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Edle Ziegel & mehr

01.09.2011

Längst ist das Dach ein Stil prägendes Element und somit auch verantwortlich für den vielfachen Wunsch nach einer individuellen Gestaltung. Entscheidend sind die Dachform sowie der Baustoff, der für die Eindeckung verwendet wird. 

Bei der Kombination von Dachform und Baustoff sind jedoch einige Dinge zu beachten, denn nicht jeder Baustoff eignet sich für jede Dachform.

Ziegel auf unterschiedlichen Dachformen
Schieferwelt: Heute gibt es etwa 15 Deckarten und weit über 250 Designmöglichkeiten der Dach- und Wandeindeckung. RathscheckGrundsätzlich kann man festhalten, dass bei den organischen Dachformen die Auswahl begrenzt ist: Die flexible, natürliche Formensprache erfordert in der Regel Dacheindeckungen, die sich den geschwungenen Formen anpassen und keine harten Brüche erzeugen. Natürlicher Schiefer eignet sich daher besonders gut für Mansard-, Walm- oder Krüppelwalmdächer, Zwiebel- und Glockendächer. Natürlich lässt sich Schiefer auch auf klassischen Dächern wie dem Satteldach einsetzen. 

In den meisten Regionen Europas sind jedoch Klassiker wie Dachziegel oder Dachsteine dominierend. Seit über 150 Jahren eingesetzt, bestechen Dachsteine durch ihre Tragfähigkeit, Passgenauigkeit und Frostbeständigkeit. Gefertigt werden sie aus den baubiologisch unbedenklichen Bestandteilen Zement, Wasser sowie quarzhaltigem Sand. Praktisch: Die hohe Lebensdauer wird durch den Umstand gefördert, dass der Härtegrad der Steine zunimmt, je länger diese auf dem Dach liegen. Das Material lässt sich preiswert verlegen und bietet neben klassischem Rot und dunklem Granit auch viele weitere Farben an. 

Dachziegel überzeugen
Das Dach soll zwar in erster Linie bei Regen, Sturm und Schnee schützen. Aber auch die Optik ist wichtig. Denn die fünfte Fassade verleiht dem Haus Charakter, muss in Form und Farbe zum Gebäude und zur Umgebung passen. BraasAuch Dachziegel überzeugen mit Maßhaltigkeit, Frostbeständigkeit sowie einer gesundheitlich unbedenklichen Fertigung aus Tonrohstoffen. Diese klassische Eindeckung eignet sich besonders für schlichte Satteldächer. Ziegel, die mit einer speziellen Glasur oder Engobe bearbeitet sind, halten zuverlässig schädliche Umwelteinflüsse. Dazu gehören etwa sauerer Regen, UV-Strahlung oder kosmische Strahlung. Erklärung: Engoben sind natürliche und meistens farbige Tonschlämme, die kurz vor dem Brennen auf Tondachziegel aufgebracht werden. Beim Brennvorgang im Ofen verbinden sie sich unlösbar mit dem Ziegel. Engoben geben den üblicherweise naturroten Tondachziegeln abriebfeste Oberflächen-Farben. 

Die Farbpalette reicht von rot- und gelbbraunen Tönen bis hin zu schwarzen und grauen Farbnuancen. Engoben haben eine offenporige Struktur. Damit behalten Ziegel ihre diffusionsoffenen Eigenschaften. Zudem werden sie widerstandsfähiger gegen Verwitterung und Umwelteinflüssen. Alternative Oberflächen-Veredelung von Tondachziegeln ist das Aufbringen von meist farbigen Glasuren.

Der Werkstoff Zink
Als Dachdeckung, Dachentwässerung sowie zum Strukturieren von Fassaden kann der Werkstoff Zink auf eine lange Tradition zurückblicken. Abgesehen von optischen Vorzügen überzeugt das Material durch seine Langlebigkeit, die sich je nach Verwendung und klimatischen Bedingungen in der Regel über mehrere Generationen erstreckt. 

Zink ist als eine natürliche Ressource überall auf der Welt in ausreichender Menge vorhanden. Trotzdem werden mehr als 90 Prozent des verwendeten Bauzinks aufgrund des hohen Materialwerts ohne umweltbelastende Rückstände recycelt. 

Fazit
Abgesehen von individuellen Aspekten sollte man bei der Eindeckung auch den Gesamteindruck und die lokal üblichen Dachformen und Baustoffe berücksichtigen. Auch die Wetterverhältnisse sind zu beachten: So sind steile Dächer optimal geeignet in niederschlagsreichen Gebieten, flachere Dächer verringern dagegen die Gefahr herabstürzender Schneemassen. 

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