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Behagliche Wärme mit Pelletöfen

10.12.2013

Ein zentrales Pelletlager sichert dauerhaft und komfortabel den Brennstoffnachschub. www.oekofen.deWenn an einem kalten Wintertag das Holzfeuer mit seinem ungezähmten Flammenspiel prasselt, steigt bei vielen Bauherren und Hausbesitzern ein zweifach wohliges Gefühl auf:
Wegen der behaglichen Wärmestimmung und wegen des angenehmen Gefühls, von steigenden Öl- und Gaspreisen unabhängig zu sein.

Möglich wird dies mittels sogenannter wasserführender Kaminöfen und Kamineinsätzen, die es für den Betrieb mit Scheitholz und Pellets gibt – manche sprechen auch von Öfen mit Wassertaschen.

Bestimmte Modelle, deren Heizleistungen bis etwa bis etwa 15 kW reichen, können vom Wohnraum aus die Warmwasserbereitung und Raumheizung fürs gesamte Haus übernehmen.

Vorzugsweise geeignet ist diese Technik für Niedrigenergie- oder Passivhäuser, eventuell auch in Kombination mit einer Solarthermieanlage.

Die Ganzhausheizung 
im Wohnzimmer
Die Wärme des Wohnraumofens wird über ein Rohrsystem (Vor-/Rücklauf) in einen Heizwasserpufferspeicher geleitet, der meist im Untergeschoss steht. Manche Modelle lassen sich auch direkt mit den Heizkörpern oder der Fußbodenheizung verbinden; in diesem Fall gibt es dann noch eine Verbindung des Ofens zum Warmwasserspeicher.

Wasserführende Pelletöfen besitzen noch zwei weitere, entscheidende Vorteile: Sie haben eine sehr hohe wasserseitige Leis
tung, die bis zu 95 Prozent (bezogen auf die Nennheizleistung) betragen kann. Im Vergleich dazu kommen die meisten Scheitholz-Öfen nicht über die 70 Prozent-Marke hinaus.

Zudem sind die Pelletöfen so konstruiert, dass sie im Aufstellraum weniger Wärme abgeben (können), wenn sie dort nicht gebraucht wird, zum Beispiel während der Übergangszeit oder an warmen Tagen. Im Vergleich zu den klassischen Kaminöfen fällt die Sichtscheibe bei den Pelletöfen deshalb meist etwas kleiner aus.

Designorientierte Spitzenmodelle mit hochwertiger Technik können schon mal 5.000 bis 10.000 Euro kosten. Hausbesitzer sollten beim Kauf von wasserführenden Öfen auf hohe Qualität achten und zweifelhafte Billigprodukte aus Gründen mangelnder Haltbarkeit oder gar Sicherheit meiden.

Effiziente und komfortable Zentralheizkessel
Der Pellet-Primärofen "ivo.tec" mit dem Vorratsbehälter "ivo.tower" für 150 kg Pellets. www.wodtke.deAlternativ besteht die Möglichkeit, einen 
Scheitholz- oder Pelletkessel in einem Heizraum, meist neben dem Pufferspeicher, zu platzieren.

Die Heizleistungen der Pelletkessel starten ab etwa drei Kilowatt und reichen im Einfamilienhaus
bereich durchschnittlich bis etwa 15 Kilowatt sowie bis zu 25 Kilowatt bei höherem 
Heizwärmebedarf.

Brennstoffsparend ist, 
dass sich die Leistung moderner Pelletbrenner (in einem gewissen Bereich) meist auto
matisch an die jeweiligen Wärmeanforderungen anpassen.

Die quasi fixen Heiz
leistungen bei den Stückholzkesseln fürs 
Eigenheim starten übrigens erst ab etwa 
15 Kilowatt.

