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Pelletheizung

14.06.2011

Pellets, die starken HolzpresslingeObwohl es nach Expertenmeinung bei den Pelletheizungen in Bezug auf die Technik keinerlei Probleme gibt, bleibt der Markt hinter den Erwartungen zurück. Deshalb hat der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) seit Jahresbeginn eine Qualitätsoffensive für den Einbau von Pelletheizungen aufgesetzt.

Als Voraussetzung für die Ernennung eines Heizungsbauers zum „Pellet- und Biomassefachbetrieb“ wird neben dem Nachweis einer technischen Schulung und dem Einbau einer bestimmten Anzahl Pelletkessel auch der Besuch einer Fortbildung zum Energieträger Pellets vorgeschrieben. Die qualifizierten Heizungsbaubetriebe werden anschließend unter www.pelletfachbetrieb.de veröffentlicht und als Partner für den Einbau von Pelletheizungen empfohlen.

Basiswissen: Holzpellets werden als Brennstoff für Einzelöfen in Wohnräumen und für Zentralheizungskessel eingesetzt. Bei Pelletheizungen werden Brennstoffmenge und Verbrennungsvorgang computergesteuert exakt aufeinander abgestimmt und kontrolliert. Der Brennraum bleibt dabei aufgrund der vollautomatischen Brennstoffförderung ständig geschlossen. Hierdurch ist ein Dauerbetrieb mit ungestörtem und effektivem Abbrand möglich, der somit hohe Wirkungsgrade von bis zu 95 Prozent und niedrige Emissionen zur Folge hat.

2010 wurde die 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV) novelliert und dem Stand der Technik angepasst. Für Holzpelletheizungen verschärfen sich stufenweise die Emissionsgrenzwerte. Die neuen Grenzwerte werden von modernen Holzpelletanlagen bereits heute erfüllt. Für neu installierte Anlagen gelten die Grenzwerte sofort. Für bestehende Anlagen gelten Übergangsfristen.

Die Behauptung, dass Holz- und Pelletheizungen effektiv Brennstoffkosten sparen, lässt sich belegen. Denn passend zu den Rekordtemperaturen im kältesten Dezember seit mehr als 40 Jahren kletterten auch die Heizölpreise auf den höchsten Stand seit zwei Jahren. Da spürt man den Brennstoffverbrauch der alten Öl- oder Gasheizung ganz besonders empfindlich im Geldbeutel. Umso sinnvoller ist es, sich gerade jetzt mit erneuerbaren Alternativen zu beschäftigen – um zumindest für die kommenden Heizperioden gut gerüstet zu sein und effektiv Kosten einzusparen.

So erwies sich beispielsweise der Energieträger Holz über die letzten Jahre als Paradebeispiel für Preisstabilität. Aktuell liegt der Preis für Holzpellets 40 Prozent unter dem Kostenniveau von Heizöl. Die kleinen Presslinge bedeuten  also mehr Unabhängigkeit von den steigenden Brennstoffkosten auf dem Markt fossiler Energien.

Bereits vier bis fünf Tonnen Holzpellets decken den Jahresbedarf für ein durchschnittliches Einfamilienhaus ab. Damit ist der Platzbedarf einer Pelletanlage inklusive Brennstofflager meist nicht höher als bei der Ölheizung. Deshalb fällt der niedrige Brennstoffpreis bei Holzpellets gegenüber fossilen Energieträgern besonders ins Gewicht.

Die Preisstabilität des Brennstoffs Holz basiert primär auf der lokalen Herstellerstruktur und der hohen Versorgungssicherheit. Denn die Ressourcen in den deutschen Wäldern sind größer als in allen anderen Ländern Mitteleuropas und Skandinaviens. In den letzten Jahrzehnten wurde viel weniger Holz genutzt, als im Bundesgebiet nachgewachsen ist. Und: In Deutschland ist eine nachhaltige Forstwirtschaft gesetzlich vorgeschrieben.

Die Umstellung auf eine Pellet- oder auch Scheitholzheizung ist leicht zu realisieren. „Der Austausch eines alten fossil befeuerten Kessels gegen einen neuen Pelletkessel ist oftmals sinnvoll“, erklärt zum Beispiel Christian Schraube vom Europäischen Institut für Energieforschung (EIFER). Er hat aktuell eine zweijährige Studie zu Pelletanlagen in verschiedensten Baubeständen durchgeführt. „Ein Austausch der Heizkörper beziehungsweise der spätere Einbau einer Flächenheizung, der die Effizienz bei Bestandsanlagen weiter verbessert, kann aber auch getrennt von der Kesselinstallation zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden.“ Ein großer Vorteil für alle, die sich nicht auf einen Schlag die Kesselmodernisierung und den Wechsel der Heizkörper oder den Einbau einer Flächenheizung leisten können.

Kalkulierbare, vergleichsweise niedrige Brennstoffkosten, moderne Anlagentechnik und eine einfache Umrüstung machen die Holz- und Pelletheizung damit zu einem vorbildlichen Wärmelieferanten.

ENplus QualitätssiegelENplus-Qualitätssiegel
Ein übersichtliches Klassifizierungs-System bietet dem Pellet-Kunden problemlos Orientierung:
Premiumpellets der Klasse A1 sind mit besonders niedrigem Aschegehalt für den Betrieb kleiner bis mittlerer Feuerungsanlagen geeignet.

Pellets der Klasse A2 haben einen leicht höheren Aschegehalt, sie sind für die Nutzung in größeren Anlagen gedacht. Die ENplus-Kennzeichnung muss sich bei offener Ware auf dem Lieferschein befinden, bei Sackware direkt auf der Verpackung.

Alle geprüften Händler und Produzenten werden zur optimalen Transparenz mit einer individuellen Identifikationsnummer ausgewiesen. Eine Übersicht der ENplus-zertifizierten Pellethändler in Deutschland ist jederzeit einsehbar unter www.enplus-pellets.de oder unter www.holzundpellets.de.

Eine Auswahl von Kesseln, Anbieter und Typen als PDF zum Download finden Sie hier »»

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