Bio-Station Loofen
Jeder weiß, wie unangenehm eigentlich Bioabfälle sind. Sie ziehen Fliegen an, sind feucht, riechen und je nach Art sind die Abfallmengen auch recht voluminös. Wer sie nicht gleich auf dem Kompost entsorgen kann (doch auch hier ist ja nicht alles verwertbar!) muss sie erst einmal im Abfallcontainer in der Küche sammeln oder jedesmal gleich zur Biotonne laufen.
Trocken ist besser
Wie lassen sich diese organischen Abfälle besser entsorgen? Aus Südkorea kommt nun diese Idee: Der Komposter für die Küche. Hierbei handelt es sich um ein kleines, recht pfiffig aussehendes Standgerät, das auf jeder Arbeitsplatte Platz findet. Es basiert auf dem Prinzip der Lufttrocknung. Sämtliche feuchten Abfälle wie Salat, Bananenschalen, Obstreste, Gemüsereste, Teeblätter, aber auch Reis, Nudeln, Fleischreste usw. werden getrocknet und dadurch auch im Volumen reduziert.
Je nach Art und Menge können bis zu 19 Stunden Trocknungszeit anfallen. Die dann übrigbleibenden Reste lassen sich leicht in einem Container oder Biomüllsack entsorgen. Die Reste dünsten keine unangenehmen Gerüche aus und sind auch nicht so anfällig für Maden.
Einfache Handhabung
Der sogenannte „Loofen“ ist fast steckerfertig. Er besteht aus dem Gehäuse, einem Bioabfall-Einschubbehälter mit Belüftungsrost sowie aus einem Filterhalter mit zwei Aktivkohle-Patronen. Dieser wird auf der Rückseite einfach aufgesteckt und dichtet damit sicher ab, was Geruchsausbreitung während des Dehydrationsvorgangs verhindert. In den Behälter kann man dann bis zu 1,5 Kilo Abfälle unterbringen. Es ist angeraten, die Abfallmenge zuvor noch abtropfen zu lassen – das verringert die Laufzeit.
Auch ist es sinnvoll, nicht zu viel Fettes zuzugeben, da fetthaltige Reste schlechter zu trocknen sind. Es ist auch besser, Bioabfälle unterschiedlichster Art zu mischen statt nur eine große Menge ein und derselben Abfallart einzubringen.
Bezug über www.myloofen.com
Funktionsprinzip
- Der Loofen ist ein Dehydrationsgerät, das mit Warmluft Bioabfälle aller Art trocknet und schrumpfen lässt.
- In einer herausnehmbaren Schublade sammelt man die organischen Abfälle. Ein Kunststoffgitter mit Abstandshalter sorgt für eine bessere Luftzirkulation von unten her.
- Nach dem Einstellen des Behälters und dem Schließen der Fronttür wird erst die Power-Taste gedrückt, dann die Start-Taste.
- Nun beginnt der Trockungsprozess: Mit Hilfe eines kleinen Ventilators und einer Elektroheizung wird warme Luft erzeugt, die im Inneren zirkuliert.
- Je nach Menge und Feuchtigkeitsgehalt des Bioabfalls variiert die Betriebsdauer. Wird während eines Zyklus weiterer Abfall zugegeben, beginnt der Zyklus von vorne, ein weiteres Betätigen der Start-Taste ist nicht erforderlich.
- Nach Beendigung lässt sich der getrocknete Abfall leicht entnehmen und entsorgen.