Grundsätzlich sind Pelletöfen und -kessel als Ganzhausheizung deutlich besser geeignet als die Scheitholzmodelle. Zum einen stellen sie, dank Mikroprozessorsteuerung und elektrischer Zündeinrichtung, eine unterbrechungsfreie, automatische Beheizung sicher, auch wenn niemand zuhause ist.

Die Pellets werden richtig dosiert dem integrierten Brenner zugeführt: entweder aus einem integrierten Vorratsbehälter, der manuell mit Pellets aus Säcken nachgefüllt wird, oder direkt aus einem Pellet-Zentrallager.

Aus Komfortgründen oder bei längeren Abwesenheiten im Winter ist es – je nach Brennstoffverbrauch – nötig oder sinnvoll, ein zentrales Pelletlager einzurichten.

In Verbindung mit einer automatischen Entaschung und leisen Betriebsgeräuschen wird das Heizen zu einer entspannten Sache. Zudem muss der Aschebehälter vergleichsweise seltener entleert werden, als bei den scheitholzbefeuerten Modellen.

Hohe Effizienz und geringe Schadstoffemissionen
Die meisten Pellet-Wärmeerzeuger glänzen mit hohen Wirkungsgraden von über 90 Prozent und überzeugen mit vergleichsweise niedrigen Schadstoffemissionen. Zwar ist die CO2-Bilanz des Naturbrennstoffs prinzipiell neutral, doch beim Verbrennen entstehen andere Luftschadstoffe, wie zum Beispiel krebserregende Feinstäube.

Deshalb hat der Gesetzgeber im Rahmen der sogenannten Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV) unter anderem den Staubanteil für Pellet und Holz befeuerte Kessel und Öfen begrenzt. Besonders umweltfreundliche Modelle meistern zudem die noch strengeren Grenzwerte des Umweltzeichens „Blauer Engel“.

Umwelt- und qualitätsbewusste Anlagenbesitzer achten zudem auf eine hohe Brennstoffqualität: Sicherheit beim Pelletkauf bieten die Kennzeichnung „DIN-plus“ sowie das Gütesiegel „ENplus A1“. Und wer Brennholz verfeuert, macht dies ausschließlich mit naturbelassenem, lufttrockenem Material in Scheiten oder Stücken.

Beim Verbrennen sollte der Wassergehalt bei 15 bis maximal 20 Prozent liegen. Deshalb muss erntefrisches Holz, das 45 bis 60 Prozent Wasser enthält, mindestens ein bis zwei Jahre an der Luft getrocknet werden.

Allerdings hat das Komfortsystem Pellet
heizung auch seinen Preis. Deshalb sind Scheitholzlösungen für spitz rechnende Hausbesitzer  interessanter – vorausgesetzt, sie haben Spaß am Holz aufarbeiten und verfügen über einen kostengünstigen oder kostenlosen Zugang zum Brennstoff.

Doch egal wie die Entscheidung ausfällt: Mit dem Naturbrennstoff Holz wird der Hausbesitzer unabhängig von Öl und Gas.

Fördergeld für Heizungsanlagen

Wer sich bei der Heizungssanierung 
für ein Holzheizsystem entscheidet, profitiert nicht nur vom günstigen und stabilen Brennstoffpreisen, sondern wird zudem auch mit staatlichen Fördergeldern belohnt.

Durch das BAFA-Marktanreizprogramm erhalten Modernisierer mindestens 2.400 Euro für einen neuen Pelletkessel und 1.400 Euro für einen Pelletofen mit Wassertaschen.

Und der Einbau eines emissionsarmen Scheitholzvergaserkessel wird pauschal mit 1 400 Euro unterstützt.

Neben den BAFA-Fördermöglichkeiten enthält die speziell auf Pelletheizungen abgestimmte „Förderfibel 2013/2014“ (Deutsches Pelletinstitut  – DEPI) weitere Übersichten –  vor allem zu zinsgünstigen KfW-Darlehen sowie zu den Förderprogrammen der Bundesländer.




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