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Dämmung der Fassade

15.12.2010

Wenn die Heizkosten steigen muss die Gebäudehülle auf den Prüfstand. Die Wärme soll schließlich im Haus bleiben.

Deutschlands Gebäude müssen sparsamer werden. Diese Kernaussage im sogenannten "Energiesparkompass 2009" des Fachverbandes Wärmedämm-Verbundsysteme ist eine entscheidende Herausforderung für Hausbesitzer und Vermieter in den nächsten Jahren.
IVPU-Dämmung

Hochleistungsdämmstoffe wie Polyurethanhartschaum zeigen geringe Dämmstoffdicken, aber maximale Dämmleistung bei niedrigen Konstruktionstiefen. IVPU Die Heizkostenbelastung der deutschen Haushalte hat sich in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt. Vorsichtig geschätzt werden die Energiepreise jährlich im Durchschnitt um fünf Prozent steigen. Kurzzeitige Pausen wie im Jahr 2009 ändern am langfristigen Trend nur wenig.

Bei einem Einfamilienhaus, das jährlich 3000 Liter Heizöl verbraucht, würden sich nach Berechnungen von Experten demnach die Kosten in den kommenden 20 Jahren auf rund 80000 Euro belaufen. Da lohnt eine Modernisierung. Wer die Außenwände dämmt und die Heizanlage erneuert, spart mindestens rund 50 Prozent Energiekosten.

Die Investition für diese Maßnahmen beläuft sich nach Berechnungen der Bausparkasse BHW auf etwa 24000 Euro, dafür reduzieren sich die Heizkosten in 20 Jahren um knapp 45000 Euro.

Dabei gilt, wenn die Fassade ohnehin zu erneuern ist: zuerst die Fassadendämmung durchführen, dann kann die Leistung der neuen Heizungsanlage an die niedrigeren Verbrauchswerte angepasst und entsprechend kleiner dimensioniert werden. Energieeffizienzsteigerung heißt hier das Stichwort.

Drei Mal modernste Technologie bestimmt den Aufbau der Dämmfassade von Baumit: der Klebeanker, die innovative Dämmplatte und der Oberputz mit Selbstreinigungseffekt.Das gilt auch bei der Wahl der Energieart. Dass vor dem Einsatz erneuerbarer Energien unbedingt erst eine Steigerung der Energieeffizienz liegen muss, zeigt Professor Dr.-Ing. Gerd Hauser von der Technischen Universität München sehr eindringlich: „Energieeffizienzsteigerung liegt in der Wirksamkeit um Faktor 10 über den erneuerbaren Energien“, so Hauser.

Der Bauphysiker bemängelte, dass sich die Politik zu sehr auf erneuerbare Energien konzentriere, statt die Energieeffizienzsteigerung weiter zu forcieren. Das sei nicht nur eine Frage des Energieeinsparens: „Auch Behaglichkeit wird nicht durch Fotovoltaik erhöht, sondern durch eine Außenwanddämmung mit einem Wärmedämmverbundsystem.“Wenn Sie Ihr Haus neu streichen oder verputzen lassen, sparen Sie nichts – Ihre Heizkosten bleiben so hoch wie zuvor.

Mit einer Dämmung sieht die Bilanz dagegen ganz anders aus. Denn energetische Modernisierungsmaßnahmen amortisieren sich in einem überschaubaren Zeitraum. Und wer seine Immobilie verkaufen will, kann durch die Investition mit einem höheren Verkaufserlös rechnen, wer vermietet, findet schneller einen neuen Mieter für eine Energiespar-Wohnung.

Vinylit bietet passend zu den vorgehängten, hinterlüfteten Fassaden in über 100 Variationen eine leistungsfähige Dämmung mit eingearbeiteten Holzleisten.Das Bundesbauministerium schätzt, dass etwa 8 Millionen Gebäude vor 1965 erbaut und damit von der Pflicht zum Energieausweis betroffen sind. Die Prognosen gehen davon aus, dass jährlich etwa 800000 Energieausweise ausgestellt werden. Die Energieausweise verpflichten nicht zur Sanierung, geben aber wirtschaftlich vertretbare Empfehlungen. In den nächsten Jahren werden laut Ministerium rund 2 Millionen Gebäude diesen Empfehlungen entsprechend energetisch saniert.

Eine auf das jeweilige Haus abgestimmte Wärmedämmung ist das Kernstück jeder energetischen Fassadenmodernisierung. Sie schützt das Haus wie eine zweite Haut gegen Hitze und Kälte von außen. Die Innenwände bleiben warm. Das sorgt für ein gesundes Raumklima und hohen Wohnkomfort im Haus. Ein Haus ohne Dämmung verbraucht durchschnittlich zwei Drittel mehr Heizöl, Gas oder Strom als ein Haus mit zum Beispiel einem Wärmedämmverbundsystem. Dennoch wird bundesweit derzeit noch immer in acht von zehn Wohnungen zu viel Energie verheizt und so auch noch unnötig die Umwelt belastet.

Bei einem wärmegedämmten Haus wird nach 40 Jahren Nutzung so viel CO2 eingespart, wie bei der 25-fachen Umrundung der Erde mit einem Pkw entstehen würden. So leisten Hausbesitzer einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz – da zudem der Heizenergiebedarf sinkt, profitiert auch der eigene Geldbeutel.

TOP-INFOS
Bei der energetischen Fassadenmodernisierung sollte nicht am falschen Ende gespart werden: Beauftragen Sie nur ein qualifiziertes Fachunternehmen mit der Ausführung. Achten Sie darauf, dass nur ein geprüftes System verwendet wird, welches den Normenvorgaben entspricht und die Qualitätskriterien des Fachverbandes Wärmedämm-Verbundsysteme erfüllt.

Wer in eine energetische Modernisierung investiert, bekommt Förderhilfen vom Staat. Die aktuellen Programme sind unter www.heizkosten-einsparen.de oder www.kfw.de abrufbar. Die Deutsche Energie-Agentur bietet rund um die Uhr kostenlosen Rat unter Telefon 08000/736734.

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