Dämmen

Von der Kellerdecke bis zur Fassade - für sämtliche waagrechten und senkrechten Gebäudeflächen gibt es Dämm-Möglichkeiten. Hier zeigen wir neue, vielfältig einsetzbare Produkte.

Kellerdecke

Foto und Anbieter: Bachl

EPS und XPS – worin liegt der Unterschied?

Durch verschiedene Herstellverfahren entstehen zwei unterschiedliche Polystyrol-Hartschaumstoffe: Extrudierter Polystyrol-Hartschaumstoff (XPS) und expandierter Polystyrol-Hartschaumstoff (EPS), auch besser bekannt als Styropor. Prinzipiell weist XPS höhere Druckfestigkeiten auf als EPS und gilt für Baukonstruktionen mit hoher dauerhafter Druckbeanspruchung als das geeignetere Material. Das unterschiedliche Verhalten von XPS und EPS bei Feuchteeinwirkung basiert auf den sich deutlich unterscheidenden Zellgefügen der beiden Hartschaumstoffe.

Bei der Herstellung von XPS entsteht im Extrusionsverfahren eine homogene stabile und geschlossene Zellstruktur. Daher kann XPS kein Wasser aufnehmen und ist in Bauteilen wie Kelleraußenwänden und/oder unter Bodenplatten besonders gut einsetzbar. EPS (Styropor) wird hauptsächlich als Fassadendämmung, Fußbodendämmung oder unter Flachdachabdichtungen eingesetzt. Beide Dämmstoffe weisen eine ähnlich gute Wärmeleitfähigkeit auf. Rein äußerlich sind die verschiedenen Dämmplatten an der Farbe zu erkennen. Bachl XPS-Dämmplatten sind orangefarben. Dagegen sind EPS-Dämmstoffe in der Regel weiß. Nur speziell modifizierte EPS-Dämmstoffe (Neopor) sind dunkelgrau.

Innendaemmung

Foto und Anbieter: Selit

Dünne Innendämmplatten aus Polystyrol

Als Mieter oder Eigentümer einer Wohnung hat man oft keinen Einfluss darauf, wie die Außendämmung des ganzen Hauses gestaltet wird. Innendämmplatten, wie zum Beispiel „Selitron“ , gibt es in Dicken von drei und sechs Millimeter. Sie werden einfach in ein Kleberbett eingelegt und bilden schon nach kurzer Trocknungszeit einen idealen Untergrund für Kunstharzdispersionsschutz, Wandfliesen, Dispersionsfarbe oder Tapeten- und Wandbekleidungen.

Durch die Beschichtung mit einer Haftbrücke entfällt zudem die Vorgrundierung, es wird also ein Arbeitsschritt gespart, was Heimwerker durchaus zu schätzen wissen. Innendämmplatten eignen sich darüber hinaus auch zur Dämmung von Rollladenkästen, Heizkörpernischen, Decken oder Fenster- und Türlaibungen, denn auch hier befinden sich kritische Stellen, die den Energieverbrauch eines Gebäudes negativ beeinflussen können.

Zeitung als Daemmstoff

Foto und Anbieter: Isocell

Die Zeitung von gestern

Noch heute ist das Verpacken von Tiefgefrorenem in eine dicke Lage Zeitungspapier ein gängiger Hausfrauentrick. Denn Papier hat sehr gute Dämmeigenschaften und hält Eis und Co. für einige Zeit gefroren. Umgekehrt funktioniert diese Eigenschaft genauso: Eine untergelegte Zeitung auf der herbstlichen Parkbank oder auf Steinstufen sorgt für warmes und weiches Sitzen. Dieser Effekt, der durch den hohen Holzanteil im Zeitungspapier entsteht, lässt sich auch bei der Dämmung des Eigenheims nutzen: Eine Wärmedämmung aus Zellulosefasern, die eine extrem niedrige Wärmeleitzahl haben, garantiert dauerhaft Wohlfühlklima bei niedrigen Heizkosten.

Vergleichende Dämmstoff-Prüfungen bescheinigen Zellulosedämmstoffen beste Wärme- und Schalldämmwerte. Zur Herstellung der Zellulosedämmung von Isocell wird altes Tageszeitungspapier in einem optimalen Recycling-Verfahren zerfasert und durch die Zugabe von mineralischen Salzen vor Schimmel- und Schädlingsbefall geschützt sowie verrottungssicher und brandbeständig gemacht. Die so entstandenen Flocken werden von zertifizierten Betrieben in die Hohlräume in Fußböden, Wänden, Geschossdecken und Dächern eingeblasen. Das Einblassystem ermöglicht eine fugenlose Dämmmatte ohne Verschnitt und spart damit Zeit und Kosten.

