Das Angebot reicht von Beton über Keramik bis zum Tropenholz: Hier sind die Vor- und Nachteile der häufigsten Materialien für den Terrassenboden.

Betonplatten sind die mit Sicherheit am häufigsten verwendeten Gartenplatten. Für sie spricht Maßgenauigkeit, Langlebigkeit sowie unterschiedlichste Oberflächengestaltung und -einfärbung und im Standardprogramm ein moderater Preis. Besonders preiswert sind Waschbetonplatten, die aus gestalterischen Erwägungen aber nicht mehr für Terrassenbeläge genommen werden sollten. Oberflächenveredelte Platten haben Zuschläge aus Granit-, Moränen- oder Dolomitgestein und sind feingestrahlt oder geschliffen. Und mit schieferartiger unregelmäßigeriger Gehfläche bzw. Holzoptik machen sie sogar Naturplatten und Holzbelägen Konkurrenz. Die Preise beginnen bei rund 10 Euro pro Quadratmeter

Betonpflaster ist zu haben mit unregelmäßig gebrochenen Kanten, scharfkantig und mit weichgerundeten Kanten und Ecken in den unterschiedlichsten Formaten (auch unregelmäßige, der Naturform nachempfundene) und Farben. Preise: ab ca. 12 Euro pro Quadratmeter.

Natursteinplatten: Unterschieden wird in Hart- und Weichgestein. Hartsteine sind zum Beispiel Basalt, Granit, Porphyr und Quarzit, Weichsteine Kalk- und Sandstein, Nagelfluh, Travertin, Schiefer und erstaunlicherweise Marmor. Es gibt sie geschnitten in quadratischer und rechteckiger Form sowie polygonal (vieleckig) mit bruch- und sägerauer sowie geflammter Oberfläche. Preise: ab ca. 18 Euro pro Quadratmeter.
Natursteinplaster Die verbreitesten Arten sind Basalt, Granit, Grauwacke und Porphyr. Angeboten werden Klein und Großformate. Preis: ab ca. 25 Euro pro Quadratmeter.

Klinker: Hierbei handelt es sich um besonders hart gebrannte Ziegelsteine in Rot-, Braun- und Blautönen, zum Teil glasiert. Geliefert werden sie scharfkantig oder mit gefasten (abgeschrägten) Kanten. Preise: ab ca. 30 Euro pro Quadratmeter.

Keramische Platten: Das ist der Sammelbegriff für Steingut- und Steinzeugfliesen sowie Ziegeltonfliesen (Terrakotta) und Klinkerplatten. Steinzeugfliesen sind härter gebrannt und damit weniger wasseraufnehmend als Steingutfliesen und deshalb für den Außenbereich besser geeignet. Bei Ziegeltonfliesen muss ausdrücklich die Formbeständigkeit garantiert sein. Preise: ab ca. 6 Euro pro Quadratmeter.

Holz: An diesem Material scheiden sich noch am ehesten die Geister. Trotz entsprechendem Unterbau und bei Verwendung von Harthölzern ist die Lebensdauer nicht mit denen von Steinbelägen vergleichbar. Und bei Nässe kann Rutschgefahr bestehen.Eine Alternative zu reinen Holzprodukten sind Beläge aus Holzverbundwerkstoffen (z.B. 70 Prozent Holzfasern und 30 Prozent Polypropylen. Neben Brettern und Lagerhölzern gibt es auch Holzroste, die das Verlegen vereinfachen. Preise: ab 25 Euro pro Quadratmeter. Alle Preise ohne Gewähr, da es beachtliche regionale Unterschiede gibt; auch durch den Kauf beispielsweise direkt im Steinbruch oder in einer Sägemühle.
Interessante Links zum Thema:
Auf ihrer Homepage informiert die Arbeitsgemeinschaft Pflasterklinker e.V. über Klinkerprodukte, ihre Verwendung und nennt auch Bezugsquellen.
Auf den Seiten des Fonds der deutschen Forst- und Holzwirtschaft gibt es alles Wissenswerte über den Naturbaustoff Holz .
Der Industrieverband Keramische Fliesen und Platten e.V. informiert umfassend über das gesamte Genre. Wobei Terrassen und Balkone ein Teil davon sind.
Hier können Sie sich eine Übersicht der wichtigsten Terrassenbeläge und ihren Eigenschaften als PDF downloaden.
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