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Stromverbrauch von Elektrogeräten

13.09.2012

Das Bessere ist des Guten Feind. Dennoch kann man nicht permanent seine Stromverbraucher durch effizientere austauschen. Schließlich stellen die Altgeräte eine Umweltbelastung dar. Fragwürdig ist es auch, wenn noch brauchbare Geräte verschenkt und dann in anderen Haushalten weiter eingesetzt werden.

Aber von Zeit zu Zeit sollte man sich seine elektrisch betriebenen Geräte doch genauer anschauen und einen Austausch überdenken. Auf jeden Fall gehandelt werden muss, wenn ein Elektrogerät defekt ist. Man sollte dann nicht blind irgendeinen Geräteersatz kaufen, der gerade beim Elektromarkt im Angebot ist – Schnäppchen können mit den Jahren teuer werden.

Die meisten Haushaltsgroßgeräte lassen sich dank EU-Energielabel bezüglich ihrer Energie­effizienz einfach vergleichen – wenn man weiß, welche Klassen es in der jeweiligen Geräte­kategorie überhaupt gibt. Auch TV-Geräte haben neuerdings ein Energielabel.

Bei Dauerläufern immer auf höchste Sparsamkeit achten
Sehr wichtig ist es, bei jenen Verbrauchern auf die Effizienz zu schauen, die rund um die Uhr laufen (Kühlschrank, Gefrierschrank, Heizungspumpe – für die es auch Effizienzklassen gibt) oder die häufig bzw. lange arbeiten (Kochfeld, Backofen, Waschmaschine, Trockner, Klima- und Lüftungsgeräte, Antriebe, Unterhaltungselektronik, Heißwassergeräte, Saunaofen).

Bei Elektrogeräten, die selten zum Einsatz kommen, spielt der Stromverbrauch eine untergeordnete Rolle. Dennoch gibt es auch hier Feinheiten, wie etwa Akku-Handsauger mit intelligentem Ladegerät oder Musikanlagen mit abschaltbarem Standby.

Ein Großteil des Stroms wird im Haushalt durch Beleuchtung verbraucht – im Haus, vor dem Haus und im Garten. Mit Bewegungsmeldern ausgestattet gehen Leuchten nur bei Bedaf an. Effiziente Leuchtmittel helfen ganz einfach, Strom zu sparen, ohne dass man deshalb die Leuchten austauschen müsste. Der geringe Verbrauch der LED-Technik verführt allerdings dazu, immer mehr – teils auch fragwürdig spielerische – Zusatzbeleuchtungen einzusetzen.

Warmwasseranschluss bei Spülmaschinen
Die meisten Geschirrspüler können wahlweise an die Kalt- oder Warmwasserversorgung angeschlossen werden. Informationen hierzu finden Sie in den Herstellerangaben. Meist ist ein Anschluss ohne besondere Maßnahmen bis zu einer maximalen Zulauftemperatur von 60 °C möglich. Bei einem Warmwasseranschluss werden alle Spülgänge mit Warmwasser betrieben, während beim Kaltwasseranschluss nur das Wasser für den Reinigungs- und Klarspülgang aufgeheizt wird. Beim Warmwasseranschluss wird der Stromverbrauch reduziert, ein Teil des Energiebedarfs jedoch auf die zentrale Warmwasserversorgung verlagert. Er bietet dann Vorteile, wenn das warme Wasser mit niedrigen Betriebskosten bereitet wird und die Leitungswege kurz sind. Faustregel: Einsparungen sind nur dann möglich, wenn nicht mehr als drei Liter Wasser gezapft werden müssen, bis die Temperatur 45 °C beträgt. Foto: Hausgeräte+/AEG

Elektronischer Durchlauferhitzer
Die ersten Geräte kamen vor genau 25 Jahren auf den Markt – entwickelt und gebaut vom Weltmarktführer Stiebel Eltron. Sie veränderten den bis dahin existierenden Warmwasser-Markt völlig. Ihre Einführung bedeutete bereits kurze Zeit später das Aus so­genannter thermischer Durchlauferhitzer. Sie konnten von technischer Seite her mit der neuen vollelektronischen Ausführung in keinster Weise Schritt halten. Jetzt ist auch das Ende der hydraulischen Durchlauferhitzer gekommen. Denn bei hydraulischen Durchlauferhitzern wird das Wasser mit ungeregelter Leistung erhitzt und dann kaltes Wasser über die Armatur zugemischt bis die Wunschtemperatur erreicht ist. Genau das wird dank der Elektronik vermieden. So sind bis zu 30 Prozent Einsparung bei Wasser und Strom gegenüber hydraulischen Durchlauferhitzern völlig normal. www.stiebel-eltron.de

Besonders ressourcenschonende Modelle
Auf der IFA 2012 vom 31. August bis 5. September zeigte Bosch ein umfassendes Hausgeräte-Portfolio an besonders ressourcenschonenden Modellen. Ein IFA-Highlight ist die neue Einbaukältelinie Smart Cool, die bereits als freistehende Linie ein Erfolg ist und jetzt auch für den Einbausektor auf den Markt kommt. Die neuen Einbaumodelle der Energie­effizienzklasse A+++ sind sparsamer als eine 18-Watt-
Energiesparlampe: Sie benötigen gerade einmal 140 Kilowattstunden im Jahr, während eine Energiesparlampe auf 158 Kilowattstunden jährlich kommt. Bestmarken bei der
Energiebilanz erreichen auch die Wärmepumpentrockner aus der Bosch Home Professional-Serie, die in zwei besonders sparsamen Varianten verfügbar sind. Je nach Anspruch bietet Bosch ein Gerät mit der neuen Effizienzstufe A++  wie auch ein Modell der Klassifizierung A+ an. www.bosch-home.com

Energie-Tipp

Besonders hoch im Verbrauch sind in der Regel Geräte, die zehn Jahre und älter sind. Für Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen und Geschirrspüler lohnt sich beispielsweise die Anschaffung eines Neugerätes mit der höchsten Energie­effizienz der Klasse A+++. „Ein durchschnittlicher Dreipersonenhaushalt verbraucht im Jahr 4050 Kilowattstunden Strom. Etwa 15 bis 20 Prozent lassen sich durch den Austausch der genannten drei Altgeräte gegen Neugeräte der Klasse A+++ einsparen“, sagt Dr. Witt, Geschäftsführer der HEA. „Das sind etwa 150 bis 200 Euro pro Jahr mehr in der Haushaltskasse. Auch Komfort und Ausstattung der Geräte sind bedeutend besser. Hinzu kommt das gute Gefühl, aktiv etwas für die Umwelt zu tun.“

 

Die HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e. V. hat ihren Sitz in Berlin. Sie ist der Marktpartnerverbund der Energiewirtschaft. Mitglieder sind Energieversorger, Unternehmen der Geräteindustrie, die Spitzenverbände der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW, der Elektro- und Elektronikindustrie ZVEI, der Elektro- und Sanitärfachhandwerke ZVEH und ZVSHK sowie des Fachgroßhandels VEG und DGH. Die Schwerpunkte liegen in der Beratung und Information über energieeffiziente Anwendungstechnik und zu Energiedienstleistungen.


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