Decke daemmen

Foto und Anbieter: Isover

Kellerdecke: Steinwolleplatten für unterschiedliche Ansprüche

Steinwolledämmplatten können an Kellerdecken geklebt, gedübelt oder mit Hilfe eines Schienensystems befestigt werden. Die Deckendämmplatte Topdec Smartline zum Beispiel hat eine umlaufende Fase. Topdec Universal ist einseitig mit einem anorganischen Haftvermittler ausgerüstet. Sie bietet wertvollen Wärmeschutz und Brandschutz (nichtbrennbar, Euroklasse A1, mit dem Schmelzpunkt = 1.000 °C ) sowie eine gute Schallabsorption. Eine individuelle Gestaltung der Sichtseite durch eine nachträgliche Farb- oder Putzbeschichtung ist möglich. Die Decken-Dämmplatte DP 3 z.#B. erleichtert die Montage aufgrund des geringen Gewichts. Die helle Sichtseite der Dämmplatte mit geringerem Anspruch an die Optik, bringt zusätzlich Licht in dunkle Räume.

Mineralische Daemmplatte

Foto und Anbieter: Dennert

Mineralische Dämmplatte für außen und innen

Dank patentierter Fertigung im biologischen Porosierungsverfahren auf der Basis natürlicher Proteine sind die Platten frei von Fasern und Kunststoffen. Die mineralische Dämmplatte besitzt einen durchschnittlichen Wärmeleitwert von 0,045 W/mK. Im Inneren übernimmt die Zellstruktur des Dämmsystems auch die Feuchteregulierung. Alle Komponenten des neuen, natürlichen Dämmsystems kommen aus einer Hand und sind aufeinander abgestimmt. Das ist wichtig, denn zusammengetragene Systembausteine sind die Hauptursache von Bauschäden bei Häusern mit Wärmedämmverbundsystemen. Das System ist vom Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin bauaufsichtlich zugelassen. Rein mineralische Wärmedämmverbundsysteme haben noch weitere Vorteile.

Nager und Ungeziefer beißen sich daran die Zähne aus. Mineralische Wärmedämmverbundsysteme verrotten auch nicht, bleiben also wert-beständig und sind zudem unbrennbar. Mineralische Naturdämmstoffe sind auch vollkommen frei von gesundheitsschädlichen Fasern und gefährlichen Ausgasungen, das dürfte nicht nur Allergiker freuen. Mineralische Wärmedämm-Verbundsysteme können sowohl bei Neubauten von Anfang an mit eingeplant werden, als auch bei der Altbau-Modernisierung nachträglich montiert werden. Sie sind für Außen- und Innendämmung gleichermaßen geeignet. Ihre rein natürliche, schadstofffreie Zusammensetzung prädestiniert mineralische Naturdämmstoffe nicht nur für den konventionellen Haus- und Wohnungsbau, sondern auch für den Bio-Hausbau sowie für alle medizinischen Bereiche wie Kliniken, Kurhotels, Gesundheits-Ressorts und Arztpraxen beispielsweise.

Keine Waemebruecke

Fotos und Anbieter: Sto.

Montage ohne Wärmebrücke

Für „schwere Fälle“ greifen die Profis bei Dämmfassaden auf komplexe Montageelemente mit einer Einlage aus Aluminium oder Hartkunststoff zurück. Zuerst befestigen sie diese Tragteile an der Wand, später wird dann das schwere Bauteil (zum Beispiel eine Markise) an den Elementen befestigt. Dadurch besteht keine direkte Verbindung vom Außenbauteil zur tragenden Wand, also auch keine Wärmebrücke – und die Dämmwirkung bleibt ohne Einschränkung erhalten.

Kerndaemmung

Fotos und Anbieter: Isover

Kerndämmung mit Mineralwolle

Zweischalige Mauern lassen sich mit Mineralwolle auf verschiedene Weisen dämmen: Mit Luftschicht oder ohne Luftschicht, mit Platten oder Rollenmaterial. Kerndämmplatten werden auf die Mauerwerksanker gesteckt (einschichtig für schlanke Wände, zweischichtig für noch bessere Dämmwerte), der Rollendämmstoff Kontur KR Xpress dagegen zwischen diesen ausgerollt, eingeklemmt und mit Abtropfscheiben gesichert. Durch die Fugenverfilzung des Materials ist die Forderung nach einer wärmebrückenfreien Dämmschicht mit nur einer Dämmstoff-lage zu erfüllen. Zeitraubende Zuschnitte entfallen, da das Material über Wandöffnungen hinweg verlegt und dann erst mit dem Messer ausgeschnitten wird.

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