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Das Wohlbefinden mit Licht steigern

04.06.2013

Licht kann viel mehr als nur die Umgebung erhellen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Licht ein entscheidender Faktor für unser Wohlbefinden ist. In der Natur wie auch unter den Kunstlichtquellen gibt es unterschiedliche Lichtarten, die jeweils eine bestimmte Wirkung auf den menschlichen Organismus haben. Es gibt direktes und indirektes Licht, punktförmige Lichtquellen oder flächige Leuchten. Und es existieren unterschiedliche Farbtemperaturen. Das Licht der Sonne kommt mal warm und rötlich an und mal kühler, also mit höheren Blauanteilen. Morgens und abends ist es gedämpft, mittags strahlend hell.

Philips hat in den letzten Jahren den Lichtwecker perfektioniert: Die Leuchte simuliert bis zur Weckzeit einen Sonnenaufgang und soll so Morgenmuffeln einen fitten Start in den Tag ermöglichen. Die Intensität und Farbzusammensetzung des Lichtes haben einen Einfluss auf den menschlichen Organismus. Für die Verarbeitung dieser Eindrücke sind spezielle Licht-Rezeptoren am Auge zuständig, die neben den Sehnerven die Zusammensetzung des Lichtes ermitteln, an das Gehirn weiterleiten und so die Ausschüttung von Entspannungs- oder Konzentrations-Hormonen steuern. In Kurzform: Warmes, rötliches Licht wirkt eher entspannend, kühleres Licht mit hohen Blauanteilen fördert die Konzentration. Diese Erkenntnis lässt sich zusammen mit steuerbaren Leuchtmitteln in der eigenen Wohn- oder Arbeitsumgebung nutzen: Am Schreibtisch kann kühles Licht die Arbeit unterstützen, im Wohnbereich oder im Schlafzimmer dagegen hilft warmes Licht beim Entspannen.

Licht optimal steuern
Die LED-Leuchten von Philips Hue lassen sich in ihrer Farbe und Farbtemperatur stufenlos regeln. Die Steuerung erfolgt über das Smartphone oder einen Tablet-PC. Voreingestellte Lichtstimmungen wie „Entspannung“ oder „Konzentration“ lassen sich per Fingertippen aufrufen.Die in Blieskastel ansässige Firma Hager bietet vielfältige Möglichkeiten, dimmbares Licht in den eigenen vier Wänden zu realisieren. Als Beispiel ist hier der Universal-Tastdimmer kallysto zu nennen, welcher auch problemlos in bestehende Elektroinstallationen integriert werden kann.

Der Elektronikkonzern Philips hat ein einfach steuerbares LED-Leuchtensystem namens „Hue“ im Angebot, bei dem die Steuerungstechnik in jeder einzelnen Lampe untergebracht ist. Der Nutzer kontrolliert die Helligkeit und Farbstimmung des Lichtes über den Funk-Steuerungsstandard „Zigbee“ und eine Smartphone-App.  

Die Firma OSRAM hat zusammen mit Jung, Gira und anderen Herstellern den Dimmer- und Steuerungsstandard „Ledotron“ entwickelt. Der eigentliche Dimmer sitzt dabei wie bei Hue in der Leuchte selbst. Für den Anfang soll Ledotron zum Dimmen eingesetzt werden, künftig sollen so aber auch Lichtfarben steuerbar werden.

Ledotron oder Zigbee sind nicht die einzigen Techniken, um das Licht optimal zu steuern. Wer ein intelligentes Haus mit einem Bussystem plant, der kann schon heute das Licht je nach Tageszeit oder Tätigkeit manuell oder automatisch anpassen. Der Lichtplaner Andreas Pickelein von Osram empfiehlt dafür, im Zweifelsfall mehrere Lichtquellen in unterschiedlichen Farbtemperaturen zu installieren, die sich je nach Anwendung und Tageszeit ein- und ausschalten oder gegenseitig überblenden. Auf diese Weise ließe sich sogar ein automatischer Lichtwecker programmieren, der die Bewohner morgens mit einem nachgestellten Sonnenaufgang weckt: Zuerst schwaches rötliches Licht, das später in das hellere, bläuliche Licht einer Tageslicht-Leuchstoffröhre übergeht.




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