zu kühlen, sagt auch Dr. Roland Falk, Leiter des Kompetenzzentrums vom Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade. „Klimaanlagen kühlen die Hitze wie ein Kühlschrank mit Hilfe von Strom auf ein definiertes Niveau.

Bei unzureichender Verschattung und schlechter Dämmung verursacht das horrende Betriebskosten. Die Wärme dringt ungehindert in die Wohnung und wird anschließend heruntergekühlt. Klimafreundlich ist das nicht.“

Tipp: Nächtliches Querlüften führt dazu, dass die angesammelte Wärme entweichen kann. Bleiben tagsüber Fenster und Rollläden geschlossen, bleibt auch das behagliche Wohnklima lange erhalten – und das ohne Klimaanlage. 

 

Kosten

Fenster mit üblicher Zweischeiben-Isolierverglasung und ungedämmtem Rahmen (U = 1,3 W/qmK) kosten rund 300 bis 400 Euro/qm.

Fenster mit verbesserter Verglasung und gedämmtem Rahmen (U = 1,1 W/qmK) kosten nur unwesentlich mehr.

Mit einer Dreischeibenverglasung sind sogar U-Werte von 0,8 W/qmK erreichbar. Die Mehrkosten einer Dreifach- gegenüber einer Zweifachverglasung belaufen sich je nach Qualität der Fenster auf etwa 60 bis 250 Euro pro Fenster.

Wer die Fenster nur aufarbeiten lässt, muss für die reine Verglasung mit Kosten zwischen 100 und 150 Euro pro Quadratmeter rechnen.

Die Mehrkosten für Fenster mit Lüftungselementen liegen bei 10 bis 50 Euro pro Fenster.

Auch die Nachrüstung bestehender Fenster mit Außenwandluftdurchlässen ist möglich. Preise variieren stark: 25 bis 100 Euro pro Durchlass, inklusive Montage.

Fensterprofile im Überblick zum Downloaden »»
 

 

Einsparpotenziale

Wohnen unterm Dach ist nur dann ein Vergnügen, wenn die Räume zu jeder Jahreszeit angenehm temperiert sind. Damit das möglich wird, sollten auch die Fenster gut gedämmt sein. VeluxBei einer durchschnittlichen Fensterfläche in einem Einfamilienhaus von 25 Quadratmetern lassen sich mit dem Einbau neuer Wärmedämmfenster schon bei heutigen Energiepreisen 200 bis 400 Euro an Heizkosten pro Jahr sparen.

Die Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren e.V. ist die Organisation der Fenster- und Fassadenhersteller mit dem RAL-Gütezeichen. Das RAL-Gütezeichen steht für neutral überwachte Güte der Produkte aller Rahmenmaterialien. Weitere Infos, auch zum Verband der Fenster- und Fassadenhersteller, finden Sie unter www.window.de.

Jede Menge Interessantes für Bauherren und Besitzer von alten Häusern bietet die Plattform www.fensterplatz.de – unter anderem sogar ein Sachverständigen-Forum, das Ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht.

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