Einbruchschutz

Das Eigentum vor Diebstahl schützen: wir geben Tipps und zeigen Ihnen mechanische sowie elektronische Lösungen.



Je rößer der Aufwand ist in ein Haus einzudringen, um so geringer die Wahrscheinlicheit für einen Einbruch. Foto: Roto

Wilfried Jasper, der Kriminalhauptkommissar und Koordinator der kriminalpolizeilichen Beratung in Baden-Württemberg kennt die Arbeitsweise von Einbrechern aus langjähriger Berufserfahrung. Nach Widerstandsklassen aufgeteilte Sicherheitslösungen, wie sie auch der Fenstertechnologie-Experte Roto bietet, sind ein effektiver Schutz gegen ungebetene Gäste, der zudem den kritischen Augen der Polizei standhält. Zu den bevorzugten Methoden, in fremde Häuser einzusteigen, zählt das Aufwuchten oder Aufhebeln von Fenstern. Rund 72 Prozent aller Diebe schleichen sich in dieser Form ein.

Gekippte Fenster nehmen 12,2 Prozent als willkommene ­Gelegenheit wahr, um sich Eintritt zu verschaffen. 9,3 Prozent der ­Ganoven schlagen das Glas ein und drehen dann einfach am Griff. Wiederum 6,5 Prozent benutzen einen Fensterbohrer, verschieben Rollzapfen oder steigen gleich über ein geöffnetes Fenster ein. Ähnlich das Bild, das die Statistik des Landes­kriminalamtes Baden-Württemberg zur Vorgehensweise der Langfinger bei ­Türen liefert: Das Aufwuchten/Aus­hebeln nimmt mit 77 Prozent ebenfalls Platz 1 bei den Einbruchversuchen in diesem Bereich ein.



Der Rolladen reagiert. Foto: Roma

Clevere Rollläden

Wer seine Rollläden nicht dauernd geschlossen ­halten möchte, beispielsweise wegen der Zimmerpflanzen, für den gibt es die intelligente Näherungssensorik Genio von Roma. Ein kleiner, im Vorbaukasten eingebauter Infrarot-Sender erkennt Personen, die sich im Bereich vor dem Fenster bewegen.

Verweilt dort jemand länger als zehn Sekunden, wird der Roll­laden zur Abschreckung kurz auf- und abgefahren. Das genügt meist, um Gelegenheitstäter in die Flucht zu schlagen. Falls nicht, schließt sich nach weiteren zehn Sekunden der Rollladen komplett.



Mehr Sicherheit an der Tür. Foto: Biffar

Eingangstür

260.000 Einbrüche pro Jahr bedeutet, dass alle zwei Minuten in Deutschland eine Wohnungstür geknackt wird. Fast jeder dritte Täter hebelt die Tür einfach mit einem Stemmeisen oder einem Schraubenzieher auf. Brigitte Biffar vom gleichnamigen Türhersteller aus Edenkoben gibt Tipps, wie Einbrüche verhindert werden.


Schließen Sie alle Türen und Fenster sorgfältig. Selbst wenn Sie nur die Wohnung für kurze Zeit verlassen. Bei Außentüren bedeutet das: Zweimal abschließen statt einfach die Tür zuziehen.

Legen Sie Ihren Haus- oder Wohnungsschlüssel nie in „sichere Verstecke“. Einbrecher finden sie unter der Fußmatte, unterm Blumentopf oder auf dem Türrahmen.

Bei Tür- oder Fenstersicherungen kaufen Sie nur geprüfte und anerkannte Produkte. Die Einbruchhemmung von Türen und Fenstern  wird in vier Widerstandsklassen (WK) nach europäischer Norm definiert. WK 1 gewährt nur einen Grundschutz gegen Gelegenheitseinbrecher ohne Werkzeug. Dagegen hält die Tür in der WK 4 sogar Bohrmaschinen und Äxten stand.

Der beste Schutz vor unerwünschtem Besuch ist der Faktor Zeit. Je länger ein Einbrecher beim Aufbrechen benötigt, umso unsicherer wird er. Meistens ergreift er nach wenigen Minuten die Flucht. Es gibt Fallensperren gegen die so genannte Scheckkarten-Methode; Schwenkriegel, die beim Schließen von unten nach oben in die schwere Schließplatte des Türrahmens einrasten; und ein Automatikschloss, das die Tür schon beim einfachen Zuziehen verriegelt (exklusiv bei Biffar).

Die beste Tür nutzt nichts, wenn sie nicht im Mauerwerk richtig verankert ist. Die Montage von mechanischen Sicherungen sollte ein Fachmann vornehmen.

Wer sich für eine hochwertige und einbruchsichere Tür entscheidet, sollte Fenster, Balkon- oder Nebeneingangstüren ähnlich sicher ausrüsten. Denn Einbrecher greifen stets am schwächsten Punkt an.

Immer mehr Einbrecher überrumpeln Mieter und Eigentümer an der Wohnungstür. Öffnen Sie Ihre Tür nicht Unbekannten. Bringen Sie das vor allem Ihren Kindern bei. Ein Sperrbügel oder ein Weitwinkelspion bieten mehr Sicherheit.



Technische Vorrichtung zur automatischen Torverriegelung in der Antriebsschiene des Herstellers Hörmann. Fotos: Hörmann

Sicheres Garagentor

Garagen sind beliebte Angriffsziele für Einbrecher. Aus gutem Grund, denn dort lagern oft Gegenstände mit nicht unerheblichem Sachwert, wie beispielsweise Fahrräder, Gartengeräte oder Autozubehör. Besonders kritisch wird es, wenn eine Verbindungstür zwischen Garage und Wohnhaus existiert. Dann brauchen die Eindringlinge das aufgebrochene Tor nur wieder schließen und können sich innen ungestört an der Tür zum Kellereingang oder zum Wohnhaus zu schaffen machen. Die automatischen Garagen-Sektionaltore des Herstellers Hörmann wurden jetzt von der TÜV Nord Cert GmbH erfolgreich getestet und ­haben das Zertifikat Geprüfte Einbruchhemmung erhalten.

Eine neutrale und objektive technische Prüfung dokumentiert die Einbruchhemmung. Sicherheitseinrichtungen wie beispielsweise die von Hörmann patentierte auto­matische Torverriegelung in der Antriebsschiene erschweren ­nachweislich gewaltsames Öffnen. Die geprüften Tore halten Einbruchsversuchen mindestens über einen Zeitraum von drei Minuten stand. Das ist in der Regel ausreichend, denn Langfinger brechen ihr Vorhaben meist ab, wenn sie zu viel Zeit dafür benötigen.

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