Überall im Haus und um das Eigenheim herum gibt es Dinge, die geklebt, abgedichtet oder gespachtelt werden müssen. Bauchemische Produkte werden für viele Aufgaben verwendet. Wir erklären Ihnen, wo Kleber, Mörtel, Spachtel, Imprägnierung & Co. zum Einsatz kommen.
Trockenbauplatten mit Feuchtigkeitsschutz
Gipskartonplatten sind eine feine Sache, lassen sich mit ihnen doch Räume nach Belieben abtrennen.
Doch Vorsicht im Bad! Dort sollten nur feuchtraumtaugliche Produkte wie zum Beispiel die grünen Platten von Rigips verwendet werden. Sie verfügen laut Anbieter über einen imprägnierten Plattenkern, der Feuchtigkeit standhält.
Für das Verspachteln der Fugen gibt es einen speziellen Fugenspachtel, der zur grünen Platte passt. Im Bereich der Dehn-, Stoß- und -Bewegungsfugen kommen ebenfalls auf das System abgestimmte Dichtbänder zum Einsatz.
Für eine zuverlässige Verbundabdichtung zwischen der Wand- und Bodenfläche sorgt nach Angaben des Unternehmens die gebrauchsfertige -Rigips Flüssig-Dichtfolie.
„Nach zweimaligem Auftrag und kompletter Durchtrocknung ist die abgedichtete Fläche mit Fliesen zu belegen", so das Unternehmen.
Pflasterbeläge vor Ausblühungen schützen
Pflasterbeläge auf der Terrasse, dem Gartenweg oder der Garagenzufahrt strahlen einen ganz besonderen Charme aus.
Bei der Auswahl des Pflasterfugenmörtels sollten Hausbesitzer auf bewährte Markenprodukte mit Systemcharakter zurückgreifen, damit die Optik des Belages nicht beeinträchtigt wird.
Quick-Mix hat unter der Marke Tubag den neuen Pflasterfugenmörtel PFN speziell für die Neuverfugung und Instandsetzung von Pflaster- und Plattenbelägen entwickelt. Der Mörtel zeichnet sich laut Hersteller durch seine „fließfähige Konsistenz sowie rationelle und rückstandslose Reinigung" aus.
Wichtig: Bei Natursteinpflastern sollten Ausblühungen vermieden werden. Aus diesem Grund ist es ratsam, dem Pflasterfugenmörtel etwas Trasszement des gleichen Herstellers beizumischen. Dies biete weitgehenden Schutz vor Verfärbungen und Flecken.
Mediterrane Optik am Haus
Viele Menschen träumen von einem Häuschen am Mittelmeer, und für viele wird dies wohl ein Traum bleiben.
Häuslebauer können aber durchaus mediterranes Flair nach Mitteleuropa holen, denn lebendige, per Fleckspachtelung erzeugte Oberflächen lassen sich nun auch problemlos auf die Fassade übertragen.
Die optische Veredelung basiert auf dem organisch gebundenen Feinstputz Stolit Milano, der per ein- oder mehrfacher Fleckspachtelung appliziert, verschlichtet, abgezogen und, falls gewünscht, lasiert wird.
„Mit seiner Körnung von unter 0,1 mm entwickelt er eine samtige Haptik und subtile Struktur, die das besondere Flair lichtumspielter mediterraner Altstadtfassaden ausmacht", wirbt Hersteller Sto für diesen Putz.
Die Fließformel fürs Verfugen
Beim Verfugen von schmaleren Fugen und glatten, leicht zu reinigenden Fliesenflächen geht es mit dem traditionellen Einschlämmen flott voran.
Bei Fugenbreiten ab 10 mm sieht die Sache anders aus. Hier bietet sich nach Informationen der Firma Knauf generell das Gießverfahren an.
Bei unregelmäßigen Fugen – wie sie für Porphyr- und Bruchplatten typisch sind – sei das Gießverfahren ebenso von Vorteil wie bei empfindlichen, rauen Belagsmaterialien wie ungeschliffenem Naturstein oder Terrakotta. Denn durch das Eingießen reduziert sich der Reinigungsaufwand nach dem Verfugen erheblich.
Und so wird es laut Hersteller gemacht: Nach dem Anmischen gießt man die Knauf Spezialfuge Bodenfliesen aus einem Messbecher oder einer Kanne direkt in die Fugen, bis das Material leicht über dem Fugenrand steht. Nach 30 bis 45 Minuten das überstehende, „angezogene" Material mit einer Kelle plan abstoßen und die Fuge mit einem feuchten Schwammbrett glätten. Nach dem vollständigen Abbinden des Mörtels brauchen nur noch die Plattenränder gereinigt zu werden.
Spezialkleber für XXL-Fliesen
Fliesenlegen gehört zum klassischen Arbeitsprogramm von Heimwerkern.
Wählt man große Fliesenformate, hat man weniger Arbeit. Für die XXL-Fliesen gibt es im Baumarkt Spezialkleber.
Lugato hat nach eigenen Angaben einen heimwerkerfreundlichen Fliesenkleber für große Formate entwickelt, der eine offene Zeit von 60 Minuten hat.
Vorteil: Der Selbermacher hat viel Zeit, um die Position der Fliese nochmals zu korrigieren, bevor der Kleber fest wird.