Dachdämmung
Mit einer Dachsanierung reduzieren Sie nicht nur Ihre Heizkostenrechnung, sondern verbessern auch spürbar das Wohnklima. Kalte Füße und Zugerscheinungen gehören der Vergangenheit an.
Die Initiative „Zukunft Altbau“ bringt es auf den Punkt: Sie sollten unbedingt dafür sorgen, dass bei Ihnen „oben alles dicht“ ist! Mit einer Dachsanierung reduzieren Sie aber nicht nur Ihre Heizkostenrechnung. Ein gedämmtes Dach verbessert das Wohnklima spürbar – Zugerscheinungen und kalte Füße gehören der Vergangenheit an.
Noch mehr gewinnen Sie, wenn Sie die Gelegenheit nutzen, den Speicher unter dem Dach zu Wohnräumen auszubauen. So schlagen Sie gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Um allerdings eine optimale Energieeinsparung zu erreichen, sollten Sie folgende Punkte beachten:
Erstens: Sehr wichtig ist eine luft- und winddichte Ausführung der Dämmschicht. So kann eine Fuge von einem Millimeter Breite und einem Meter Länge den Dämmwert einer Fläche nahezu halbieren.
Zweitens: Unerlässlich ist eine Dampfsperre innerhalb des Dachaufbaus. Sie verhindert, dass im Winter feuchtwarme Luft in die Dachkonstruktion eindringt und dort als Tauwasser ausfällt. Bauschäden und Schimmel wären die fatale und kostspielige Folge.
Drittens: Vergrößern Sie bei der Dachsanierung gleich den Dachüberstand. Dann können Sie später problemlos die Fassade dämmen! Die Dämmung zwischen den Sparren ist das am häufigsten ausgeführte Dachdämmverfahren. Es wird oft für den nachträglichen Dachausbau gewählt. Bei der Entscheidung für dieses Verfahren ist zu bedenken: Die Dämmstärke ist durch die Sparrenhöhe begrenzt.
Und: Die Sparren bilden Wärmebrücken (15 bis 20 Prozent der Dachfläche), die den Wärmeschutz bis zu 30 Prozent verschlechtern.
Dämmung zwischen und unter den Sparren: Zur Erzielung eines höheren Wärmeschutzes bietet sich eine Kombination mit der Dämmung zwischen den Sparren an. Diese Kombination ist besonders für den Neubau geeignet. Die Dämmung unter den Sparren vermindert deren Wärmebrückenwirkung. Die Dämmplatten bilden eine ebene Fläche für die Verlegung der Dampfsperre. Verbundplatten können wiederum in den Stößen verspachtelt oder verputzt werden und bieten damit eine sehr winddichte Lösung.
Die Wärmedämmung über den Sparren: Das Verfahren ist im Neubaufall oder bei der Dachneueindeckung besonders dann geeignet, wenn große Sparrenflächen ohne Abseiten oder Spitzbodenflächen und einfache Dachgeometrien vorhanden sind.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Sparren bilden keine Wärmebrücken und können in die Raumgestaltung einbezogen werden. Der Dachstuhl liegt im warmen Bereich.
Tipp: Wird die Dämmung mit einer Neueindeckung verbunden, amortisieren sich die Kosten auf jeden Fall über die Nutzungszeit der Maßnahme.
Kostenbeispiele für die Dachdämmung
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat für ihren neuen Ratgeber zum Thema Wärmedämmung aktuelle Richtpreise für verschiedene Maßnahmen recherchiert, die bei der energetischen Dachsanierung nötig sind. Die Kosten umfassen alle Dämm-Arbeiten, die für den jeweiligen Dachaufbau nötig sind.
PDF: Kostenbeispiele für die Dachdämmung
Sanierungslösungen
Wir stellen Ihnen vier typische Sanierungslösungen für ausgebaute und bewohnte Dachstühle vor. In allen Fällen wurde das verlegefreundliche Bauder-Wärmedämmsystem „PIR“ aus Polyurethan-Hartschaum eingesetzt. Dieser Dämmstoff besitzt eine sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit, das heißt, die Wärmeverluste sind sehr gering. Weiterer Vorteil aller vier Beispiele: Kein Aufdoppeln der Sparren und kein Ausräumen des Dachstuhls. Keine aufwendigen Veränderungen im Anschluss- und Detailbereich. Und: eine verbesserte Dämmleistung im Vergleich zu einer reinen Zwischensparrendämmung. (Fotos und Grafiken entnommen aus: "Der Ratgeber rund ums Dach" von Bauder)
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