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Terrassenidylle aus Holz

17.07.2014

Unter der alten Terrasse hatten Generationen von Wühlmäusen ein beachtliches Tunnelsystem gegraben und eine artgerechte Landschaftsgestaltung geschaffen. Für den Unterbau der neuen Terrassenanlage wurde deshalb die gesamte Fläche zunächst spatentief abgetragen und mit Betonrecycling einer mittleren Körnung aufgefüllt und verdichtet. Anschließend wurde eine Schicht Sand aufgefüllt, mit einer Richtlatte abgezogen und mit quadratischen Betonsteinplatten mit Gefälle zur Seite hin belegt. Die Holzkonstruktion der alten Pergola war nach rund zwanzig Jahren morsch und stark verpilzt.

Da sie jedoch die Hauptlast des Wein­stockes mit seiner ausladenden Krone trug, konnte man sie nicht einfach so abbauen, ohne dass der Bewuchs Schaden genommen hätte. So hat man die Krone erst mit Hilfe einer provisorischen Abstützung stabilisiert – und zwar so, dass die Stützhöhe sogar leicht über die künftige Stichhöhe der neuen Giebelpergola hinausging. Unter dem leicht nach oben gedrückten Blätterdach hatte man etwas mehr Spielraum beim Aufbau der neuen Stützkonstruktion.

Selbstverständlich wurden im Zug dieser Renovierung auch die angerotteten Sichtschutzzäune durch passende neue ersetzt. Die Leisten der Zaunelemente haben einen rautenförmigen Zuschnitt. Richtig montiert bewirkt dies eine einseitige Durchsicht von innen, während von außerhalb des Zaunes keine Einsicht möglich ist.

Beim Bau der Anlage wurden generell Beschläge, Schrauben und Verbinder aus korrosionssicheren Materialien eingesetzt. Als Baumaterial wurde durchgängig Douglasienholz gewählt.

So lässt sich das Leben genießen.Alle Hölzer aus Douglasie
So sind Pergola, Sichtschutz und Holzdeck farbharmonisch aus demselben Material angefertigt und haben die­selbe gute Haltbarkeit, die Douglasie ja bietet. Gearbeitet wurde generell mit Akku-Elektrowerkzeugen, weil man damit schnell, ungebunden und ohne die lästige, manchmal nicht ungefährliche Stolperfalle Ver­­kabelung zurechtkam.

Nach dem Zurichten sämtlicher Bauteile der Pergola wurde die tragende Terrassenüberdachung aus Holz erst einmal zur Probe vormontiert. Beim endgültigen Aufbau waren dann einige Helfer zum Hoch­hieven der Teile und zum zusätz­lichen Hochdrücken des Astwerks hilfreich. Nach der Montage wurden die Hilfsstützen entfernt, der Weinstock fand sein neues Lager.

Auf den Beton-Bodenplatten wurde nun eine Unterkonstruktion aus Tragbalken gebaut. Für den konstruktiven Holzschutz wurden Gummipads unter die Tragbalken geschoben. Sie verhindern ein kapillares
Aufsteigen von Wasser in die Holzkonstruktion und sollen
Trittschall und Gehkomfort verbessern.

Verdeckt verschraubt
Bei der Montage der Bodendielen auf der Unterkons­truktion wurde ein besonderes Verbindungssystem für das verdeckte Verschrauben eingesetzt. Der Verbinder wird jeweils auf die Dielenrückseite geschraubt. Am Überstand des Verbinders wird das erste Brett einfach mit zwei Schrauben auf dem Tragbalken befestigt.

Das System ist so ausgelegt, dass immer zwei Verbinder nebeneinander auf dem Balken angeordnet sind. Der vordere Verbinderüberstand wird jeweils unter das vorhergehende Brett geschoben und dann die Diele an ihrem Verbinderüberstand mit der Unterkonstruktion verschraubt. Für die Abschlussdiele gibt es einen Spezialverbinder.

Eine erneuerte Giebelpergola, ein ansprechender Sichtschutz und ein Holzdeck aus Douglasiendielen bilden einen harmonisch gestalteten, großzügigen, geschützten  Freiraum am Teich hinterm Haus.<br />
(Alle Fotos: 3-D-Objekt)


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