Immobilie nicht auf Lebenszeit

Eine Immobilie für das ganze Leben? Das war gestern. Heute kaufen und verkaufen immer mehr Deutsche ihre Immobilien – und gewinnen nicht nur räumlich, sondern auch finanziell mehr Mobilität.

Familie in der Küche

Die Lebensabschnitts-Immobilie wird in Deutschland immer beliebter. Foto: BHW

Laut Statistik (Quelle: BHW Bausparkasse) planen die Menschen in Deutschland den Erwerb eines Eigenheims meist im Alter zwischen 30 und 40 Jahren. Dann hat sich das Leben zwischen Job und Familie eingependelt und „Sesshaftigkeit“ ist gefragt. Doch in Zeiten wachsender beruflicher Mobilität und später Familiengründung hat das Konzept einer Immobilie für das ganze Leben zunehmend ausgedient. Laut einer aktuellen Umfrage der BHW Bausparkasse sind rund 27 Prozent der Deutschen in ihrem Leben bereits drei- bis viermal umgezogen.

Anstatt an einem Ort dauerhaft seine Zelte aufzuschlagen, erwerben und veräußern Besitzer sogenannter Lebensabschnitts–Immobilien ihr Eigentum nach Lebensphasen. Gleichzeitig zieht es immer mehr Menschen in die Stadt – mit der Folge, dass die Nachfrage nach kleinen bis mittleren Eigentumswohnungen in Ballungsgebieten steigt. „Immobilien in guter Stadtlage sind heute eine begehrte und sichere Anlage. Eigentümer können diese Immobilien sehr gut verkaufen, aber natürlich auch zu attraktiven Konditionen vermieten“, erklärt Iris Laduch von der BHW Bausparkasse. „Die Investition lohnt sich mehrfach, denn im Falle des Verkaufs ist der Erlös ein optimales Grundkapital für eine neue Immobilie.“