Lackieren, lasieren, ölen und imprägnieren

Wir zeigen Ihnen wie Sie Holz, Tapete, Fliese, Zaun und Co. mit Farbe, Lack, Wachs und Öl beschichten, schützen und gestalten können.



Foto: Clou

Lösemittelfreies Holzwachs
Holzmöbel, Regale, Balken oder Holzspielzeug werden gerne mit Holzwachs imprägniert. Es schützt das Holz vor Schmutzbefall. Umweltbewusste Bauherren greifen dafür auf lösemittelfreie Produkte zurück, die immer öfter angeboten werden. Das lösemittelfreie, farblose Flüssig-Holzwachs von Clou, das aus dem Drüsensekret der Honigbiene und aus Wachsstaub einer südamerikanischen Palme hergestellt wird, erfüllt nach Angaben des Unternehmens sogar die Vorgaben des Lebensmittelgesetzes.



Foto: Ultrament

Feuchtigkeitseintritt verhindern
Feuchtigkeit, die meist über längere Zeit unbemerkt in den Baukörper eindringt, kann enorme Schäden am Haus verursachen. Deshalb ist es besonders wichtig, potenziell feuchtigkeitsbelastete Flächen und Bauteile wie Dächer, Außen- und Kellerwände gut abzudichten. Beispiel Keller: Erdberührte Bauteile erhalten in der Regel eine Bitumenbeschichtung, damit sie kein Wasser „ziehen". Wichtig: Heimwerker, die sich an diese Aufgabe machen, sollten dafür nur aufeinander abgestimmte Systemprodukte verwenden, damit sie keine Fehler machen. Im Baumarkt und Fachhandel gibt es entsprechende Waren fürs Reinigen, Grundieren, Reparieren und Abdichten. Neu ist beispielsweise das Dry-it-Sortiment von Ultrament.



Fotos: Motip Dupli

Multifunktionales Lackspray
Auch bei der Bekämpfung von Rost per Spray geht der Trend zu Produkten, die mehrere Eigenschaften haben. Hinter dem Begriff 4-in-1-System, mit dem die Firma Dupli Color ein neues Lackspray vermarktet, stecken vier Funktionen. Nach Mitteilung des Unternehmens ist das Spray Grundierung, aktiver Rostschutz, hochdeckende Farbe und schützende Versiegelung in einem. Es eigne sich für ausgehärtete Altlackierungen, werksgrundierte Neuteile, blanke und verzinkte Stahlbleche, handentrostete Oberflächen, Aluminium oder für lackierfähige Kunststoffteile. Das Spray sorge für Schutz vor Korrosion und biete eine langanhaltende Verschönerung als Seidenmattlack, Hammerschlag- oder Eisenglimmereffekt.



Foto: PNZ

Küchenarbeitsplatten aus Holz besonders schmutzempfindlich
Küchenarbeitsplatten aus Holz und Naturstein stehen bei ökologisch orientierten Bauherren hoch im Kurs. Da Holz ein sehr offenporiges Material ist, kann es leicht verschmutzen. Mit speziellen Ölen stellt man einen Oberflächenschutz her. Das Öl verhindert, dass Schmutz, vor allem aber auch Wasser, in das Material eindringt. Das Arbeitsplattenöl des bayerischen Ökoherstellers PNZ eignet sich beispielsweise für alle unbehandelten und gelaugten Hölzer im Innenbereich. Es wird mit Roller oder Pinsel nass in nass so lange aufgetragen, bis es glänzend stehen bleibt. Das überschüssige Öl wird mit einem Baumwolltuch rückstandsfrei aufgenommen. Die Fläche muss dann mindestens 24 Stunden trocknen und wird zum Schluss noch poliert. Für umweltbewusste Bauherren ist es naheliegend, ein Öl zu wählen, das nach ökologischen Kriterien hergestellt wurde. Bei PNZ werden "alle Produkte ressourcenschonend aus hochwertigen, nachwachsenden Naturrohrstoffen wie Bienen- und Pflanzenwachsen und Ölen aus kontrolliertem Anbau hergestellt", wie das Unternehmen betont. Selbst auf ätherische Orangen- und Zitrusöle werde verzichtet, da diese bei manchen Bewohnern Beschwerden wie Kopfschmerzen und Atemnot auslösen könnten.

Betonsteine: Keine Chance für Flecken und Co.
Witterung und Verschmutzungen aller Art setzen den Bodenbelägen auf der Terrasse und im Garten heftig zu. Deshalb hat Betonsteinspezialist Kann eine besondere Versiegelung entwickelt, durch die sich Platten leicht reinigen lassen und so lange Zeit wie neu aussehen. Terrassenplatten sind den verschiedensten Belastungen ausgesetzt. Durch nasses Laub, abgefallene Blüten, aufgestellte Blumentöpfe oder Holztröge, aber auch durch frisch gemähtes Gras, das an den Schuhsohlen haftet und auf die Terrasse getragen wird, können Verfärbungen entstehen. Auch lauschige Grillabende gehen meist nicht spurlos am Belag vorüber: Da spritzt schon hin und wieder Fett vom Grill auf die Platten, Kindern fällt gerne mal etwas zu Boden oder es werden Getränke wie beispielsweise Rotwein oder Fruchtsäfte verschüttet, die hartnäckige Flecken auf dem Boden hinterlassen. Da helfen nur noch starke Reinigungsmittel – oder besser noch pflegeleichte Platten. Betonsteinspezialist Kann bietet Platten, die durch ein besonderes Herstellungsverfahren sehr pflegeleicht sind und damit über lange Zeit schön bleiben. Clean Keeper nennt sich die umweltfreundliche Versiegelung, die sich dauerhaft mit dem Werkstoff verbindet. Sie wird im Werk in flüssiger Form auf die Platten aufgebracht und unter dem Einfluss von Wärme physikalisch verankert. Die Versiegelung reagiert aber auch chemisch mit dem Betonstein und geht so mit ihm eine unlösbare Verbindung ein. Versiegelte Betonwerksteinplatten gibt es bei Kann in verschiedenen Farben und Oberflächen. Die Versiegelung sei fast nicht sichtbar und extrem langlebig. Zudem ist der Stein nach wie vor dampfdiffusionsoffen, das heißt, aus dem Boden aufsteigende Feuchtigkeit kann über die Oberfläche verdunsten.

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