Welche sind die Brennstoffe der Zukunft? Laufen die erneuerbaren Energien den fossilen bald den Rang ab? Wir sind diesen Fragen nachgegangen und zeigen,welche Heiztechniken in Deutschland am häufigsten verwendet werden.

Grundsätzlich unterscheidet man bei der Energiewirtschaft drei Primärenergiequellen: fossile und nukleare Brennstoffe, als drittes die regenerativen Energiequellen.
Die fossilen Energielieferanten Erdöl, Erdgas und Kohle sind derzeit mit einem Anteil von 82,3 Prozent die Hauptstütze des deutschen Primärenergieverbrauchs. Sie sind technisch gut nutzbar, weil sich die Stromproduktion in entsprechenden Kraftwerken einfach regeln und rasch an den Bedarf anpassen lässt. Die Verbrennung fossiler Energieträger gilt wegen der hohen CO2-Emissionen als Hauptverursacher des durch den Menschen bedingten Klimawandels. Hohe Preise und weltweite Verknappung zwingen langfristig zur Nutzung anderer Energiequellen.
Regenerative Energien sind Quellen, die auf der Erde unbegrenzt zur Verfügung stehen, weil natürliche Kreisläufe sie ständig erneuern. Dazu zählen Sonnenstrahlung, Wind, Wasser und Erdwärme. Holz und weitere Biomasse zählen ebenfalls zu den erneuerbaren Energien, weil sie nachwachsen können. Die Nutzung dieser Quellen wird in Deutschland stark gefördert.

Nukleare Energie liefert in Deutschland derzeit 11,1 Prozent des Primärenergiebedarfs. Wegen der problematischen Lagerung von radioaktivem Atommüll und hoher Sicherheitsrisiken bei Störfällen hat Deutschland am 26. April 2002 den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie per Gesetz verabschiedet.
Fakt: Der sparsame Umgang mit Energie und die Investition in moderne Haustechnik bieten ein großes Potenzial, um Kosten zu reduzieren, die Umwelt zu schonen und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern. Bei steigenden Preisen amortisieren sich die neuen Anlagen immer schneller. Im Jahr 2007 verbrauchten in Deutschland 38 Millionen private Haushalte rund 27 Prozent der Gesamtenergie. Davon entfallen 85 Prozent allein auf die Beheizung von Wohnräumen und die Warmwasserbereitung. Stromversorgung für Elektrogeräte und Beleuchtung verbrauchen nur etwa 15 Prozent der Gesamtenergie im Haushalt, aber auch hier lässt sich mit effizienter Technik und energiebewusstem Verhalten Energie einsparen – ohne auf den gewohnten Komfort verzichten zu müssen. Veraltete Heizungen sowie schlechte Gebäudedämmung verursachen enorme Energieverluste in den Haushalten. Laut Herstellerverband (BDH) sind 90 Prozent der bundesweit 17 Millionen Heizungen nicht auf dem aktuellen Stand der Technik – ein Viertel der Anlagen ist sogar älter als 24 Jahre.

Fazit: Gas und Heizöl werden in den nächsten Jahren weiter für Wärme im Haus sorgen. Pflicht sollte der Umstieg auf ein Brennwertgerät sein, denn es benötigt gut 30 Prozent weniger Energie als herkömmliche Heizkessel und senkt den Schadstoffgehalt der Abgase.
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